Unter dem Begriff kann man, ebenso wie bei der Geburtsvorbereitung, einiges verstehen. Auch hier gibt es nicht wirklich etwas „Standardisiertes“.

Grundsätzlich sollte jede Frau nach der Geburt oder nach einem Kaiserschnitt eine Rückbildungsgruppe besuchen. Die Gruppe bietet Platz zum Austausch unter den Teilnehmerinnen, was in dieser sensiblen Zeit des Wochenbettes sehr wichtig ist. Bei mir sind die Gruppen mit 8 Teilnehmerinnen limitiert und immer abends für eine Stunde ohne Babys. Die Teilnehmerinnen bleiben immer die gleichen, damit auch etwas Persönliches entstehen kann und wir den Schwierigkeitsgrad bis zum Kursende etwas steigern können. Auch ist es immer günstig, wenn die Frauen in etwa zur gleichen Zeit geboren haben, weil dann die Schwerpunkte der Körperarbeit ähnlich liegen.

Da es sich bei der Rückbildung nicht um die Verbesserung der allgemeinen Fitness handelt, kann diese Arbeit auch nicht von Sportvereinen oder Fitnesscentern übernommen werden. Dazu braucht es, ebenso wie bei der Geburtsvorbereitung, ausgebildete Fachpersonen.

In einer guten Rückbildungsarbeit, die von Physiotherapeuten oder Hebammen geleitet wird, sollte folgenden Schwerpunkten unbedingt Beachtung geschenkt werden:

- Arbeit an der Atmung als treibende Kraft für den Beckenboden
- Arbeit am Beckenboden
- Arbeit an der Bauch- und Rückenmuskulatur
- Rückbildungsfreundliche Lagerungen
- Kreislaufgymnastik
- Information über die Pflege von Narben
- Vermittlung von Fachpersonen bei Problemen mit dem Stillen, den Narben an Damm oder Bauch oder mit dem Kind
- Alltagstipps für das beckenboden-schonende Heben und Tragen

Haben Sie gute oder weniger gute Erfahrungen mit einer solchen Gruppe gemacht – ich bin neugierig auf Ihren Kommentar….