Verfasst von Karin am 18 Jul 2008 um 12:00 am
Schwere Beine in der Schwangerschaft
Ein Kind erwarten, schwanger zu sein ist für Frauen wohl das größte Wunder im Leben. Eine Schwangerschaft kann Flügel verleihen und richtig glücklich machen. Aber auch Ängste und Unsicherheit gehören zu dieser sensiblen Lebensphase. Für den Körper bedeuten die 40 Wochen bis zur Geburt allerdings einen Ausnahmezustand. Auch der weibliche Körper muss sich enorm umstellen und greift deshalb vermehrt die Mineralstoffreserven ihres Körpers an. Ergebnis: Die Hormone fahren Achterbahn, die Zukunft erscheint glücklich und schwierig zugleich.
Bestens versorgt mit wohlgemeinten Ratschlägen und Sprüchen, was Ernährung und vor allem Schwangerschaftsprobleme betrifft, erleben, erlieben und erdulden werdende Mütter das kommende Mutterglück. Die Tage und Nächte von Schwangeren gestalten sich sehr unterschiedlich, je nach Herkunft und Lebenshintergrund. Für fast alle Frauen ist die Schwangerschaft eine Zeit, die geprägt ist von typischen Schwangerschaftsbeschwerden, wie müden Beinen, anhaltenden Blasendruck mit verstärktem Harndrang, Erbrechen, etc.
Spricht man mit schwangeren Frauen, so fällt auf, dass sehr viele Schwangere an müden geschwollenen Beinen leiden. Denn durch die Schwangerschaftshormone kommt es zu einer größeren Dehnbarkeit und Weitstellung der Venen. Die wachsende Gebärmutter übt einen immer größer werdenden Druck auf die unteren Gefäße aus. Beide Faktoren führen dazu, dass die Beine im Laufe des Tages immer schwerer werden. Wem dieses Problem sehr zu schaffen macht oder eine Neigung zu Krampfadern hat, sollte zu Kompressionsstrümpfen greifen. Tatsächlich sind die so genannten „Stützstrümpfe“ die wichtigste Hilfe bei schweren Beinen, bei schon vorhandenen Krampfadern müssen sie konsequent getragen werden!
So helfen sie Ihren Füßen auf die Beine:
Frau sollte so oft wie möglich die Beine hoch lagern, damit sich Stauungen auflösen können! Aber auch kalte Beingüsse und Wadenwickel mit Essig wirken entlastend. Ebenfalls sehr empfehlenswert sind sanfte Einreibungen mit Rosskastanien- oder Ringelblumensalbe. Massieren Sie dabei Ihre Beine immer zum Herzen hin! Im Sommer z.B. auch mit kühlendem Gel. Selbst über die Ernährung können Sie sich Gutes tun, denn Lauch, Spargel, Kartoffeln, Gurken und Reis wirken entwässernd! Scharfe Gewürze sowie stark gesalzene Speisen sind bei schweren Beinen in der Schwangerschaft besser zu meiden.
Zu den absoluten Dont´s in der Schwangerschaft gehören heiße Bäder, langes Stehen und Sitzen. In diesem Sinne „Liebe Grüße an die Füße“ und an alle werdenden Muttis.
Sollten Ödeme (=Wassereinlagerungen) bei den Beinen und auch bei den Händen auftreten, ist deren Abklärung wichtig, da diese kombiniert mit erhöhtem Blutdruck, Leber – und Nierenfunktionsstörungen (erhöhte Leberwerte, Eiweiß im Harn) auf eine Schwangerschaftserkrankung, die sogenannten Gestose (Präeklampsie) hinweisen können.


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