Ab dem Moment in dem ich erfuhr, dass ich schwanger sei, kreisten meine Gedanken unaufhörlich um dieses Thema, insbesondere wie ich meine Schwangerschaft gestalten würde. Schon bald blieb ich beim Thema Yoga haften, anfangs widerwillig, dann erfuhr ich aber immer mehr darüber.

Mir wurde erklärt, dass ich mit Yoga mein eigenes Wohlbefinden und damit das meines Kindes steigern würde und was mir am wichtigsten war, viele Frauen erzählten, dass ihnen Yoga ungeheuer bei der Geburt geholfen hat. Da ich nicht gerade wenig Angst vor den Geburtsschmerzen hatte, war mir eigentlich jedes Mittel recht um diese zu mindern. ’Körper, Geist und Seele in Harmonie bringen’ - das klang so hübsch und ich freute mich auf entspanntes Atmen - denn als solches sah ich es.  

Inzwischen weiß ich viel mehr, denn natürlich haben meine Freundin und ich uns sofort zum Kurs ‘Yoga für Schwangere‘ angemeldet. Vor der ersten Stunde haben wir vorher noch ein riesengroßes Frühstück verspeist und so voll gegessen trudelten wir bei unserer Lehrerin Meike ein. Da wurde gemütlich auf Matten gesessen, geplaudert und man stellte sich gegenseitig vor - sehr gemütlich. Ich fragte mich schon wann denn die Atmerei beginnen würde. Stattdessen begannen wir mit Übungen die anfangs sehr ungewohnt für uns waren - richtig anstrengend. So hatte ich mir das zwar nicht vorgestellt, aber ich merkte sofort, dass mir und meinem Baby das absolut gut tat. Was uns nicht so gut tat war das Frühstück in unserem Bauch! 

Warum Yoga in der Schwangerschaft?

- die Elastizität der Wirbelsäule wird gesteigert
- die Gelenke werden beweglicher
- die Muskeln werden entspannt, gekräftigt und reichlich durchblutet
- die Organ- und Drüsentätigkeit wird angeregt und harmonisiert
- das Lymphsystem und der Stoffwechsel werden angeregt
- das Immunsystem wird gestärkt
- Kreislauf und Blutdruck werden normalisiert und stabilisiert
- Das Nervensystem wird harmonisiert 

Dazwischen immer wieder das Zauberwort Beckenboden - sehr wichtig in der Schwangerschaft! 

Wir kamen regelrecht ins Schwitzen, aber es war absolut auf unsere ‘Umstände’ angepasst und machte auch Spass. Danach kamen dann die von mir schon erwarteten Atemübungen. Kaum zu glauben wie gut das tat und wir erfuhren wieder, dass wir unserem Körper und unserem Baby etwas wirklich sehr gutes taten:

Das Atmen

- normalisiert den Blutdruck
- reinigt das Blut
- harmonisiert und stabilisiert das Nervensystem
- erhöht die Sauerstoffaufnahme
- wirkt auf die Psyche beruhigend; beruhigt Gedanken und Gefühle
- löst energetische Blockaden
- wirkt Stress, Nervosität und Depressionen entgegen 

Ich muss dazu sagen, dass unsere Yoga Lehrerin wenig Wert auf Meditation legte, was mir auch ganz recht war - sie legte mehr Wert auf Gedanken und Erfahrungsaustausch wenn wir eine Verschnaufpause machten. Ich persönlich, obwohl ständig am lesen und informieren habe viele Anregungen im Gespräch mit den anderen werdenden Müttern bekommen und das alles in Kombination - die Übungen, die Entspannung und das Plaudern - war einfach perfekt. Hatte man ein aktuelles Wehwehchen, z. B. Hüftschmerzen, hatte Meike sofort eine Übung parat um die Schmerzen zu lindern und das hat fast immer geholfen. 

Alles in allem kann ich Yoga in der Schwangerschaft nur jedem empfehlen, es tut aus so vielen Gründen gut. Wir haben uns wirklich bis zum Ende unserer Schwangerschaft zum Kurs geschleppt, natürlich haben wir nicht auf unser großes Frühstück verzichtet, allerdings haben wir immer bis nach der Stunde gewartet. Man lernt ja dazu!