Archiv für Februar, 2008

Verfasst von Thomas Pompernigg am 29 Feb 2008

Die wahrscheinlich größte Liebeserklärung der Welt

Kennen Sie den Ort Bezau? Nein? Sollten Sie aber! Bezau ist eine idyllisch gelegene Marktgemeinde, mit rund 2.000 Einwohnern mitten im Bregenzer Wald. Ja, und genau dort, finden Sie die wohl größte Liebeserklärung der Welt. Und zwar in Form eines Gästebuches. Ein gleichermaßen populäres, wie kreatives Romantik- und Kuschelhotel hat hier einen ganz eigenen Weg der „Gästedatenerfassung“ eingeschlagen.gaestebuch-hotel-gams.jpg

Wie groß oder wie dick muss dieses Gästebuch wohl sein, fragen Sie sich jetzt? Weit gefehlt! Als „Gästebuch“ fungieren dort nämlich alle Wände im so genannten Blütenschloss. Anfangs war lediglich eine Wand für dieses Graffiti d´Amour vorgesehen. Heute zieren bereits hunderte romantische Kunstwerke die Wände im Inneren des Hotels. Einzige Ausnahme: Die Hotelzimmer.

Wenn Sie also jemandem einen kreativen Heiratsantrag machen wollen, nach einer Location für Ihre Hochzeit Ausschau halten oder nach einer pfiffigen Idee für eine nicht ganz gewöhnliche Liebeserklärung suchen… - Nur zu! Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Verfasst von Elfriede Seiwald am 28 Feb 2008

Haben mich meine Eltern überhaupt noch lieb?

Von der Eifersucht der Geschwister… - Ein neues Geschwisterchen stellt die Welt auf den Kopf, nichts ist mehr so, wie es vorher war: Hatte das Kind vor der Geburt der Schwester oder des Bruders die ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe der Eltern, muss von nun an vieles geteilt werden.foto-babymio-blog-2.jpg

Anfangs scheint sich alles um das Neugeborene zu drehen, da kann schon die Frage „Haben mich meine Eltern überhaupt noch lieb“ auftreten. Eifersucht macht sich bemerkbar. „Die Geschwister finden sich oft in der neuen Situation nicht mehr zurecht“, erklärt Elfriede Seiwald, Leiterin der babymio-Hebammenambulanz, „sie müssen lernen, wie sie in der neuen Familienstruktur schnell wieder ihren Platz einnehmen.“ Im Kurs „Säuglingspflege für Geschwister“ wird den Kindern gezeigt, wie wichtig sie weiterhin für die Familie sind und welche tollen Aufgaben sie übernehmen dürfen. Je nach Alter lernen sie wickeln, eincremen, baden, anziehen, Fläschchen geben und mit dem Kinderwagen spazieren gehen. Bei der babymio-Geschwisterparty dreht sich dann endlich wieder einmal alles um die Großen: „Mit lustigen Spielen und einem kindergerechten Abendmenü sind die Sorgen schnell vergessen“, berichtet Seiwald. „Bei der anschließenden Karaokeshow zeigen die Kinder, welche kleinen Künstler in ihnen stecken.“

Verfasst von Philip am 28 Feb 2008

Verkehrsfunk

In den frühen Morgenstunden kam es heute in der Küche auf Höhe der Spülmaschine zu einem folgenschweren Utupperware.jpgnfall. Aus bisher noch ungeklärten Umständen fand ich eines der Küchenkästchen unverschlossen. Die dort montierte Kindersicherung hing nur leblos herunter. Offensichtlich hatte am Vorabend jemand vergessen diese richtig anzubringen. Schier lautlos schlich ich mich an meinen Tatort an. Es schien, als seien bisher weder die Polizei (Papa), noch die Presse (Mama), vor Ort. In aller Ruhe begann ich also mit der Beweisaufnahme. Plastikschüssel für Plastikschüssel und Deckel für Deckel wurden von mir untersucht. Ich war gerade im Begriff den ersten Stock meines Tatorts genauer unter die Lupe zu nehmen, als meine Mama mit Blaulicht aus dem Bad schoss, um sich bestürzt ein Bild der angerichteten Katastrophe zu machen. Schnurstracks wurde ich hinter die polizeiliche Absperrlinie gebracht und sicher im Laufstall verwahrt. Nach rund 5-minütigen Aufräumarbeiten war der Weg zur Kaffeemaschine und Brotschneidemaschine dann wieder für den morgendlichen Verkehr ohne Probleme passierbar. Die von mir teils kunstvoll angesabberten Plastikteile wurden in der Aservatenkammer (Geschirrspüler) verwahrt und ich meines ersten großen Abenteuers des Tages beraubt. Morgenstund hat also für Babys nicht immer Gold im Mund…          

Verfasst von Elfriede Seiwald am 28 Feb 2008

Wellness zwischen Windeln und Babybrei

bild-babymio.jpgUrlaub und Erholung trotz Baby! Wickeln, Stillen, Baden, Beruhigen – schließen sich Wellness und Baby nicht gegenseitig aus? Im babymio wird der Bogen vom aktiven Urlaub gemeinsam mit dem Baby bis zu Wellness und Auszeit für die Eltern geschickt gespannt: „Zeit für Erholung und Entspannung kommt im babymio garantiert nicht zu kurz“, berichtet Michael Seiwald, Inhaber des babymio, „zahlreiche Angebote für Schwangere, Mama, Papa und Mitreisende laden zum Ausspannen ein.“

Beim Entspannungsprogramm nach Jacobson erlernen Mutter und Vater ein natürliches Entspannungsverfahren, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Gelassenheit und die Fähigkeit der Selbststeuerung werden gefördert, Funktionsstörungen behandelt. „Nach der Geburt dreht sich alles um das Neugeborene, da muss die Frau ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken“, erläutert Elfriede Seiwald, Leiterin der babymio-Hebammenambulanz, „bei der Rückbildungsgymnastik hat die frischgebackene Mutter endlich wieder Zeit für sich selbst und ihren Körper.“ Spezielles Bauchdecken- und Beckenbodentraining stellen die ursprüngliche Körperform vor der Schwangerschaft wieder her.

Endlich wieder richtig Frau-sein und nach Herzenslust shoppen können die Frauen bei der Dessous-Party. „Aber auch die Väter müssen nach der Geburt ihres Kindes auf vieles verzichten und sind rund um die Uhr für Frau und Kind da“, sagt Michael Seiwald, „da freut man sich wieder auf echte Männersachen.“

Von der geführten Wanderung über die Canyonigtour bis zum Kletterabenteuer – dabei können Väter gut ausspannen. Beim Männer-TV-Abend sorgen Großbildleinwand, Freibier und Kinosnacks für Begeisterung. „Sport, Action und Abenteuer stehen hier am Programm“, so Michael Seiwald, „also ein Paradies für Männer.“

Verfasst von Philip am 25 Feb 2008

Zwischen den Stühlen

Das Wort „Stuhl“ leitet sich vom althochdeutschen Wort „Stuol“ ab. Im 8. Jahrhundert hieß das so viel wie „Sitz“ oder „Thron“. Sitz und Thron also. Dies möchte ich an dieser Stelle für alle Produzenten von Autositzen für Kinder nochmals festhalten: Sitz und Thron. Denn immer wenn ich im Auto bei Mama oder Papa mitfahren muss, dann hat das Teil auf dem ich sitze so rein gar nichts mit einem Thron zu tun.
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Mein Stuhl für´s Auto heißt nämlich Maxi-Cosi. Mini-Cosi wär als Name für das Teil aber sicher treffender. Hat sich irgendjemand schon mal darüber Gedanken gemacht was man als Baby von so einem Autositz aus an Aussicht genießen kann? Ich fürchte nicht! Was sich hinter den Fenstern verbirgt sieht man gar nicht. Dafür blendet einen in regelmäßigen Abständen die Sonne. Klar, dass man da oft ungeduldig darauf wartet, dass die Fahrt ein Ende nimmt. Die Aussicht nach vorne erstreckt sich auf einen grauen Sitzbezug. Kein Wunder also, dass ich, wie viele Gleichaltrige auch, Autofahrten aus bloßer Langeweile abwechselnd zum Schlafen, Schreien und zum Befüllen meiner Windel nutze. Die Redewendung „am Stuhl kleben“ sollte daher wahrlich nicht nur Politikern vorbehalten sein.

Ich für meinen Teil versuche seit zwei, drei Wochen ja schon alles um eine Verbesserung meiner misslichen Situation herbei zu führen. Mama hat mir nämlich schon vor geraumer Zeit einen richtig rassigen, roten und vor allem großen Autositz gekauft. Der wäre echt toll. Damit ich in den aber auch rein darf, muss ich, so sagt Mama zumindest immer, zuerst 9 Kilo auf die Waage bringen. Ab dann wäre der rote Sitz also mein „Fahrstuhl“. Daher versuch ich so oft wie möglich Milch, Brei und andere Leckereien in mich rein zu stopfen. Untertags, so ehrlich muss ich sein, vergesse ich, abgelenkt durch Spielen und Krabbeln, manchmal auf diesen guten Vorsatz. Daher stehe ich in der Nacht dann halt alle zwei, drei Stunden auf, um mir Futter ans Bett bringen zu lassen. Diverse Überlegungen meiner Eltern wie sie es wohl anstellen könnten, dass ich durchschlafe sind daher völlig zwecklos. Erst wenn ich im Auto im großen Sitz Platz nehmen darf gelobe ich Besserung. Vielleicht…

Verfasst von Susann am 25 Feb 2008

Dr. Jekyll und Mrs. Hyde

foto-blog-1-terheggen.jpgIch habe den Verdacht, unsere Tochter ist schizophren. Anders kann ich mir ihr Verhalten nicht erklären. Denn tagsüber ist sie ein echtes Bilderbuchkind, mit dem man in jedem PeKiP-, Pickler-, Babymassage- oder was auch immer für einem Kurs hervorragend angeben könnte. Sie beschäftigt sich mit großer Hingabe selbst, kann für gefühlte Ewigkeiten einen Schneebesen untersuchen oder sich in Laptopkabel einwickeln und brabbelt dabei fröhlich vor sich hin. Muddi sitzt beglückt daneben und denkt sich: „Kein Kind ist so toll wie meins!“

Doch wenn die Nacht kommt, zeigt Nika ihr zweites Ich. Das Baby, das um 20 Uhr friedlich schlafen ging, wird heimlich ausgetauscht gegen einen Brüllbeutel, der alle zwei Stunden erwacht und sich konsequent nicht beruhigen lassen will, bis man seinem Begehr nachkommt: BRUST, ABER ZACKIG!!! Pädagogen würden dieses Verhalten vermutlich wohlwollend als willensstark bezeichnen, die übermüdete Muddi verbucht das Ganze eher unter „Alte Zicke“. Grundsätzlich ist die Lust auf Brust ein Bedürfnis, für das auch Frolleins Vater größtes Verständnis hat. Da diese Attitüde aber bei der Brustbesitzerin ein erhebliches Schlafdefizit auslöst, stößt dieser Wunsch bei ihr langsam nicht mehr auf besondere Begeisterung. Ich habe es im Gefühl: Bald wird ein Schlafprogramm à la „Jedes Kind kann schlafen lernen“ fällig. Denn eins muss man feststellen: Mit diesem Ratgeber verhält es sich genau so wie mit Diät- oder Rückbildungsgymnastikbüchern: Allein vom Lesen erzielt man leider keinen Effekt. Und so kann ich nur hoffen, dass es stimmt, was dort geschrieben steht: Nämlich dass man einem Kind, das tendenziell schon alleine einschlafen kann, auch ganz schnell angewöhnen kann, dies auch nachts zu tun. Mein Gefühl lacht sich jetzt schon tot …

Verfasst von Thomas Pompernigg am 22 Feb 2008

Pack die Badehose ein

thermometer.jpgOder besser gesagt: Pack die Schwimmwindel ein! Und auf geht´s zum Babyschwimmen! Da Kinder in der Regel von Natur aus sehr viel Spaß im Umgang mit dem Element Wasser haben, sind die meisten Kleinen im Wasser quietsch vergnügt und kreuzfidel. Die zwei wichtigsten Faktoren um Babyschwimmen für Eltern und Kind zum Vergnügen werden zu lassen sind aber eine passende und kindgerechte Wasser- und die Lufttemperatur. Erst wenn Mamas und Papas schon zu schwitzen beginnen gefällt es den Babys so richtig gut.

Da nicht immer ein Hallenbad oder eine Therme in der Nähe des eigenen Wohnorts ist, gehen nicht alle Eltern mit Ihren Kindern zum Babyschwimmen. Als Alternative zu einem „klassischen“ Baby-Schwimmkurs eignet sich aber auch ein Urlaub ganz gut, um die ersten Plantsch- und Schwimmversuche des eigenen Nachwuchses zu beklatschen.

Aber auch rein wissenschaftlich gesehen, sprechen viele Faktoren für das Babyschwimmen. So ermöglicht Wasser Babys schon in den ersten Monaten eine dreidimensionale Beweglichkeit. Ihr Baby erlebt sich somit selbst. Durch die Bauchlage beim Babyschwimmen wird das Reflexkriechen der Babys stimuliert, und zwar durch Aktivierung der Muskulatur. Dadurch wird die im zentralen Nervensystem liegende Koordination der Bewegungsmuster früher aktiviert und stabilisiert.

Babyschwimmen ist also nicht nur lustig, sondern fördert auch die Entwicklung des eigenen Nachwuchses. Grund genug, um bei meinem letzten Hotelaufenthalt in Tirol auch ein Thermometer griffbereit zu haben. Und siehe da! Luft und Wasser mehr als babyfreundlich. Im besagten Hotel in der Nähe von Kitzbühel wird übrigens drei Mal wöchentlich kostenlos Babyschwimmen für Hausgäste angeboten. Also: Schwimmwindel, Thermometer und Schwimmente eingepackt und ab in die Fluten…

Verfasst von Susann am 21 Feb 2008

Reaktionstraining

Nika krabbelt jetzt also. Das ist toll, denn dann könnte sie einem theoretisch direkt hinterherjagen, wenn reaktionstraining.jpgman es wagt, unverschämterweise ohne vorherige Absprache mit ihr den Raum zu verlassen. Tut sie aber nicht - denn es ist viel spannender, ohne Mudderns argwöhnischem Blick im Nacken mal sämtliche Räumlichkeiten zu erkunden. Dies führt umgekehrt dazu, dass Muddi ihrem Kind hinterherhetzt, wenn es sich wieder in Richtung Kabelecke aufmacht, Kisten ausräumt und Zeitungsstapel umsortiert.
Die neuen Fähigkeiten trainieren also ganz praktisch nebenbei auch die Erziehungsberechtigte.
Sie lernt, in drei Schritten das ganze Wohnzimmer zu durchqueren, weil am anderen Ende der Punk gemacht wird. Sie erklimmt neue Rekorde im “Tempo-Schrankeinräumen”, denn wenn man nicht flott genug ist, dann sitzt schon das Frollein davor und will alles wieder rausbefördern. Und die Muddi lernt auch, dass sie nicht einfach mit dem Staubsauger durch die Wohnung fahren kann, ohne vorher zu gucken, ob vielleicht ein Kind da draufhängt.

Verfasst von Susann am 19 Feb 2008

Hausfrau 2.0

hausfrau-20.jpgEs ist ja schon erstaunlich, dass ausgerechnet ein Staubsauger Frollein Nikas Interesse derart geweckt hat, dass sie erstmals beim Vorwärtskommen auch ihre Beine benutzt hat. Alles andere, was man als Erwachsener für vermeintlich interessanter hält (Rasseln, Stofftiere, Babybücher) spornen nach wie vor nicht zum Krabbeln an. Aber ein uralter Staubsauger???!! Ich hoffe, das Interesse für Haushaltsgeräte und deren Benutzung hält noch ein paar Jahre an…

Verfasst von Susann am 16 Feb 2008

Pro Krabbelgruppe

Ich bin begeistert! So ein Blog ist eine feine Sache, denn man erhält nach einem Trauer-Eintrag viele Anrufe besorgter Verwandter und Freunde, die einen mit Durchhalteparolen trösten, Babysitterdienste anbieten, “Ja, ich kenne das” sagen und vor allem auch sagen: “Das wird besser - versprochen!”

Was bei hohen Frustrationsgraden ebenfalls hilft, ist die Existenz einer Krabbelgruppe. So ein Ding ist für alle Beteiligten eine “Win-win-Situation”:pro-krabbelgruppe.jpg

Ich kann rumjammern und ernte dafür
a) Mitleid oder
b) eifrig nickende Köpfe und gleichlautende Berichte

Jene Teilnehmerinnen, die a) Mitleid spenden, fühlen sich nach der Veranstaltung hervorragend und sind sehr glücklich über ihr friedlich schlafendes Kind. Die b) eifrig Nickendenn sind ebenfalls sehr glücklich, weil sie das Gefühl haben, sie könnten nachts jemanden anrufen, wenn sie mit dem Kind kämpfen, ohne ihn zu wecken - weil er grad dasselbe tut.

Und ich bin gleich doppelt zufrieden, weil ich mich in dem Raum einfach auf die Gymnastikmatte schmeißen und mich entspannen kann, weil Frollein Nika von der Anwesenheit der anderen Kinder derart entzückt ist, dass sie von mir anderthalb Stunden rein gar nix wissen will - und von den lustigen Sing- und Bewegungsspielen auch nicht. Während also die anderen mit ihrem Kind den “Omnibus” oder “Hernn Pinz und Frau Panz” intonieren, ist der Platz vor mir leer, weil Nika sich aufgemacht hat, um mal das Liedbuch der Kursleiterin vollzusabbern.
In diesem Sinne: Eine Mutter braucht einen Blog und eine Krabbelgruppe!

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