Die Frage, ob Sexualität und Schwangerschaft zusammen passen, ist bei genauerer Betrachtung eigentlich ziemlich überflüssig… 

Das Kind wird durch den Beischlaf gezeugt und befindet sich dann während der Schwangerschaft in einem bestens geschützten Raum in der Gebärmutter. In der Fruchtblase befindet sich das Fruchtwasser, darin bewegt sich das Baby im schwerelosen Raum. Der innere und der äußere Muttermund sind in der Schwangerschaft bis gegen das Ende physiologischer Weise geschlossen.  

Viele werdende Väter haben aber immer wieder Bedenken, das Kind könnte die Stoßbelastungen während des Geschlechtsverkehrs nicht tolerieren – da kann ich alle Zweifelnden beruhigen – jeder Atemzug der Mutter übt über das Zwerchfell „mehr Druck“ auf das Ungeborene in seiner Gebärmutter aus. Auch kann das Sperma in der Schwangerschaft nur dann Wehen auslösen, wenn die Gebärmutter schon für Wehen bereit ist. Damit hätte man dann auch eine natürliche und „angenehme“ Möglichkeit, die Geburt „einzuleiten“, wenn man sich zeitlich am errechneten Geburtstermin befindet. Vorsicht ist nur dann gegeben, wenn der oder die Gynäkologin frühzeitige Wehen feststellt. Dann würde Geschlechtsverkehr natürlich auch die Geburt „einleiten“, was hier nicht unbedingt erwünscht wäre. 

Viele Frauen haben gerade in der Schwangerschaft ein verstärktes Bedürfnis nach ganz “naher“ Nähe und genießen die Zeit zu zweit im Bett mehr als vor der Schwangerschaft. Genießen Sie doch die Zweisamkeit mit dem veränderten, wunderschönen Frauenkörper - schließlich ist ihre Beziehung das Fundament der zukünftigen kleinen Familie! 

Und übrigens: Beim Orgasmus werden Opiate vom Hormonsystem ausgeschüttet. Diese erzeugen „Bindung“ zwischen den Partnern und das ist schon ein kleiner Vorgeschmack auf die unmittelbare Zeit nach der Geburt. Diese Opiate sind nämlich nach der Geburt (in der Bondingphase) auch für die Bindungsfähigkeit der Mutter zum Kind verantwortlich. Da gibt es dann natürliches Opiat im Überfluss – freuen Sie sich darauf!