Eines muss einmal ganz deutlich hervorgehoben werden: Der Kaiserschnitt ist eine Bauchoperation, die nicht nur eine oberflächliche Hautnarbe an der Schamhaargrenze, sondern auch Narben an der Gebärmutter und dem Gewebe zwischen dieser und der Haut hinterlässt. Von den vielen Frauen und Kindern, die auch ein seelisches Problem damit verbinden, ganz zu schweigen.

Die Frauen mit einem Kaiserschnitt, haben oft das Gefühl, nicht zu einer Rückbildungsgruppe zu passen, da der Beckenboden ja scheinbar kein „Problem“ abbekommen hat. Sehr viele dieser Frauen haben aber ein „Bauch-Narbenproblem“: sie spüren den Bereich rund um die Narbe taub oder gar nicht; es ist ihnen unangenehm, wenn das Baby die Narbe beim Herumtragen mit den Füßchen berührt. Die Narbe brennt oder kann sich nicht dehnen, wie die übrige Haut. Manche Frauen haben auch dubiose Rücken- oder Leistenprobleme, die sich über die Arbeit an der Narbe sehr schnell beeinflussen lassen. Oft sieht man auch noch lange nach der Kaiserschnitt-Entbindung eine Schwellung unter der Narbe oder Einziehungen derselben. 

Ich habe mich mit diesen Narben intensiv auseinander gesetzt und habe begonnen, alle Frauen, die bei mir Hilfe diesbezüglich suchten, gleich nach der Naht- oder Klammerentfernung, mit einem Kinesio-Tape zu kleben, nachdem ich sie angeleitet habe, die Narbe jeden Tag mit einer speziellen Salbe einzuschmieren und weich zu bewegen. Auch hat sich die manuelle Lymphdrainage und energetische Arbeit an der Narbe sehr gut bewährt. Um die Problematik der inneren Schichten zu verbessern, eignen sich aus meiner Sicht vor allem viscerale und fasziale Techniken sowie spezifische Lagerungen. 

Nicht zu vergessen ist aber in jedem Fall, dass alle diese Frauen nach dem Kaiserschnitt ebenso, wie eingangs erwähnt,  eine Rückbildungsarbeit brauchen – schwanger waren sie ja alle und der Bauch und die Beckenbodenmuskulatur arbeiten immer zusammen! 

Wenn Sie selbst davon betroffen sind oder Ihre Bauchnarbe Probleme macht, ich freue mich auf Ihre Anfragen!