Besonders in den ersten Schwangerschaftsmonaten führen die Hormone zu einer höheren Empfindlichkeit gegenüber manchen Düften. Nicht nur unangenehme Gerüche können dabei bei Schwangeren Übelkeit auslösen sondern auch bisherige Lieblingsdüfte. Manche Speisen schmecken einfach nicht mehr so wie früher, das liegt daran, dass der Speichel anders zusammengesetzt ist. Auf diese Art und Weise hat die Natur wohl dafür gesorgt, dass die werdende Mutter ein besseres Gefühl dafür bekommt, was für sie und ihr Baby schädlich sein kann. So berichten viele Schwangere, dass sie den Geruch von Kaffee, Wein, Bier und Zigarettenrauch nicht mehr ertragen konnten. Auch verdorbene Speisen werden viel schneller erkannt. 

Ich roch alles weiterhin gleich gerne oder ungern nur um ein vielfaches stärker, was mir zuhause den Namen “Spürhund” einbrachte. Mein Mann meinte, dass ich jedem Drogenhund Konkurrenz machen würde. So erklärte ich ihm z. b. bei einem Waldspaziergang allen Ernstes, dass hier wohl irgendwo eine faule Pflanze sei. Ich weiß nicht wie oft er diesbezüglich den Kopf geschüttelt hat, jedoch hat er sich damit abgefunden, dass bei uns dauernd gelüftet wurde. Ich war übrigens hauptsächlich in der kalten Jahreszeit schwanger und das “Supernasen” Syndrom blieb mir bis zu Entbindung. Fazit: Er fror. Ich nicht - ich hatte ja meine Hitzewallungen (das ist aber eine andere Geschichte…)
 
Meine Supergeruchssinn ist wieder weg, das hat wohl auch die Natur eingerichtet, im Hinblick auf volle Windeln, usw.