Eigentlich bin ich ganz lieb…Interessant, an was man so denkt, während man nachts leichtbekleidet neben dem Bett hockt und vergeblich versucht, seinen eingeschlafenen Arm aus der Umklammerung des Nachwuchses zu lösen (unerwähnt kann bleiben, dass man vor der Geburt fest davon überzeugt war, so einen Mumpitz NIE zu machen! Ein Baby müsse schließlich selbst zurechtkommen, huhaaahaaa).

“Ich sollte ein paar Beckenbodenübungen machen, dann nutze ich die Zeit wenigstens.”

“Flanellschlafanzüge haben durchaus etwas für sich. Kommt nur auf die Situation an.”

“Wie schaffen es Pferde bloß, im Stehen zu schlafen, wenn ich es nicht mal sitzend hinbekomme?”

“Immerhin beißt sie mich gerade nicht.” (Anmerkung: Frollein probiert ihre Zähne mit Vorliebe am mütterlichen Fleisch aus. Keine Ahnung, ob das besonders knusprig ist, auf alle Fälle weiß ich zu berichten, dass acht Zähne höllisch weh tun können. Und das Fiese ist, dass sie das am liebsten macht, wenn man sie gerade auf dem Arm hat oder irgendwo steht und plötzlich einen stechenden Schmerz in der Wade spürt. Was soll man da machen? Kind wegwerfen oder treten? Wohl eher nicht. Schlaues Biest!)

… und während man so denkt, tickt die Uhr unaufhörlich weiter und das Aufstehen rückt näher und näher und man sendet noch schnell einen kleinen frommen Wunsch in die Nacht, dass die Kleine vielleicht, ganz vielleicht ja bis halb acht schlafen könnte?

P. S. Wunsch blieb unerfüllt. Sechs Uhr ist definitiv nicht halb acht.