Was kann man gegen Schwangerschaftsstreifen tun? Wie kann ich Schwangerschaftsstreifen vorbeugen? Wie verhindere ich Schwangerschaftsstreifen? Dies und ähnliche Fragen gehören zu den „Klassikern“ in jedem Geburtsvorbereitungskurs. Schwangerschaftsstreifen sind für viele Frauen eines der ganz großen Schreckgespenster im Rahmen der Schwangerschaft. Grund genug die Striae gravidarum ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Schwangerschaftsstreifen entstehen, wenn sich die Haut während der Schwangerschaft schnell ausdehnen muss und dabei überdehnt wird. Bei dieser Dehnung des Unterhautgewebes entstehen Risse, durch die Blutgefäße als breite, blaurote Streifen durchschimmern. Bei den meisten Schwangeren treten diese an den Hüften, am Bauch, am Gesäß, den Oberschenkeln sowie der Brust auf. Bei den meisten? Ja, bei den meisten! Denn bei den Schwangerschaftsstreifen kommt der persönlichen Veranlagung eine gewichtige Rolle zu. Wenn es in Ihrer Familie also nie Probleme mit selbigen gegeben hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass es bei Ihnen zu Dehnungsrissen kommt, auch sehr gering. Sind Sie durch Mutter oder Großmutter allerdings erblich mit einer Bindegewebeschwäche vorbelastet, dann steigt die Möglichkeit einer Striae gravidarum-Neigung entsprechend. Deshalb sollte man im Vorfeld einer Geburt großteils doch mit Schwangerschaftsstreifen rechnen. Auch eine starke Gewichtszunahme begünstigt deren Auftreten. Was in Ihren Augen zunächst ganz fürchterlich erscheint, wird sechs Monate später schon sehr viel besser aussehen! 

Aber werdende Mütter können der Bildung von Schwangerschaftsstreifen bis zu einem gewissen Grad auch vorbeugen. Während der Schwangerschaft produziert der weibliche Körper in der Nebennierenrinde vermehrt das Hormon Kortison. Diese Tatsache verringert die Elastizität der Haut bei Schwangeren. Wenn Sie regelmäßig ab dem vierten Monat mit hochwertigen Cremes, Ölen oder Lotionen Ihre Haut pflegen, wird diese geschmeidiger bleiben. Spezielle Schwangerschaftsstreifenöle machen solche Massagen sehr angenehm, welche sicherlich gerne Ihr Partner macht. Auch wenn die Streifen nicht ganz vermeidbar sind, so kann man mit gesunder Ernährung, Gewichtskontrolle und Wirkstoffpflege durchaus vorbeugen. Sehr empfehlenswert wäre eine ausgewogene Ernährung. Diese sollte bei werdenden Müttern besonders reich an Proteinen und Vitamin C sein. Beides unterstützt nämlich die Kollagenbildung und somit die Elastizität Ihres Bindegewebes. Eine gute Durchblutung der Haut fördert ebenfalls deren Elastizität während der Schwangerschaft. Daher sind Schwimmen aber auch Gymnastik und Trockenbürstenmassagen bei werdenden Mamas auch sehr beliebt.

Nach der Schwangerschaft verblassen die Schwangerschaftsstreifen ällmählich und bilden sich, wenn auch oft nicht vollständig, zurück. Die anfängliche rote Färbung geht zurück und es bleiben kleine, feine Linien, die fast wieder Ihre Hautfarbe annehmen, über. 

Also, Kopf hoch! Wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Mit Ihren Schwangerschaftsstreifen sind Sie eben nicht allein. Und was heute für Sie persönlich ganz schlimm aussieht und schier unakzeptabel scheint, ist in rund sechs Monaten schon kaum mehr zu erkennen. Zu einem beliebten Wegbegleiter in der Schwangerschaft werden die Striae gravidarum wohl auch nicht werden, aber wenn man rechtzeitig ein Auge darauf hat, dann braucht man auch keine Angst davor zu haben.       

Und noch ein Tipp: Legen Sie in der Schwangerschaft besonders viel Wert auf körperliches und seelisches Wohlbefinden, auch in Hinblick auf die Gesundheit Ihres Kindes. Gönnen Sie sich daher vielleicht noch eine schöne Massage, einen erholsamen Urlaub in der Schwangerschaft oder einfach viel Zeit mit Ihrem Partner. Lassen Sie sich verwöhnen!