Verfasst von Karin am 25 Jul 2008 um 03:11 pm
Wissenswertes zu Noreia Blütenessenzen
Da ich ganz genau wissen wollte, woher der Name für die Blütenessenzen von Erika C. Pichler kommt, habe ich mich schlau gemacht, im Internet gesucht und auch interessante Dinge gefunden. Keltologie ist schon ein sehr spezielles Fachgebiet. Aber Wikipedia hilft auch hier. Besonders wissen wollte ich, wofür Noreia als Göttin zuständig war und wo ihre Heiligtümer, Anbetungsstätten waren, bzw. sind:
Noreia (Göttin)
Noreia ist die Zusatzbezeichnung einer vorrömischen, keltischen Muttergöttin, bekannt aus Weiheschriften der römischen Kaiserzeit im Raum des heutigen Österreich. Ihr Name wird mit dem keltischen Stamm der Noriker in Verbindung gebracht, in dessen Siedlungsgebiet ihre Inschriften gefunden wurden. Sie wurde von den Römern mit der ägyptischen Göttin Isis gleichgesetzt und als Isis-Noreia verehrt. In Kärnten, in Hohenstein im Glantal und auf dem Ulrichsberg findet man noch heute ihre Heiligtümer, die mit Inschriften verziert sind. Noreia hießen auch zwei Orte im Stadtbereich von Virunum.
Norei Tempel nebst Schloss Seggau in der Steiermark
Neben dem Schloss Seggau (Frauenberg bei Leibnitz), befindet sich das größte Heiligtum der Isis-Noreia außerhalb Ägyptens. Die Göttin Noreia, eine Erdgöttin, vergleichbar mit Artemis oder der “Göttlichen Mutter” wurde ab 1500 v. Chr. in einem Tempel am Frauenberg verehrt. Sie wurde als große Göttin im gesamten Gebiet des heutigen Österreichs verehrt. Noreia war aber nicht nur eine Muttergottheit oder Landesgöttin, sondern auch Schützerin des Bergbaues. In der römischen Zeit wurde “Isis-Noreia” als Herrin des Schicksals, des Lebensglücks, der Fruchtbarkeit, des Bergsegens und der heilenden Kraft insbesondere des Wassers angesehen.
Also war Noreia eine sehr mächtige, beindruckende Göttin mit einem großen Einsatzgebiet und Verantwortungsbereich. Um ihren Schutz und Beistand baten sicher auch Frauen vor und während der Geburt. Bestimmt brachten auch Schwangere und Frauen die schwanger werden wollten ihre Opfer der Isis-Noreia dar. Vielleicht war sie auch eine Ansprechperson für die Hebammen der damaligen Zeit? Ich denke schon. Wenn ich das nächste Mal in Kärnten unterwegs bin, möchte ich mir unbedingt die erhaltenen Heiligtümer dieser Göttin anschauen…auf Spuren vergangener Zeit…
Noreia (Königreich Noricum)
Noreia war eine antike Stadt im östlichen Alpenraum, die Hauptstadt des Königreichs Noricum. Sie ist bis heute nicht eindeutig lokalisiert. Einige Forscher meinen, dass Noreia mit der ausgegrabenen keltisch-römischen Stadt auf dem Magdalensberg in Kärnten identisch sein könnte. Dies ist aber nicht gesichert. Des weiteren wird Noreia auch am Zollfeld in Kärnten und im Bereich von Liebenfels im Glantal vermutet. Eine andere Möglichkeit ist noch die Umgebung des Klopeiner Sees in Kärnten, dort wurden zahlreiche keltische Fürstengräber gefunden. Möglicherweise gab es auch mehrere Noreias. Dafür sprechen zwei gleichlautende Einträge in der Tabula Peutingeriana, einer spätrömischen Straßenkarte. Das ältere Noreia mit etwa 3,5 km im Durchmesser und eine neue gleichnamige Stadt mit den Ausmaßen von 7,5 mal 3,4 km könnten sich in der heutigen Steiermark befunden haben. In der Nähe des Orts siegten 113 v. Chr. Kimbern und Teutonen in der Schlacht bei Noreia über ein römisches Heer. Es ist aber nicht geklärt, ob der Ort der Schlacht mit der Hauptstadt des norischen Königreichs identisch ist.
Kuriosum – Noreia ein Ort in der Steiermark?
Im Jahr 1929 wurde bei archäologischen Grabungen in St. Margarethen am Silberberg in der Steiermark das vermeintliche Noreia entdeckt. Daraufhin wurde der Ort im Jahr 1930 sogar offiziell in Noreia umbenannt. Im Laufe der Jahre verdichteten sich jedoch die Zweifel an der Echtheit der Fundstücke und es wurde nachgewiesen, dass es sich um Reste einer mittelalterlichen Siedlung handelte. Heute ist sich die Wissenschaft darüber einig, dass die Funde am Silberberg nichts mit Noreia zu tun haben.

