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Monatsarchiv:April 2008

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Ein Rätsel, dessen Lösung momentan für mich so weit weg ist wie der Mond. So empfinde ich Frolleins Verhalten. Ich sag nur: Letzte Nacht von 0:13 h bis 2:02. Keine Möglichkeit, das Kind wieder in Schlaflaune zu bringen. Sie beruhigt sich nicht, wenn ich im Raum bin – und wenn ich nicht anwesend bin, erst recht nicht. Wenn der Bruder, der mit Ohrstöpseln unterm Dach liegt, sehr gut hören kann, was im Gästezimmer im Keller vor sich geht, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die Wände des Hauses sind zu dünn, der Oheim hat ein zu gutes Gehör oder Nika ein zu gutes Organ. Unterm Strich bleibt: großer Lärm. Und eine ratlose Muddi, die das Gefühl hat, das Kind macht das nur, wenn sie dabei ist. Vorletzte Nacht hat nämlich Oma beim Nachwuchs genächtigt, und da musste nur einmal kurz Dutzidutzi gemacht werden und Frollein ratzte selig weiter.

Wie löst man dieses Problem? Oma dauerhaft nach Köln importieren? Oder künftig darauf pochen, dass Vaddi ran muss? Tut mir auch echt Leid, dass ich nach elf Tagen immer noch nix anderem sprechen kann als vom Schlafen, aber irgendwie bleibt wenig Raum für andere Themen. Ach doch: Ich will mir die Haare abschneiden. Vielleicht hilft ja eine neue Frisur?

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Ich sollte nach einem Dreivierteljahr mit Kind vielleicht endlich anfangen, das ganze Thema Nachwuchs etwas philosphischer anzugehen. Mir solche Sätze wie “Auf jedes Tal folgt ein Berg”, “Auf jedes Tief ein Hoch” “Auf schlechte Zeiten gute Zeiten” und so weiter immer wieder ins Gedächtnis rufen, wenn ich nachts auf das Rollo und den dahinter schemenhaft erkennbaren Mond glotze. Vielleicht schaffe ich es ja auch, Gebrüll mental zu einer meditativen Begleitmusik umzuwandeln?

Wie dem auch sei: Die letzte Nacht war toll! Ich glaube, das liegt daran, dass die erste Meckerpartie kurz vor Mitternacht von Dr. G abgewiegelt wurde, der keine verlockende Brust, dafür aber unbeugbae Entschlossenheit vorzuweisen hat. Jedenfalls war nach 20 Minuten Ruhe bis viertel nach fünf, und auch da brauchte es nur ein kurzes Tätscheln, bis weitergeratzt wurde. Mal gucken, wo das nächtliche Glücksrad heute stehenbleibt.

Zu jammern habe ich heute also nur, dass ich mich gestern auf dem Asi-Grill verbrannt habe. Nachdem ich beschlossen habe, ich müsste meinem fahlen Äußeren (unser Brötchenmann sagte neulich zu Dr. G: “Hömma, deine Frau sieht blass aus. Total abgespannt. Die schlägste aber nicht, oder?”) mal auf die Pelle rücken, bin ich gestern auf die Sonnenbank gegangen. Ungünstig, wenn man das sonst nie macht – da sorgen auch 20 Minuten auf der leichtesten Bank für eine deftige Röstung, habe ich festgestellt….

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Unter dem Begriff kann man, ebenso wie bei der Geburtsvorbereitung, einiges verstehen. Auch hier gibt es nicht wirklich etwas „Standardisiertes“.

Grundsätzlich sollte jede Frau nach der Geburt oder nach einem Kaiserschnitt eine Rückbildungsgruppe besuchen. Die Gruppe bietet Platz zum Austausch unter den Teilnehmerinnen, was in dieser sensiblen Zeit des Wochenbettes sehr wichtig ist. Bei mir sind die Gruppen mit 8 Teilnehmerinnen limitiert und immer abends für eine Stunde ohne Babys. Die Teilnehmerinnen bleiben immer die gleichen, damit auch etwas Persönliches entstehen kann und wir den Schwierigkeitsgrad bis zum Kursende etwas steigern können. Auch ist es immer günstig, wenn die Frauen in etwa zur gleichen Zeit geboren haben, weil dann die Schwerpunkte der Körperarbeit ähnlich liegen.

Da es sich bei der Rückbildung nicht um die Verbesserung der allgemeinen Fitness handelt, kann diese Arbeit auch nicht von Sportvereinen oder Fitnesscentern übernommen werden. Dazu braucht es, ebenso wie bei der Geburtsvorbereitung, ausgebildete Fachpersonen.

In einer guten Rückbildungsarbeit, die von Physiotherapeuten oder Hebammen geleitet wird, sollte folgenden Schwerpunkten unbedingt Beachtung geschenkt werden:

- Arbeit an der Atmung als treibende Kraft für den Beckenboden
- Arbeit am Beckenboden
- Arbeit an der Bauch- und Rückenmuskulatur
- Rückbildungsfreundliche Lagerungen
- Kreislaufgymnastik
- Information über die Pflege von Narben
- Vermittlung von Fachpersonen bei Problemen mit dem Stillen, den Narben an Damm oder Bauch oder mit dem Kind
- Alltagstipps für das beckenboden-schonende Heben und Tragen

Haben Sie gute oder weniger gute Erfahrungen mit einer solchen Gruppe gemacht – ich bin neugierig auf Ihren Kommentar….

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Es wird, es wird,  glaube ich.

20 h ins Bett

1:03  h Aufwachen, 1:12 h weiterschlafen

4:43 h Aufwachen, 4:50 h weiterschlafen mit nem Schluck Wasser

7:00 h Moinmoin!

Ansonsten gibt es zu berichten, dass Frollein tatsächlich eine höchst interessante Mischung familiärer Anlagen ausbildet. Sie  hat sich nämlich den einen oder anderen Tick angewöhnt. Wenn sie müde ist oder ihr was nicht passt, schlackert sie  mit dem Kopf – das hat sie von ihrem Onkel. Sie kratzt mit großer Begeisterung Tapete von der Wand – ihre Großtante hat das als Baby auch immer gemacht. Und ihre ganz eigene Eigenart: Wenn sie ums Einschlafen kämpft, kratzt sie sich an den Händen. Das sieht ganz schön nervös aus. Kein Wunder, dass man dann nicht schläft. :-)

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Rocky IVIch habe unser Schlafexperiment ausgedehnt. Nebenbei mache ich eine Fallstudie zumThema “Wirksamkeit gängiger Anti-Depressionstherapien” – allerdings ohne Depressionen zu haben. Ich kann schon jetzt bestätigen, dass die Therapie “Schlafentzug” die Laune tatsächlich hebt. Irgendwie ist man halt ein bisschen manisch, aber besser als mit langem Gesicht in der Ecke rumzustänkern. Bevor wir also zum Bericht von letzter Nacht kommen, chnell der Hausfrauentipp an alle, die schlecht drauf sind: Einfach mal drei Stunden weniger pennen!

Ansonsten haben Nika und ich gestern quasi Bergfest gefeiert: Alle schwerwiegenderen Fälle haben so eine Woche gebraucht, bis sie den Dreh raus hatten – sollte das auch bei uns so sein, sind wir letzte Nacht also auf die Zielgerade eingebogen. Ich habe allerdings die leise Befürchtung, dass Frollein vorher noch ne Abbiegung findet oder nicht bemerkt hat, dass die letzte Runde eingeläutet ist und noch eine drauflegt. Es wird zwar alles besser, aber das Aha-Erlebnis bleibt noch aus.

20:45 h: Ab in die Heia.

1:43 h: Frollein erwacht. Interessanterweise liegen zwischen “Ich wache auf” und “Ich stelle mich im Bett hin” nur wenige Sekunden, was die Beruhigung ein wenig erschwert. Dennoch: Eine Minute “Pschpschpsch” und Gestreichel, und Frollein ratzt weiter. Allerdings nur zehn Minuten, danach folgt genau so lange Protest.

3:30 h (Glaub ich, die Erinnerung setzt gelegentlich mal aus): Ganz kurzes Gequake, einmal wieder Hinlegen. Toll!

4:45 h: Wieder Begrüßung im Stehen. Diesmal lässt sich Madame nicht so leicht wieder einlullen. Erste Zweifel am Bett: Und wenn sie doch Hunger hat? Frollein trinkt ein paar Schlucke Wasser, gierig kann man das aber nicht nennen. Nach drei Mal Aufstehen und wieder hinlegen ist um 5:05 h Ruhe.

7:00 Morgääään!

Bleibt nur die Frage: Woher nimmt das Mädchen die Energie, sich nächtens immer wieder hinzustellen? Irgendwie ist da im Kopf eine sehr enge Verknüpfung zwischen “wach” und “stehen”, und ich hab keine Ahnung, wie man die löst.

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Die Kontrahenten.Es ist soweit: Frollein und ich liefern uns nächtliche Kämpfe um den Schlaf. Ich bin von fast neun Monaten mindestens drei Mal aufstehen (um zwölf, um drei, um sechs) inzwischen so porös, dass ich mein persönliches “Nika will jetzt schlafen lernen”-Programm schon für meinen nächsten Besuch bei Schnuffoma auf die Tagesordnung geschrieben habe. Aber mit Kindern kommt es ja immer anders als geplant, und so hat uns Frollein vor einigen Tagen einen fiesen Magen-Darm-Infekt beschert – natürlich just, als ich zu einem zweitägigen Workshop musste (Sie hat eben ihre ganz eigene Art, mir zu zeigen, dass sie keinen Bock darauf hat, dass ich mich vor Ablauf meiner Erziehungszeit mit der Arbeit befasse).

Da jede Flasche sofort unten wieder ankam und sofortige Wickelmaßnahmen erforderte, um den Erstickungstod aller Anwesenden zu vermeiden, wurden die nächtlichen Mahlzeiten also abrupt abgesetzt, dafür gab es in den Schreiphasen regelmäßig mütterliche Streicheleinheiten. Damit keiner denkt, ich sei eine Rabenmuddi: Nika war bis auf die vorübergehende Umwandlung zum Durchlauferhitzer schon wieder ausgesprochen gut gelaunt und fit, als wir angefangen haben. Leidet mit mir:

Nacht 1 (Donnerstag):

21:15 h: Aufwachen, Gezeter auf auf Muddis Arm/im Bett/auf Muddis Arm bis 22.40. Ein paar Schlückchen Wasser gegen den trockenen Schrei-Hals.

1:00 h: Zeter und Mordio bis 1:45 h.

3:00 h: Wüster Protest bis 4:30 h. Nix geht. Arm nicht, Bett nicht, sogar Brust nicht. Weiterschuckeln, ablegen, Schuckeln, ratlos sein. Am Ende kurzer Brust-Trost, weil beide Parteien mit der Kraft am Ende sind.

7:00 h: Frollein steht quietschvergnügt am Gitter. Muddi wollte eigentlich um 6.30 aufstehen, um Schnuffoma gemütlich zum Flughafen zu fahren. Nun muss es etwas schneller gehen. Schnell noch Streichölzer für die Augenlider. Muddi todmüde. Frollein unbeeindruckt.

Nacht 2 (Freitag):

Muddi ist wild entschlossen. Nach dem Motto: “Sie ließen sich nicht täuschen, weiter gings” wird weitergekämpft.

Start: Halb neun ins Bett.

23:30 h: Frollein wacht auf, als wir ins Bett gehen. Dr. G beruhigt das schimpfende Kind bis 23:50 h.

1:00 h: Gemecker im Bett bis 1:30 h.

2:20 h: Zetern bis 2:40 h.

3:10: Schon wieder wach. Grmpf! Gemaule im Bett bis 3:30 h.

4:30 h: Weiter gehts bis 5:00 h.

6:30 h: Good-morning-Schluck an der Brust.

7:30 h: Good-morning-”Hu” am Bettgitter.

Nacht 3 (Samstag)

21:00 h: Heia.

1:20 h: Geschimpfe, aber nur zehn Minuten und mit nur zweimal Aufstehen im Bett. Muddi frohlockt.

3:30 h: Kurzes Geschimpfe, s. o.

4:15 h: Geschimpfe bis 4:20 h. Sensationell kurz – doch das war nur kurzes Kraft schöpfen. Um 4:30 h geht es weiter bis 5:15 h, allerdings immer mal mit fünf Minütchen Schlaf zwischendrin. Ich lege mich auch immer wieder hin.

6:00 h: Kurzer Morning-Snack an der Brust. Ich finde, das haben wir uns verdient.

7:20 h: Morggggääään! Frollein ist wieder mal gut gelaunt und wach. Mal sehen, wie wir den Tag rumbringen. Dr. G hat Dienst und kann keine Schlafinseln für Muddi schaffen.

Bin sehr gespannt, wie die nächste Nacht wird. Fakt ist, dass ich wieder einige Freundinnen würgen könnte, wenn sie erzählen: “Wir haben die nächtliche Mahlzeit abgesetzt, und es war sooo schlimm. Wir hatten zwei gaaaanz furchtbare Nächte, ich bin echt am Stock gegangen.” Auf nähere Nachfragen, wie lange der Filius denn gebrüllt habe, wird dann geantwortet: “In der ersten Nacht eine halbe Stunde”. Grmpf!!!!

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Wenn man aber nur die Babysprache beherrscht und diese von allen Erwachsenen rundherum nur bedingt verstanden wird, dann tut man gut daran rasch eine Fremdsprache zu lernen. So weit – so gut. Aktuell beherrsche ich in der Erwachsenen-Sprache ja nur drei Wörter, nämlich: Mama, Papa und „da“. Und genau da beginnt mein Problem. Mit stolz geschwellter Brust verwende ich pro Tag so geschätzte 200 und, wenn es nach Mama geht, gefühlte 500 Mal das Wort „da“. Oder als Alternative dazu und nicht minder fein ausgesprochen: „Da, Da“ oder „Da, Da, Da“. 

BabyspracheSo stolz ich auch auf mein Sprachtalent bin, so wenig Begeisterung ruft selbiges bei meinen Eltern hervor. Es scheint tatsächlich so zu sein, als könnten sie das Wort „Da“ aus meinem Mund nicht mehr hören. Na ja – das kann natürlich daran liegen, dass ich vom Auto, über den Geschirrspüler, bis zum Spielzeug der Einfachheit halber alles einfach mit „Da“ bezeichne. Meist in Verbindung mit einer fordernden Handbewegung oder dem Versuch mir etwas zu greifen. Daher habe ich heute das Wort „heiß“ in meinen Sprachschatz aufgenommen. Eignet sich unter anderem gut für Brei, Wasser und Milch. 

Um aber noch besser mit meinen Eltern und den anderen Erwachsenen kommunizieren zu können, übe ich aktuell gerade das Wort „Auto“. Da ist nicht ganz einfach kann ich Euch sagen. Ich bin also gerade fleißig am Wort „Auto“ üben, als ich im Radio folgendes höre: 

Da Da Da – Ich lieb’ dich nicht, du liebst mich nicht.
Da Da Da – Ich lieb’ dich nicht, du liebst mich nicht.
Da Da Da – Ich lieb’ dich nicht, du liebst mich nicht.
Da Da Da – Ich lieb’ dich nicht, du liebst mich nicht.

Da Da Da
Da Da Da
Da Da Da
Da Da Da

Aha
Aha
Aha

Gut, das Lied ist sicher nicht das Lieblingslied von Mama aber ich finde Stephan Remmler und Trio spitze. Hammermäßig! Welch tolles Lied! Genial! Es sollte in der Baby-Hitparade, wenn es nach mir geht, ganz, ganz oben stehen. In diesem Sinn: Da Da Da…

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Ich gebe es ungern zu: Ich bin zu einer dieser “Wir”-Tanten mutiert. Nicht in Bezug auf Noch kein Individuum?meinen liebsten Ehemann, der darf gern noch ein eigenes Individuum sein. Aber Frollein exisitiert bestürzenderweise sehr oft im Plural.

- “Wir kriegen den fünften Zahn.”

- “Wir haben heute richtig gut gegessen.”

- “Wir machen jetzt ein Nicki-Schläfchen.”

Das klingt ganz fürchterlich – aber es kommt irgendwie ganz automatisch, weil man in die ganze Angelegenheit ziemlich reingezogen wird.

Das Kind zahnt – also schläft Muddi schlecht, wenn das Kind oft aufwacht.

Das Kind isst – und lässt Muddi an ihrem Deluxe-Menü durch Weitspucken der Nahrung auf ihre Klamotten und gern auch ihr Gesicht teilhaben.

Das Kind hält ein Schläfchen – Muddi haut sich gelegentlich auch hin.

Das Kind hält kein Schläfchen – Muddi ist entsprechend auch müde.

Und so weiter und so fort. Ich bin aber zuversichtlich, dass Frollein noch bevor sie es selbst verbal einfordern kann, einen Status in der ersten Person Singular erreichen wird. Ich wollte natürlich sagen: “Wir sind da ganz zuversichtlich …”

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Immer wieder erlebe ich Frauen in der Geburtsvorbereitung, die mit dem Begriff „Damm-Massage“, der in den Büchern für Schwangere immer wieder auftaucht, kaum etwas anzufangen wissen. Da wird beschrieben, die Frauen sollen eine Damm-Massage durchführen, um den Damm elastischer zu bekommen für die Geburt. Wie und wann man diese geheimnisvolle Aktion setzen sollte, darüber gibt es in diesen Büchern oft nur spärliche Information.

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen ist jedenfalls nicht geklärt, dass die, auch regelmäßige, Durchführung einer Damm-Massage eine Geburtsverletzung am Damm verhindern könnte. Auch gibt es nicht wirklich eine standardisierte Durchführungs-Empfehlung. Ich erkläre den Frauen meist den Damm im Kontext zum Beckenboden, dass dieser sich nur soweit dehnen kann, wie die Beckenbodenmuskulatur Dehnfähigkeit besitzt und diese ist in Rückenlage beispielsweise nicht unbedingt gegeben. Auch wirkt sich ein angeleitetes Press-Manöver nicht unbedingt positiv auf das Bindegewebe am Damm aus. Wenn der Kopfumfang des kindlichen Köpfchens sehr groß ist oder die Geburt aufgrund kindlicher Parameter beschleunigt werden muss, dann ist ein Dammschnitt aber leider oft nicht zu umgehen. 

Die Damm-Massage verhindert also keinen Dammriss oder Dammschnitt, sie eignet sich aber schon ganz gut, um den Bereich rund um die Scheide kennen zu lernen, wo dann das Kind hindurch geboren werden sollte. Man kann sich mit dem „Berührt werden“ in diesem Bereich auseinander setzen und schon auch etwas sanfte Dehnung auf das Bindegewebe geben.

 Um die Damm-Massage durchzuführen, ist es günstig, mit einem Spiegel zu arbeiten. Die Durchführung geht im Sitzen oder im Stehen, mit einem Bein etwas erhöht aufgestellt, am besten. Man benetzt den Zeigefinger mit 1 – 2 Tröpfchen Damm-Massageöl und geht mit dem Daumen etwas in die Scheide ein, der Zeigefinger bleibt außen, sodass man den Damm zwischen Daumen und Zeigefinger „hält“. Dann dehnt man das Gewebe vorsichtig nach außen. Ich empfehle aufgrund der Schleimhautverträglichkeit am liebsten das „Original Ingeborg-Stadelmann-Damm-Massageöl“ bzw. ein einfaches fettes, natives Öl ohne Zusätze. Die Massage kann einige Minuten dauern und täglich durchgeführt werden, kann aber auch z.B. nur am Wochenende gemacht werden; hier gibt es keine Untersuchungen darüber, wie oft und wie lange dies geschehen sollte. 

Entscheidend ist in jedem Fall, dass außer einer angenehmen Wärme, kein Brennen oder Jucken oder eine allergische Reaktion ausgelöst werden. In diesen Fällen ist unbedingt gynäkologischer Rat einzuholen. Haben Sie in Ihrer Schwangerschaft gute oder weniger gute Erfahrungen mit diesem Thema gemacht? Schreiben Sie mir doch einen kurzen Kommentar!