Fast alle schwangeren Frauen werden vom erhöhten Harndrang geplagt. Dies ist vor allem auf eine Hormonwirkung zurückzuführen. Denn in der Schwangerschaft wird vermehrt Progesteron produziert, welches eine entspannende Wirkung auf die Blasenmuskulatur ausübt. Die gesteigerte Durchblutung regt die Nierentätigkeit an wodurch dann mehr Urin produziert wird. Außerdem drückt die sich im Becken vergrößernde Gebärmutter zusätzlich auf die Harnblase.

Erhöhter Harndrang – lästig aber normal
Viele Schwangere werden von der Tatsache überrascht, dass beim Lachen, Niesen oder Husten ungewollt etwas Urin abgeht. Doch ähnlich wie häufiger Harndrang ist dies lediglich ein Schwangerschaftssymptom und somit harmlos. Sollte es aber zu einer echten Blasenentzündung kommen, müssen betroffene Frauen natürlich sofort den Arzt aufsuchen!

Wie können werdende Mütter erhöhtem Harndrang vorbeugen?
Viel trinken hilft, allfällige Bakterien auszuspülen! Eine Mindestmenge an Flüssigkeit von rund 1,5 bis 2 Liter pro Tag wäre optimal. Ebenfalls angesagt ist Warmhalten. Denn Kälte schwächt die Abwehrkräfte und begünstigt somit eine mögliche Blasenentzündung! Eine vitaminreiche Kost ist nicht nur für die Entwicklung ihres Babys gut, sondern stärkt ganz allgemein die Abwehrkräfte von Schwangeren. Auf jeden Fall ist auch viel Bewegung in frischer Luft anzuraten! Beherzigt frau diese vorbeugenden Maßnahmen, können Harnwegsinfektionen zumeist vermieden werden!

Abschließend sei noch erwähnt, dass der lästige Harndrang sich normalisiert, sobald das Baby auf der Welt ist. In den ersten Tagen nach der Geburt muss aber meist noch oft und in großen Mengen uriniert werden. Der Körper befreit sich damit nämlich vom zusätzlichen Wasser, das er während der Schwangerschaft eingelagert hat. Aber schon wenige Tage später kehrt in punkto Toilettengang der ersehnte Normalzustand wieder ein. Durch gezieltes Beckenbodentraining nach der Geburt unterstützt frau zusätzlich die Muskulatur und die Rückbildungsvorgänge und so auch die Blasenfunktion. Beckenbodenübungen sind grundsätzlich jeder Frau zu empfehlen, ganz egal ob sie geboren hat oder nicht.