Archiv für April, 2008

Verfasst von Susann am 08 Apr 2008

Das Wir-Gefühl

Ich gebe es ungern zu: Ich bin zu einer dieser “Wir”-Tanten mutiert. Nicht in Bezug auf Noch kein Individuum?meinen liebsten Ehemann, der darf gern noch ein eigenes Individuum sein. Aber Frollein exisitiert bestürzenderweise sehr oft im Plural.

- “Wir kriegen den fünften Zahn.”

- “Wir haben heute richtig gut gegessen.”

- “Wir machen jetzt ein Nicki-Schläfchen.”

Das klingt ganz fürchterlich - aber es kommt irgendwie ganz automatisch, weil man in die ganze Angelegenheit ziemlich reingezogen wird.

Das Kind zahnt - also schläft Muddi schlecht, wenn das Kind oft aufwacht.

Das Kind isst - und lässt Muddi an ihrem Deluxe-Menü durch Weitspucken der Nahrung auf ihre Klamotten und gern auch ihr Gesicht teilhaben.

Das Kind hält ein Schläfchen - Muddi haut sich gelegentlich auch hin.

Das Kind hält kein Schläfchen - Muddi ist entsprechend auch müde.

Und so weiter und so fort. Ich bin aber zuversichtlich, dass Frollein noch bevor sie es selbst verbal einfordern kann, einen Status in der ersten Person Singular erreichen wird. Ich wollte natürlich sagen: “Wir sind da ganz zuversichtlich …”

Verfasst von Monika Siller am 06 Apr 2008

Damm-Massage

Immer wieder erlebe ich Frauen in der Geburtsvorbereitung, die mit dem Begriff „Damm-Massage“, der in den Büchern für Schwangere immer wieder auftaucht, kaum etwas anzufangen wissen. Da wird beschrieben, die Frauen sollen eine Damm-Massage durchführen, um den Damm elastischer zu bekommen für die Geburt. Wie und wann man diese geheimnisvolle Aktion setzen sollte, darüber gibt es in diesen Büchern oft nur spärliche Information.

Aus wissenschaftlichen Untersuchungen ist jedenfalls nicht geklärt, dass die, auch regelmäßige, Durchführung einer Damm-Massage eine Geburtsverletzung am Damm verhindern könnte. Auch gibt es nicht wirklich eine standardisierte Durchführungs-Empfehlung. Ich erkläre den Frauen meist den Damm im Kontext zum Beckenboden, dass dieser sich nur soweit dehnen kann, wie die Beckenbodenmuskulatur Dehnfähigkeit besitzt und diese ist in Rückenlage beispielsweise nicht unbedingt gegeben. Auch wirkt sich ein angeleitetes Press-Manöver nicht unbedingt positiv auf das Bindegewebe am Damm aus. Wenn der Kopfumfang des kindlichen Köpfchens sehr groß ist oder die Geburt aufgrund kindlicher Parameter beschleunigt werden muss, dann ist ein Dammschnitt aber leider oft nicht zu umgehen. 

Die Damm-Massage verhindert also keinen Dammriss oder Dammschnitt, sie eignet sich aber schon ganz gut, um den Bereich rund um die Scheide kennen zu lernen, wo dann das Kind hindurch geboren werden sollte. Man kann sich mit dem „Berührt werden“ in diesem Bereich auseinander setzen und schon auch etwas sanfte Dehnung auf das Bindegewebe geben.

 Um die Damm-Massage durchzuführen, ist es günstig, mit einem Spiegel zu arbeiten. Die Durchführung geht im Sitzen oder im Stehen, mit einem Bein etwas erhöht aufgestellt, am besten. Man benetzt den Zeigefinger mit 1 – 2 Tröpfchen Damm-Massageöl und geht mit dem Daumen etwas in die Scheide ein, der Zeigefinger bleibt außen, sodass man den Damm zwischen Daumen und Zeigefinger „hält“. Dann dehnt man das Gewebe vorsichtig nach außen. Ich empfehle aufgrund der Schleimhautverträglichkeit am liebsten das „Original Ingeborg-Stadelmann-Damm-Massageöl“ bzw. ein einfaches fettes, natives Öl ohne Zusätze. Die Massage kann einige Minuten dauern und täglich durchgeführt werden, kann aber auch z.B. nur am Wochenende gemacht werden; hier gibt es keine Untersuchungen darüber, wie oft und wie lange dies geschehen sollte. 

Entscheidend ist in jedem Fall, dass außer einer angenehmen Wärme, kein Brennen oder Jucken oder eine allergische Reaktion ausgelöst werden. In diesen Fällen ist unbedingt gynäkologischer Rat einzuholen. Haben Sie in Ihrer Schwangerschaft gute oder weniger gute Erfahrungen mit diesem Thema gemacht? Schreiben Sie mir doch einen kurzen Kommentar!

Verfasst von Elfriede Seiwald am 03 Apr 2008

Reisen in der (Früh)schwangerschaft

Da ich immer schon gerne gereist bin kann ich Ihnen zu jedem Kapitel meine eigene Geschichte erzählen. Man möchte meinen für mich als Hebamme und Gastronomin und 3fache Mutter kein Problem aber es gab dennoch viele Überraschungen die ich Ihnen gerne ersparen möchte.

Im Jänner 1999 beschlossen mein Mann und ich zu heiraten. Nach 3 Jahren Kinderwunsch mit allen möglichen Therapien waren wir uns sicher das wir auch ohne Babys ein Ehepaar sein möchten. Ich begann mit den Vorbereitungen und kaufte mir mein Hochzeitskleid Größe 36, eng geschnitten. 14 Tage später war ich schwanger! Meine Schwiegermutter buchte uns als Geschenk eine Traumreise – 16 Tage Malediven. Klingt herrlich wäre mir nicht so schrecklich übel gewesen. Der Arzt erlaubte mir den Flug. Ich war in der 12. SSW und alles schien in bester Ordnung. Nur Tauchen,- tauchen ist verboten – also schnorcheln.

Der Flug war ganz in Ordnung, die Maschine fast leer und die Crew schlecht gelaunt. Macht nichts, ich hatte genug Platz um immer wieder meine Beinübungen zu machen – Trombosegefahr – und um mich nach der Hochzeitsnacht gut auszuschlafen. Auch der zweite Flug mit einer kleine Wassermaschine verlief besser als erwartet denn die Anstrengung der letzten Tage hatten mich in eine leichte Trance versetzt. 

Es erwartete uns ein wunderschöner Club, Sonne und Palmenstrand und auch unser Bungulow war sehr komfortabel. Obwohl ich mich sehr auf diesen Urlaub in der Schwangerschaft gefreut hatte entwickelte sich einiges dann anders als erwartet. Das Essen war relativ scharf und für mich schlecht verträglich. Das Klima und die Hitze  belasteten meinen Kreislauf so sehr das mir schon beim Tischtennis spielen schwarz vor den Augen wurde. In den ersten 5 Tagen lag ich am weißen Strand, schnorchelte rund um das abgestorbene Hausriff ( El Ninjo) und laß 5 Bücher wärend mein Mann sich mit der jungen asiatischen Tauchlehrerin an den  Wunder des Meeres erfreute. 

Am Tag Nummer 6 nahm ich an einer Bootsfahrt teil (leider) was meinem Magen nicht gefiel und nachdem ich Haialarm ausgelöst hatte – mein Mann war im Wasser – war klar das auch meine Nerven an der Grenze waren. Der Hai war übrigens ein Delphin! Tag Nummer 7 bis 10 wurden zur ersten Bewährungsprobe unserer jungen Ehe. Ich wollte kein Buch mehr lesen und  keine Palmen mehr sehen! Die Fische am Hausriff kannte ich nun schon persöhnlich und beim Vornamen! Das Essen war in meiner Situation einfach das falsche und die Süßigkeiten als Ersatz wirkten sich auf meine Bikinischwangerenfigur aus. Sport und Kreislauf konnten sich bei diesen Temperaturen nicht anfreunden. Ich hatte die Nase voll – ich muß hier weg.  Der nächste Flug nach Europa war Berlin Schönefeld. Auch mein Mann war bereit seine körperlich und psychisch verstimmte eben “Schwangere” Gattin nach hause zu bringen. 

Hotel Babymio Urlaub in der Schwangerschaft.jpgDie letzte Hürde war das Schnellboot das uns zur Abfluginsel brachte. Es war 5 Uhr morgens und der junge Mann vor mir kotzte sich die Seele aus dem Leib. Entschuldigen Sie bitte diesen Ausdruch doch ich kann es auch nach vielen Jahren noch nich anders beschreiben. Ich glaube Sie können es sich vorstellen wie es mir junger Ehefrau 13 SSW dabei ging und was sich mein Liebster von mir anhören mußte. Ich war so mitgenommen das ich auch den Heimflug kaum warnahm, die Crew war übrigens immer noch schlecht gelaunt. In Berlin bin ich dann noch bei Rot über die Ampel gelaufen was nun auch die Nerven meines Mannes überforderte und Ihn dazu bracht seine junge Familie auf den schnellsten Weg nach Hause zu bringen. Auch die Versicherung hatte Einsehen mit meiner Situation und zahlte ohne Murren die Flugumbuchung und den extra Flug Berlin – München. 

Ich möchte Sie damit nur darauf hinweisen das weit mehr zu bedenken ist als nur die Trombose Gefahr! Achten Sie darauf das Sie als Schwangere viele neue körperliche und psychische Bedürfnisse haben. Auch diese Erfahrungen haben mich bestärkt das Babymio zu eröffnen. Ein Hotel in dem Schwangere Mutter und Väter und dann auch Babys unbeschwerte Tage erleben können. Auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

Verfasst von Philip am 03 Apr 2008

An apple a day keeps the doctor away

Essen im Babyalter ist nicht einfach!Ein Apfel am Tag hält also den Arzt fern. Gut. Soll mir nur recht sein. Seit einigen Tagen ist es nämlich so weit. Ich interessiere mich mehr und mehr für die Dinge die meine Eltern und all die anderen Erwachsenen rund um mich so essen. Ab sofort soll es nun auch bei mir etwas „Handfesteres“ sein. Mein „Einstiegsfutter“ – Karotten nämlich - haben ihren Dienst geleistet. Das darin enthaltene Beta-Karotin hat voll zugeschlagen. Ich habe mittlerweile nicht nur eine orange-rote Gesichtshaut, sondern auch der Windelinhalt hat eine deutliche Karottenfärbung angenommen. Daher ist es jetzt hoch an der Zeit meinen Speiseplan zu erweitern. 

Tja, und so kau ich halt nun regelmäßig z.B. an Äpfeln rum. Gar nicht so einfach, mit exakt 6 Zähnen die noch dazu nicht immer machen was ich will. Um meinen „apple a day“ zu schaffen bedarf es tatsächlich manchmal fast eines ganzen Tages. Mühsam beiße ich Stück für Stück vom Apfel ab. Dazwischen muss natürlich intensiv gespielt werden. Der Apfel findet das offensichtlich gar nicht gut, denn wenn ich ihn länger nicht beachte, dann nimmt auch er die Farbe meines Windelinhalts an. Eigenartig, was. Dies hindert mich aber nicht daran, das Ding Stunden später weiter zu essen und zu bearbeiten. Denn der liebe Onkel Doktor kann mir ruhig gestohlen bleiben… 

Verfasst von Karin am 02 Apr 2008

Dreimonatskoliken

Hallo!!!

Fürs erste stelle ich mal ein paar interessante Links rein, für alle die gerne „surfen“ und deren Babys Probleme mit dem Bäuchlein haben.

http://www.dreimonatskolik.de/index.html
http://www.netdoktor.de/krankheiten/dreimonatskoliken-kind-ursachen.htm
http://www.osteopathie-kempten.de/behandlungvonsaeuglingen.htm

Da auf vielen Seiten auch Tipps und Erfahrungsberichte von nicht ausgebildeten Personen zu finden sind, bitte achtet auf Durchführbarkeit und eventueller, nicht erwünschter Nebenwirkungen dieser gut gemeinten Ratschläge!

So, und nun muß ich schlafen gehen, hab heute Nachtdienst. Mal sehen, was mich erwartet. Alles Liebe und Gute Nacht!

Verfasst von Susann am 01 Apr 2008

Zapping durchs Familienleben

Ich weiß: Es ist eigentlich fies, über Väter zu lästern. Aber man muss anerkennen, dass sie immer wieder ausgesprochen lustige und/oder zur Verzweiflung treibende Beiträge zum Thema Umgang mit dem Nachwuchs leisten. Eine Zappingtour durchs Jungfamilien-Fernsehen.

Programm 1:

Muddi und Vaddi beim Mittagessen. Vaddi ist gerade aus seinem Home-Office-Büro erschienen. Muddi beklagt sich.

Sie: „Das Kind ist heute total quengelig.“
(Um diese These zu untermauern, mault Kind kräftig vor sich hin.)
Er: „Oh ja, ich sehe es. Ich bin dann gleich wieder am Schreibtisch.”
Sie: „Man kann ihm gar nichts recht machen. Alles ist doof und wird benörgelt.“
Er: „Hast du es schon mal mit Strenge versucht?“
Sie: „….?“ (Anmerkung der Redaktion: Das Kind ist fünf Monate alt)
Er: „Na, indem du sagst: NEIN, so geht das nicht!“ (Baut sich vor dem Baby auf. Baby guckt verständnislos, nörgelt um so lauter weiter)
Sie: „Klappt super.“

Programm 2:
Muddi und Vaddi beim Frühstück. Beide sind todmüde, das Kind hat sich in der Nacht ständig gemeldet.

Er: „So geht das nicht weiter, wir müssen jetzt mal dieses Schlafprogram durchziehen! Ich komme überhaupt nicht zum Schlafen!“ (Anmerkung der Redaktion: Was soll erst die Mutter sagen? Sie stillt nebenbei auch noch)
Sie: „Also, ich traue mir nicht zu, in der Nacht zwei Stunden das Kind zu beruhigen und konsequent zu bleiben.“ (denkt sich: Und du verlierst ja zu normalen Zeiten schon nach 20 Minuten die Geduld, wie willst du das erst hinkriegen?)
Er: „Na, um das zu schaffen, muss man natürlich ausgeruht sein.“
Sie: „Aha.“ (denkt sich: Sehr witzig. Das beißt sich in den Schwanz.)

Programm 3:
Muddi und Vaddi am Abend. Das Kind heult auf Vaddis Arm.

Er: „Das Kind weint.“
Sie: „Ich höre es.“
Er: „Nimm du sie mal.
Sie: „Warum?”
Er: „Na, weil sie zu dir doch eine viel engere Bindung hat. Bestimmt hört sie dann gleich auf.“
Sie: (denkt sich: Ein billiger Trick, um sich aus der Verantwortung zu stehlen.)

Programm 4:
Vaddi kommt von der Arbeit. Muddi hat ihre Sporttasche schon gepackt und freut sich tierisch, nach dem langen Tag mit unausgeglichenem Kind endlich was für sich tun zu können.

Er: „Ohhh, ich mein Tag war sooooo anstrengend. Und ich habe solche Kopfschmerzen! Ich glaub, ich muss mich hinlegen.“
Sie: „Aber wir hatten doch besprochen, dass ich zum Sport gehe?! Ich freu mich schon den ganzen Tag darauf!“
Er: „Jaaa, aber mir geht es wirklich schlecht! Können wir das nicht auf morgen verschieben?“
Sie: (geht ins Schlafzimmer und heult dort eine halbe Stunde auf dem Bett)
Er: (denkt sich: Hysterische Kuh. Mein Tag war viel anstrengender als deiner!)

« Prev