Verfasst von Andrea am 27 Jul 2008 um 10:54 am
Die ersten Kindsbewegungen
Es ist völlig unterschiedlich, wann eine Frau die ersten Bewegungen ihres Babys spürt. Ich habe schon von Frauen gehört, die bereits in der 14. SSW Kindsbewegungen wahrnahmen, bei anderen Frauen dauert es länger. Auch wie die Kindsbewegungen gespürt werden ist von Frau zu Frau verschieden. Zweitgebärende können die Bewegungen ihres Kindes meistens schon früher wahrnehmen, da sie schon wissen, wie sie sich anfühlen.
Ich war mir in der 19. SSW sicher zum ersten Mal mein Baby wirklich gespürt zu haben. Ich war gerade bei meiner internen Untersuchung und plötzlich spürte ich den Schmetterling in meinem Bauch flattern, genauso fühlte es sich an. Ein wunderschönes Erlebnis. Natürlich wurden die Bewegungen immer mehr, allerdings dank einer Vorderwandplazenta und einem faulen Baby hielten sie sich bis zum Ende in Grenzen. Nicht einmal, dass ich einen unangenehmen Tritt bekommen hätte wie so oft von schwangeren Frauen beschrieben.
Während sich der Bauch meiner Freundin ständig auswölbte und ihr kleiner Sohn unaufhörlich Klopfzeichen von sich gab, konnte man auf meinem Bauch bis zur Geburt nicht die klitzekleinste Bewegung sehen. Sehr frustrierend für den Papa, der von seinen Freunden immer hörte wie toll es sich anfühlte das Baby von außen zu spüren. 2 Tage vor der Geburt sahen wir wenigstens ein leichtes Zucken, als Madame von heftigem Schluckauf geplagt wurde. Mehr gab es nicht.
Nachts war totale Ruhe, und dieses Verständnis für die Nachtstunden hat sich glücklicherweise bis heute gehalten. Es ist also wirklich sehr unterschiedlich, jede Frau empfindet es anders und jedes Baby ist anders. Kein Grund zur Sorge wenn es mal ein bisschen ruhiger ist, das Baby hat ja auch Wachstumsschübe. Viele Ärzte raten schwangeren Frauen, ab Mitte des dritten Trimesters sich jeden Tag zur gleichen Zeit hinzulegen, am besten wenn das Kind am aktivsten ist. Innerhalb einer Stunde sollte man 10 Bewegungen spüren, falls nicht etwas essen und noch mal versuchen und wenn man eine Stunde nichts spürt den Arzt anrufen. Das ist meiner Meinung nach Unfug und Panikmache, egal mit wem ich gesprochen habe, das funktioniert so nicht. Natürlich muss man bei fortgeschrittener Schwangerschaft auf die Regelmäßigkeit der Bewegungen achten, aber man sollte sich nicht verrückt machen (lassen). Ich habe ab dem 7. Schwangerschaftsmonat darauf geachtet dass ich nicht über 8 bis 10 Stunden trotz entsprechender Aufmerksamkeit keine Kindsbewegungen gespürt habe. Das war glücklicherweise nie der Fall.
Achtung: Die Kindsbewegungen werden in den letzten Wochen vor der Geburt auch im Normalfall schwächer, weil das Kind in der Gebärmutter kaum noch Platz hat.
Das eigene Bauchgefühl ist in der Schwangerschaft immer das Beste und in diesem Fall ist das sogar wortwörtlich richtig.

