Tja, ich heiße nun mal Philip. Ich hab mit den Namen zwar nicht selbst ausgesucht, aber ich find ihn eigentlich ganz nett. Irgendwie ist auch ganz gut, dass Mama und Papa für die Suche nach dem richtigen Vornamen zuständig waren. Jetzt bin ich zwar schon fast 1,5 Jahre alt, aber einen Babynamen richtig aussprechen ist nicht. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich wohl wahlweise „Mama“ oder „Papa“ oder aber „Auto“ geheißen. Meine ersten drei Worte hätten also als Vorname wohl keinen Preis gewonnen. Auch weitere mühevoll antrainierte Worte, die ich jetzt schon beherrsche wie „heiß“ oder „Oma“ würden sich als Vorname wohl nicht allzu gut machen. Danke Mama! Dank Papa! Ich freu mich, dass ich ein Philip bin.

Lukas seit 11 Jahren der beliebteste Vorname bei Buben
Übrigens in Österreich bin ich damit nicht allein. Den aktuellsten Berichten der Statistik Austria zu Folge nimmt der Name „Philip“ immerhin den guten 14. Rang in der Hitparade der heimischen Vornamen ein. Platz 1 gehört, und dies mit 11 Jahren schon sehr, sehr lange, Lukas. Ich kenn zwar keinen Lukas, aber irgendwo in Österreich gibt es jedes Jahr rund 1.131 neue Kinder namens Lukas. Der Hammer, oder! Mein Vorname bringt es dabei gerade mal auf 591 „Neu-Philips“ per anno. Wenn Sie also gerade an Familienplanung denken und ein Sohn angekündigt ist ruhig mal Philip nennen. Wir Philips haben noch Nachholbedarf.  

Spitzenreiter bei Mädchennamen: Lena!
S
age und schreibe 2,9% aller Mädchen die im Jahr 2006 auf die Welt gekommen sind, haben von ihren Eltern den Namen Lena verpasst bekommen. In Summe 960 neue Lenas für Österreich. Das ist nicht schlecht. Und das glaub ich auch. Ich selbst kenne schon zwei solcher Lenas. Übrigens: Lena war vor 2006 noch nie ganz vorne in der Statistik der beliebtesten Vornamen. Mein Lieblingsvorname für Mädchen, Anna, folgt übrigens erst auf Rang vier und muss sich somit hinter Leonie (wer bitte nennt sein Kind Leonie?) und Sarah einreihen.

Ich, der Zappel-Philip
Aber keine Angst für den Fall, dass Sie nicht gerade Lena oder Lukas heißen. Der Vorname lässt wohl keine Rückschlüsse auf das weitere Leben zu. Arnold – wie ja bekannter weise der Gouverneur von Kalifornien im Vornamen heißt – ist nicht einmal in den Top 60 der beliebtesten Männervornamen und trotzdem ist er bekannt und ich nicht. Na ja. Sei´s drum! Einen Vorteil hat Philip auf jeden Fall: Immer wenn ich mal recht lästig und ein klein wenig hyperaktiv bin sagen allen: „Klar, ein Zappel-Philip“. Einen „Zappel-Arnold“ kenn ich nicht.