Im einen Moment zu Tode betrübt und im nächsten schon wieder himmelhoch jauchzend: Bei schwangeren Frauen schwanken die Gefühle häufig von einem Extrem ins Andere, kein Wunder, die Hormone wirken auch auf das seelische Wohlbefinden. Trotz großer Freude auf das Baby reagiert man sensibler und Tränen sind keine Ausnahme. Für den Partner kommen diese Ausbrüche mehr oder weniger grundlos, jedoch sollte es im zweiten Schwangerschaftsdrittel besser werden.

Abgesehen von großen Gefühlsausbrüchen beim Fernsehen, hab ich mich ganz gut gehalten. Nur von der 20. bis zur 22. Woche war ich am Boden zerstört. Ich war gereizt, weinerlich und machte mir über alles Sorgen. Eine Verspätung zum Mittagessen von genau 4 Minuten wurde meinem Schatz zum Verhängnis - was war ich empört! Allerdings war ich hautnah Zeuge bei meiner Freundin, die zuerst 15 Hemden bügelte um sie ihrem Mann dann zerknüllt vor die Füße zu werfen. Aktionen wie diese lieferte sie am laufenden Band und konnte selbst nicht verstehen was in sie gefahren sei.
 
Man sollte darauf achten, dass die Stimmungsschwankungen nicht überhand nehmen und das ganze Leben bestimmen. Meiner Freundin und mir hat es geholfen, etwas zu unternehmen, das uns ein gutes Gefühl gab. Natürlich hatten wir den großen Vorteil komplett zeitgleich schwanger zu sein und so immer jemandem zum Reden zu haben.
 
Apropos Reden: Der Partner versteht oft mehr als man denkt! Mit ihm zu reden, kann Ihre Beziehung stark intensivieren. Deshalb: Öffnen Sie sich anderen gegenüber und lassen Sie diese teilhaben. Sie werden sich wahrscheinlich um einiges besser fühlen, wenn Sie wissen, dass andere für Sie da sind.