Das Stillen war etwas, worauf ich mich in meiner Schwangerschaft unheimlich freute. Ich war auch hundertprozentig davon überzeugt, dass das ohne Probleme bei mir klappen würde und so deckte ich mich kurz vor der Geburt meiner Tochter mit Stillzubehör ein. Stilleinlagen, Salbe, unheimlich teure Still BH´s usw. Dann kam der große Moment, ca. eine halbe Stunde nach Jana´s Geburt per Kaiserschnitt wurde sie das erste Mal von der Hebamme angelegt. Sie machte das auch sehr gut und die Hebamme war sehr zufrieden mit unserer Kleinen.

Stillberatung durch erfahrene Hebammen 
Ich brauchte sehr viel Hilfe von den Hebammen - den es stellte sich heraus, dass die Kleine ihren anfänglichen Fleiß nicht beibehalten wollte. Sie musste so kräftig saugen und das war ihr einfach zu anstrengend. Man erklärte mir, dass bei großen Brüsten die Milchseen so verzweigt wären und dass das Baby es wirklich schwer hatte. Wenn sie merkte, dass da gar nichts weiterging, schlief sie einfach wieder ein ohne zu trinken. Das funktionierte auf Dauer natürlich nicht und ganz schnell war die Kleine unterzuckert und musste zugefüttert werden. Dass das mit dem Fläschchen viel leichter ging, ist meinem kleinen Faulpelz natürlich nicht entgangen und mir war dann natürlich wichtiger, dass sie überhaupt etwas trank. Trotzdem versuchten die Hebammen unaufhörlich ihr Glück, ich bewundere heute noch die Geduld die sie alle aufgebracht haben.

Die Milchpumpe 
Es lief dann aber doch auf die Milchpumpe hinaus. Erst anlegen versuchen, dann pumpen und dann füttern. Aufgrund ihrer Unterzuckerung das ganze alle 2 Stunden rund um die Uhr. Man kann sich denken wie anstrengend das war und wie enttäuscht ich war, dass meine Stillträume zerplatzten… - Bald durfte ich mein Baby dann endlich schlafen lassen bis sie von selbst nach Milch verlangte, ein paar Schlucke von der Brust und den Rest pumpte ich wie eine Verrückte - das Ergebnis war eher mager - ich musste immer zufüttern.

Abstillen 
Ich hielt diesen Modus ca. 8 Wochen durch, die Muttermilch wurde immer weniger und als ich schließlich 3 Mal Pumpen musste um eine Mahlzeit für meine Kleine zusammen zu haben, ließ ich es sein. Ich musste nicht mal abstillen - ich hörte auf und das war es. Als ich die Pumpe wieder zurück gab hatte ich einerseits ein schlechtes Gewissen meiner Kleinen gegenüber, wollte ich doch, dass sie möglichst lange die hochwertige Muttermilch bekam, andererseits ließ bei mir so eine riesengroße Anspannung nach und eine unbändige Freude am “Mama sein” machte sich breit. Ich denke, das war für uns alle noch viel wertvoller als die Muttermilch.
 
Jana liebt ihr PRE Flascherl nach wie vor, ist gesund und munter und meine Brust beäugt sie noch heute mit gerunzelter Stirn….