Verfasst von Susann am 19 Mai 2008 um 01:49 pm
Gedanken zur Nacht
Interessant, an was man so denkt, während man nachts leichtbekleidet neben dem Bett hockt und vergeblich versucht, seinen eingeschlafenen Arm aus der Umklammerung des Nachwuchses zu lösen (unerwähnt kann bleiben, dass man vor der Geburt fest davon überzeugt war, so einen Mumpitz NIE zu machen! Ein Baby müsse schließlich selbst zurechtkommen, huhaaahaaa).
“Ich sollte ein paar Beckenbodenübungen machen, dann nutze ich die Zeit wenigstens.”
“Flanellschlafanzüge haben durchaus etwas für sich. Kommt nur auf die Situation an.”
“Wie schaffen es Pferde bloß, im Stehen zu schlafen, wenn ich es nicht mal sitzend hinbekomme?”
“Immerhin beißt sie mich gerade nicht.” (Anmerkung: Frollein probiert ihre Zähne mit Vorliebe am mütterlichen Fleisch aus. Keine Ahnung, ob das besonders knusprig ist, auf alle Fälle weiß ich zu berichten, dass acht Zähne höllisch weh tun können. Und das Fiese ist, dass sie das am liebsten macht, wenn man sie gerade auf dem Arm hat oder irgendwo steht und plötzlich einen stechenden Schmerz in der Wade spürt. Was soll man da machen? Kind wegwerfen oder treten? Wohl eher nicht. Schlaues Biest!)
… und während man so denkt, tickt die Uhr unaufhörlich weiter und das Aufstehen rückt näher und näher und man sendet noch schnell einen kleinen frommen Wunsch in die Nacht, dass die Kleine vielleicht, ganz vielleicht ja bis halb acht schlafen könnte?
P. S. Wunsch blieb unerfüllt. Sechs Uhr ist definitiv nicht halb acht.


kaleema am 19 Mai 2008 um 15:03 #
Die kann Dir in die Wade beißen, während Du sie auf dem Arm hast?! Alle Achtung! *bg*
Warum können Mutter nicht mit wenigstens einer Hirnhälfte schlafen, während die andere wacht? Jede blöde Ente kann das. Und ist es nicht immer wieder tröstlich, wenn man sich daran erinnert, wie wir dachten, dass die Dinge laufen sollten, als wir noch schwanger waren? Man soll die Kinder ja auch mal schreien lassen und so? Hach ja, herrlich!