Ich bin begeistert! So ein Blog ist eine feine Sache, denn man erhält nach einem Trauer-Eintrag viele Anrufe besorgter Verwandter und Freunde, die einen mit Durchhalteparolen trösten, Babysitterdienste anbieten, “Ja, ich kenne das” sagen und vor allem auch sagen: “Das wird besser - versprochen!”

Was bei hohen Frustrationsgraden ebenfalls hilft, ist die Existenz einer Krabbelgruppe. So ein Ding ist für alle Beteiligten eine “Win-win-Situation”:pro-krabbelgruppe.jpg

Ich kann rumjammern und ernte dafür
a) Mitleid oder
b) eifrig nickende Köpfe und gleichlautende Berichte

Jene Teilnehmerinnen, die a) Mitleid spenden, fühlen sich nach der Veranstaltung hervorragend und sind sehr glücklich über ihr friedlich schlafendes Kind. Die b) eifrig Nickendenn sind ebenfalls sehr glücklich, weil sie das Gefühl haben, sie könnten nachts jemanden anrufen, wenn sie mit dem Kind kämpfen, ohne ihn zu wecken - weil er grad dasselbe tut.

Und ich bin gleich doppelt zufrieden, weil ich mich in dem Raum einfach auf die Gymnastikmatte schmeißen und mich entspannen kann, weil Frollein Nika von der Anwesenheit der anderen Kinder derart entzückt ist, dass sie von mir anderthalb Stunden rein gar nix wissen will - und von den lustigen Sing- und Bewegungsspielen auch nicht. Während also die anderen mit ihrem Kind den “Omnibus” oder “Hernn Pinz und Frau Panz” intonieren, ist der Platz vor mir leer, weil Nika sich aufgemacht hat, um mal das Liedbuch der Kursleiterin vollzusabbern.
In diesem Sinne: Eine Mutter braucht einen Blog und eine Krabbelgruppe!