Rocky IVIch habe unser Schlafexperiment ausgedehnt. Nebenbei mache ich eine Fallstudie zumThema “Wirksamkeit gängiger Anti-Depressionstherapien” - allerdings ohne Depressionen zu haben. Ich kann schon jetzt bestätigen, dass die Therapie “Schlafentzug” die Laune tatsächlich hebt. Irgendwie ist man halt ein bisschen manisch, aber besser als mit langem Gesicht in der Ecke rumzustänkern. Bevor wir also zum Bericht von letzter Nacht kommen, chnell der Hausfrauentipp an alle, die schlecht drauf sind: Einfach mal drei Stunden weniger pennen!

Ansonsten haben Nika und ich gestern quasi Bergfest gefeiert: Alle schwerwiegenderen Fälle haben so eine Woche gebraucht, bis sie den Dreh raus hatten - sollte das auch bei uns so sein, sind wir letzte Nacht also auf die Zielgerade eingebogen. Ich habe allerdings die leise Befürchtung, dass Frollein vorher noch ne Abbiegung findet oder nicht bemerkt hat, dass die letzte Runde eingeläutet ist und noch eine drauflegt. Es wird zwar alles besser, aber das Aha-Erlebnis bleibt noch aus.

20:45 h: Ab in die Heia.

1:43 h: Frollein erwacht. Interessanterweise liegen zwischen “Ich wache auf” und “Ich stelle mich im Bett hin” nur wenige Sekunden, was die Beruhigung ein wenig erschwert. Dennoch: Eine Minute “Pschpschpsch” und Gestreichel, und Frollein ratzt weiter. Allerdings nur zehn Minuten, danach folgt genau so lange Protest.

3:30 h (Glaub ich, die Erinnerung setzt gelegentlich mal aus): Ganz kurzes Gequake, einmal wieder Hinlegen. Toll!

4:45 h: Wieder Begrüßung im Stehen. Diesmal lässt sich Madame nicht so leicht wieder einlullen. Erste Zweifel am Bett: Und wenn sie doch Hunger hat? Frollein trinkt ein paar Schlucke Wasser, gierig kann man das aber nicht nennen. Nach drei Mal Aufstehen und wieder hinlegen ist um 5:05 h Ruhe.

7:00 Morgääään!

Bleibt nur die Frage: Woher nimmt das Mädchen die Energie, sich nächtens immer wieder hinzustellen? Irgendwie ist da im Kopf eine sehr enge Verknüpfung zwischen “wach” und “stehen”, und ich hab keine Ahnung, wie man die löst.