Für Übelkeit, Heißhunger und Geruchsempfindlichkeit in der Frühschwangerschaft ist im Wesentlichen das Schwangerschaftshormon Beta-HCG verantwortlich. Dieses von den äußeren Zellschichten der befruchteten Eizelle gebildete Hormon trägt in der Schwangerschaft zur veränderten Wahrnehmung von Düften und Gerüchten bei. Durch die geränderte Zusammensetzung des Speichels schmecken viele Speisen zusätzlich nicht mehr so wie früher. Immer wieder berichten Schwangere davon, dass manche Speisen während der Schwangerschaft auf einmal nach Tinte oder Metall schmecken.

Geruchsempfindlichkeit bei Schwangeren stark ausgeprägt
Dieses Phänomen wurde von der Natur deshalb eingerichtet, dass eine werdende Mutter verdorbene oder schlecht geeignete Speisen leichter erkennen kann. Manche Frauen empfinden in dieser Phase dabei sogar Ekel gegenüber Speisen die sie früher gerne gegessen haben. Das ist völlig normal. Es kann im Gegenzug aber auch passieren, dass frau auf einmal Speisen bevorzugt die früher vielleicht nicht am Speiseplan gestanden wären. Vielen Schwangeren wird dabei schon nur beim bloßen Gedanken an manche Speisen schlecht.

Besserer Geruchssinn in der Schwangerschaft?
Werdende Mütter sind oft so stark geruchsempfindlich, dass sie zum Beispiel auf Zigarettenrauch oder Parfüms nahezu allergisch reagieren. Die meisten Schwangeren glauben in der Schwangerschaft, dass sie besser riechen können. Eine Studie der HNO-Uniklinik Dresden zeigt jedoch, dass bei Schwangeren keine messbare Veränderung beim Riechempfinden festgestellt werden konnte. Gerüche werden vom Gehirn während einer Schwangerschaft einfach nur anders als normal verarbeitet. Das einzige was festgestellt wurde ist, dass Frauen während einer Schwangerschaft gegenüber Bitterstoffen nicht so empfindlich sind wie sonst üblich
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Hand in Hand mit dem veränderten Geruchssinn vieler Schwangere geht oft auch Heißhunger auf Süßes. Oder auf Saures. Manche schwangere Frauen werden auch regelmäßig nachts munter, weil sie Hunger haben. Auch all diese Dinge sind völlig normal. Nach den ersten Monaten verschwinden Übelkeit und Erbrechen meist wieder von ganz alleine. Wenn ihnen zum Beispiel beim Anbraten von Fleisch schlecht wird, können sie an Duftölen wie Zitrone oder Pfefferminz riechen. Das hilft um den „schlechten Geruch“ aus der Nase zu vertreiben.

Was tun gegen Übelkeit in der Schwangerschaft?
Falls sie zu Übelkeit neigen können sie in der Schwangerschaft auch zu homöopathische Mittel greifen. Diese haben sich bei vielen werdenden Eltern gut bewährt. Manchen Frauen hilft hierbei Sepia D6 bei einer Dosierung von fünf Globuli, drei Mal täglich. Ideal ist eine Beratung bei einer dafür ausgebildeten Hebamme und/oder erfahrenen HomöopathIn, die das genau passende Mittel finden wird. Bei morgendlicher Übelkeit sollten sie sich viel Zeit lassen und erstmal im Bett ein Stück Brot oder eine Banane essen, denn das hilft in den meisten Fällen sehr gut. Auch wenn ihnen bei Tätigkeiten im Haushalt oder im Beruf schlecht wird, setzen sie sich einfach und entspannen sie sich. Und lassen Sie sich bei manchen Arbeiten während der Schwangerschaft auch unter die Arme greifen lassen.