Startseite Archive 2008 September

Monatsarchiv:September 2008

0 961

War ich mit meiner frisch gebackenen Mama-Freundin vor Kurzem im Baumarkt unterwegs um die letzten Dekoartikel für das Kinderzimmer zu besorgen und kutschierte grade das kleine Mäuschen, friedlich schlafend, in seinem Maxi-Cosi durch die Gegend damit Mama mal etwas Zeit hatte um die richtige Deko-Bordüre auszusuchen, da kam mir eine sympathisch aussehende Frau mittleren Alters entgegen.

Zuerst dachte ich mir gar nichts dabei. Und auch wie sie einen kurzen Blick auf unseren kleinen Liebling warf, machte ich mir noch keine Gedanken. Jeder wirft doch gerne mal einen Blick auf ein Baby mit grade mal ein paar Wochen. Und richtig dick eingewickelt und gut zugedeckt ist das kleine Wunder ja doch richtig nett anzusehen.

Wir wanderten also ohne ernsten Hintergedanken von der Tapetenabteilung bis zur Blumenabteilung und wieder zurück zur Teppichabteilung und immer wieder mal kam uns die nette Frau unter, deren Einkaufswagen sich genauso wie unserer immer weiter füllte.

Originell und ein richtig schönes Kompliment
Wir hatten grade noch einen netten Teppich ins Wagerl gepackt, da blieb die Frau direkt neben uns stehen und sagte: „Jetzt muss ich Sie doch noch fragen… Wo bekommt man denn so was Schönes?“ Meine Freundin meinte zuerst: „Gleich im nächsten Gang auf der linken Seite.“ Und meinte damit natürlich den neu errungenden Teppich, bis Sie dann ganz überrascht mitten im Wort abbrach und merkte, dass die nette Dame doch einfach nur ihr Baby gemeint hatte. Das war doch mal ein schönes Kompliment!

0 1419

Wenn man schwanger ist, zumindest war es so bei mir, fiebert man jeder Kontrolluntersuchung entgegen. Einerseits um sein Baby im Ultraschall zu sehen und andererseits um vom Arzt (hoffentlich) zu hören, dass alles in Ordnung sei. Schon bald hörte ich ihn sagen, dass mein Nachwuchs sich noch nicht gedreht hätte, aber es sei ja noch genug Zeit. Und irgendwann kam dann der Punkt wo er diesen Nachsatz nicht mehr sagte. Beim nächsten Mal kam dann die genauere Aufklärung:

Was bedeutet Beckenendlage?
Von Beckenendlage sprechen Gynäkologen und Hebammen, wenn das Kind in der 37. Schwangerschaftswoche noch immer mit dem Kopf nach oben im Uterus liegt. Normalerweise drehen sich Föten etwa vier Wochen vor der Niederkunft in die Geburtslage. Eine Drehung ist bis kurz vor der Geburt möglich, doch fünf Prozent bleiben ‘erhobenen Hauptes’.

Was begünstigt eine Steißgeburt?
Einige Risikofaktoren begünstigen Steißgeburten: Eine kurze Schwangerschaft, hohes Alter der Mutter, die Zahl ihrer Entbindungen oder organische Probleme. Eine große Rolle spielen auch die Gene: Kamen die Eltern selbst als Steißgeburten auf die Welt, verdoppelt sich das Risiko einer Beckenendlage auch für die Nachfahren. Wegen des höheren Risikos nehmen einige Geburtskliniken bei Steißlagen grundsätzlich einen Kaiserschnitt vor, so auch in meiner. Ich muss aber gestehen, dass ich eine Spontangeburt unter diesen Umständen keineswegs gewünscht hätte. Zu groß war mir das Risiko. Allerdings gibt es immer noch ein paar Tricks um das Kind dazu zu bewegen sich zu drehen. Ich habe sie erst mal fast alle versucht:

Indische Brücke
Bei der so genannten ‘Indischen Brücke’ werden der Bauch und das Becken möglichst hoch gelagert. Die Arme und der Kopf sollen möglichst entspannt, die Unterschenkel angewinkelt nach unten hängen. Es entsteht ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Dem Kind soll es schließlich so unbequem werden, dass es sich dreht. Die Schwangere selbst soll entscheiden, wie lange sie es in dieser unbequemen Position aushält. Es kann passieren, dass ihr schwindelig oder schwarz vor Augen wird. Diese Symptome können Anzeichen eines Vena-Cava-Syndroms sein. Es wird ausgelöst, wenn die Gebärmutter, die jetzt bis zu sechs Kilogramm schwer ist, auf die untere Hohlvene (Vena Cava) drückt. Der Rückfluss des Blutes zum Herzen wird erschwert. Die Schwangere muss sich umgehend in die Seitenlage begeben. Es war furcht erregend wie auf unserer Couch hing und verzweifelt um Hilfe rief weil ich nicht mehr vor und zurückkam. Ich fand es furcht erregend – mein Mann findet es heute noch urkomisch.

Moxabustion
Es handelt sich hierbei um eine Methode aus der traditionellen chinesischen Medizin. Sie wird zur Drehung des Kindes in die Kopflage zwischen der 32. und 37. Woche angewendet. Diese Therapie ist der Akupunktur sehr ähnlich, es werden aber keine Nadeln, sondern Beifußzigarren verwendet. Um eine Drehung des Kindes herbeizuführen, wird bei der Schwangeren mit einer glühenden Moxa-Zigarre aus sicherer Entfernung ein bestimmter Punkt am kleinen Zeh sehr stark erwärmt. Aus zweierlei Gründen hab ich das nur einmal versucht. Erstens der Gestank – ich hatte Angst, dass die Drogenpolizei auf mich aufmerksam werden würde und zweitens hab ich die Zigarre nicht in die Nähe meines Zehen gehalten, sondern direkt darauf, was furchtbar gebrannt hat.

Akupunktur
hab ich einmal machen lassen und die äußere Wende hab ich für mich abgelehnt, denn dieses Vorgehen zur Drehung des Kindes sollte nur von erfahrenen Geburtshelfern in einer Klinik unter Ultraschallbeobachtung und Narkosebereitschaft durchgeführt werden. Bei der äußeren Wende versucht der Geburtshelfer mit beiden Händen das Baby von außen zu drehen. Das Kind macht dabei in der Gebärmutter einen Rückwärtspurzelbaum. Die Erfolgsaussichten betragen ungefähr 50 Prozent, die Komplikationsrate wird mit unter einem Prozent angegeben. Bei dieser Form der Wende kann es zu einer vorzeitigen Plazentaablösung, oder zu Nabelschnurverwicklungen kommen. Die äußere Drehung sollte daher nur erfolgen, wenn medizinisches Personal für einen Kaiserschnitt bereitsteht.

Dann hab ich darüber nachgedacht und mich informiert, warum sich meine Kleine nicht drehen wollte, es gab verschiedene mögliche Gründe:

- Das Baby hat nicht genügend Platz sich zu drehen, weil das Becken zu eng und der Uterus zu straff ist.
- Ist zu wenig Fruchtwasser vorhanden, kann sich das Kind nicht drehen.
- Das Ungeborene hatte einfach keine Zeit mehr, sich in die übliche Geburtslage zu drehen.
- Nabelschnurkomplikationen führen dazu, dass das Kind lieber sitzen bleibt.

Ich habe es akzeptiert und mich mit dem Kaiserschnitt ‘angefreundet’. Viele Kliniken und Geburtshelfer bieten jedoch eine Spontangeburt bei Beckenendlage (BEL) an – das muss jede Frau für sich selbst entscheiden.

0 1426

Windpocken werden also durch ein Virus (Varizella-Zoster-Virus) verursacht und sind hochgradig ansteckend. Da Mama ja aus Deutschland ist, hab ich ihr auch erst mal erklären müssen, dass die Schafblattern in Österreich das gleiche sind. Ich hab sie mir aus dem Zwergenland mitgenommen. Das Virus verursacht übrigens als Erstinfektion die Windpocken und bei einer erneuten Infektion die Gürtelrose (Herpes zoster).

Also, ich war gerade mit Mama einige Tage bei Oma im Urlaub, als es los ging. Mama dachte zuerst, es sei ein Mückenstich, aber stündlich wurden es mehr Punkte, oh oh…

Die Windpocken führen zu einem juckenden Hautausschlag mit Bläschen. Allem vorweg, ich hab die Windpocken gut überstanden. Da die Schafblattern sehr ansteckend sind, erkranken die meisten Menschen bereits in der Kindheit daran, die meisten von Mamas Freunden hatten sie aber noch nicht. Tja, tschüß ihr Urlaubspläne. Denn:

Wie werden Windpocken übertragen?
Kinder werden mit dem Virus durch Niesen, Husten oder Sprechen infiziert. Die Ansteckung erfolgt von Person zu Person, teils durch Berührung von geplatzten Bläschen, teils durch Tröpfchen in der Luft. Die hohe Gefahr der Ansteckung, durchaus auch ohne unmittelbaren körperlichen Kontakt, führte zu dem Namen Windpocken (kommt durch Übertragung durch den Wind). Da die Inkubationszeit 14 – 21 Tage ist, konnte ich die Windpocken gut mit zu Oma nehmen.

Was sind also die Anzeichen für Windpocken?
Der Ausschlag beginnt mit juckenden roten Flecken meistens am Rumpf und im Gesicht, ganz schön lästig. Eigentlich wusste ich gar nicht so genau wie mir geschieht. Sogar unter dem Fuß und am Popo hatte ich welche. Aber ich hatte eigentlich Glück, denn ich hatte kein Fieber. Die Windpocken verlaufen in Schüben, so dass täglich neue rote Flecken hinzukamen. Mama hat also eine so genannte Schütteltinktur in der Apotheke gekauft und die hat mich erst verunstaltet. Aber es hat einige Stunden gegen den Juckreiz geholfen. Nie durfte ich kratzen. Zum Glück gab es bei mir keine Komplikationen, wie in sehr seltenen Fällen Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), Lungenentzündung oder andere Krankheiten. Ich habe nun also die restlichen 10 Tages unseres Urlaubs zu Hause verbracht. Mama hat sich immer wieder davon geschlichen. Gemein, aber dafür waren ja Oma und Opa rund um die Uhr für mich da.

Vorsicht ist übrigens in der Schwangerschaft geboten, Windpocken können zu Missbildungen des ungeborenen Kindes führen.

0 914

Die Zeit der Schwangerschaft bewirkt bei der Frau erhebliche emotionale und körperliche Veränderungen. Durch Yoga kann das eigene Wohlbefinden und somit auch das Wohlbefinden des Kindes gesteigert werden.

Hinter Yoga steckt eine uralte Wissenschaft, die zur Selbstverwirklichung führen soll. Yoga bedeutet Vereinigung und Verschmelzen der individuellen Seele mit dem Höheren. Gezielte Übungen wirken auf der Ebene des Körpers und bereiten ihn auf die Geburt vor. Die Förderung der Beweglichkeit des Beckens sowie dessen Wahrnehmung sind dabei wesentliche Faktoren. Aber auch Flexibilität und Kraft für Haltungsmuskulatur und Wirbelsäule, dehnen und öffnen der Atemräume und das bewusste Spüren des natürlichen Atems kann durch gezieltes Yoga in der Schwangerschaft erreicht werden. Darüber hinaus wird das Immunsystem gestärkt, das Nervensystem harmonisiert und das Lymphsystem, der Stoffwechsel sowie die Organ- und Drüsentätigkeit angeregt und harmonisiert.

Viele Schwangere schwören auf Yoga
Yoga-Übungen werden häufig auch zur Vorbeugung klassischer Schwangerschaftsbeschwerden, wie Atembeschwerden, Darmträgheit, Hämorrhoiden oder Krampfadern eingesetzt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Yoga Schwangeren hilft zu sich und zur Ruhe zu kommen. Das Vertrauen in die eigene Kraft wird gefördert. Damit gehen häufig tiefe Entspannung und Regeneration einher, was werdende Müttern die Gegenwart bewusster erlebt lässt. Das sensibilisierte Wahrnehmen des eigenen Körpers, der Gefühle und der Atmung hilft, die schwangerschaftsbedingten Veränderungen bewusst zu erleben und sich auf die Geburt positiv vorzubereiten. Die Monate vor der Geburt sind also ideal um mit Yoga zu beginnen. Schwangere Frauen sollten ab der 12. SSW, ein bis zweimal je Woche ihre empfohlenen Übungen absolvieren. Yoga-Stunden in der Gruppe, im Urlaub im Hotel für Schwangere und unter Anleitung sind dabei nicht nur sehr entspannend und empfehlenswert, sondern bieten auch Raum für Gedankenaustausch mit anderen Gleichgesinnten. CDs für zu Hause bieten sich als eine ideale Ergänzung an. Um die volle Wirkung zu erreichen, sollte man sich 3-4-mal wöchentlich ganz gezielt Zeit für Yoga nehmen.

Yoga ist auch in der Stillzeit empfehlenswert
Regelmäßige Yoga-Einheiten dienen auch zur Unterstützung der natürlichen, freien Atmung. Diese wiederum ist ausschlaggebend für das Wohlbefinden während der Geburt. Dort spielt es erwiesenermaßen eine große Rolle, ob die Frau Kontakt zu ihrer Atmung hat oder nicht. Auch Asanas oder Körperübungen zur Unterstützung einer aufrechten, soliden Haltung sind für die Schwangerschaft und Stillzeit empfehlenswert. So können Übungen, bei denen es um das Öffnen und Loslassen des Beckens geht eine sanfte Geburt unterstützen, da die Frau während des großen Ereignisses nicht mehr bewusst nachdenken muss, welche Körperhaltung sie einnimmt. Ein ganz wichtiger Aspekt ist aber auch die Achtsamkeit, die jede Bewegung begleitet, um Körper und Geist zu synchronisieren, denn darin liegt das Potential für Heilung und Regeneration.

Frauen, die sich auch nach der Schwangerschaft fit halten wollen, sollten besonders auf Wirbelsäule (Rückenprobleme), Beinmuskulatur (Krampfadern) und Beckenboden (Dammschnitt) achten. Spezielle Körperübungen sind ideal, um diese Bereiche auf sanfte Weise zu kräftigen und zu dehnen. – In diesem Sinne: Namasté, („Ich verbeuge mich vor Dir“; Grußformel in Indien)

0 873

Wir sind ja erst vor Kurzem umgezogen und haben jetzt die ersten Besucher empfangen, die natürlich sofort aufgrund von persönlichen Erfahrungen bemängelt haben, dass unsere Wohnung nicht kindersicher ist.

Der absolute Spitzenreiter war sicher unser Couchtisch mit aufgelegter Glasplatte, die ehrlicherweise leicht kippen kann wenn man sich mit vollem Gewicht draufstützt, aber wer macht das auch schon? Tja, wir haben die Rechnung ohne Moritz gemacht und erst erleichert wieder gelacht als wundersamer Weise nichts zu Bruch gegangen ist und Moritz auch nur leicht verschreckt mit diversen Flüssigkeitsflecken geschmückt meinte: “Tisch aua”…

Platz 2 belegte dann dicht gefolgt unser Riesenbonsai mit zugegeben knapp einem Meter Höhe auf einem Rollwägelchen, dass sich spitzenmäßig leicht durch die Gegend schieben lässt. Ist ja auch sehr praktisch wenn man staubsaugen will… Die Karachofahrt gegen unsere Balkontür konnte meine bessere Hälfte grade noch mit einem gekonnten Fast-Spagat verhindern.

Als genauso unsicher wurde dann unser Balkon bezeichnet, der im Moment aus architektonisch bestimmten Designgründen nur mit 5 Eisenseilen begrenzt ist, die für Moritz natürlich kein Hindernis waren… Gott sei Dank war Papa in der Nähe.

Die ausgeräumten Küchenkästen ließen uns da vergleichsweise schon unberührt.

Nach einem 2-stündigen, zugegeben nicht ganz entspannten, Kaffee-Kränzchen-Besuch war aber klar, dass wir bestimmt einiges zu sichern haben wenn wir mal Kinder haben.

Kindersichere Wohnung aber wie?
Wir haben beispielsweise unsere Putzmittel ganz untem im Kasten verstaut. – Gut, die wandern mal nach oben. Aber wie soll ich meinen Staubsauger sichern, den ich einfach in einen Kasten reingestellt habe und der gegenenfalls aus 50cm Höhe genau auf den Knirps fällt?

Für Küchenkästen hab ich die Sicherung auch schon gefunden, da gibt es ja richtig gute Hilfen, aber Backrohr und Geschirrspüler kann man nicht sichern, oder?

Beim Balkon wird ab nächstem Frühjahr natürlich eine Plane die Begrenzung unterstützen, da mache ich mir weniger Sorgen, aber bei meinen rollenden Pflanzen ist das Gegenteil der Fall. Ich möchte nicht immer alles mühsam heben und verschieben wenn ich mal Staubsaugen will. Dafür hab ich noch keine Lösung gefunden.

Aber Gott sei Dank ist es noch etwas hin, bis wir wirklich sichern müssen, aber ein guter Ratgeber wäre da schon sinnvoll, denke ich.

Ich werde mal danach suchen…

0 931

Wo fühle ich mich wohl und geborgen? Was macht die Geburt leichter für mich? Die Antworten auf diese Fragen spielen bei der Entscheidung, wo das Kind zur Welt kommen soll, für schwangere Frauen heute eine entscheidende Rolle. Viele Kliniken haben investiert und das Angebot für werdende Eltern erweitert. Auf Grund steigender Nachfrage bieten heutzutage immer mehr Krankenhäuser die Unterwassergeburt an. Vor einigen Jahren wurde dieser Trend von der Medizin noch als gefährliche Mode-Torheit und sträflicher Leichtsinn verurteilt. Inzwischen haben die Mediziner ihre Ansichten gegenüber der Wassergeburt aber gründlich revidiert. Mittlerweile kann man auf langjährige positive Erfahrungen in der Durchführung von Unterwassergeburten zurückblicken.

Was ist eine Wassergeburt?
Bei einer Wassergeburt begibt sich die Gebärende in eine spezielle Geburtswanne, welche breit und tief genug sein muss, um möglichst viel Bewegungsfreiheit zu bieten. Matten und Haltegriffe sorgen für Sicherheit, um nicht abzurutschen. Eingebaute Heizungsregler erlauben rasche Temperaturänderungen. So wird kurz vor der Geburt die Wassertemperatur meist etwas zurückgenommen (nicht unter 32, aber nie über 37 Grad!). Vom warmen Wasser umhüllt und getragen, können sich viele werdende Mütter bei dieser Form der Entbindung deutlich besser entspannen. Im angenehmen Schwebezustand in der Wanne wird der gefürchtete Teufelskreis „Angst-Spannung-Schmerz“ durchbrochen. Die Abstände zwischen den Wehen werden länger und somit auch die Ruhepausen. In den Wehenpausen kann sich die Frau vom Wasser tragen lassen und neue Energie schöpfen. Das Gewebe wird im Wasser besonders weich, die Elastizität gefördert und der Damm geschont. Somit verringert sich die Geburtsdauer und es kommt weniger oft zu Dammschnitt oder Dammriss! Auch die Schmerzmittelgabe entfällt, oder verringert sich!

Wassergeburt – eine sanfte Alternative?
So manche Mutter wünscht sich eine „sanfte Geburt“, weil es für das Kind viel stressfreier ist,
direkt ins Wasser geboren zu werden. Das Baby wird vom Fruchtwasser ins Wasser geboren, von der Wärme in die Wärme, von der Schwerelosigkeit in die Schwerelosigkeit, dadurch wird der Geburtsschock für das Kind gemildert. Die Erfahrung zeigt, dass Babys eine Geburt im Wasser als besonders sanften Übergang erleben, da im Wasser die Geräusche gedämpft sind und die Schwerkraft noch nicht am zarten Körper zerrt. Das über Stunden eingepresste Köpfchen und die Gliedmaßen können sich im warmen Wasser schonender „entfalten“. Übrigens haben Babys einen „Tauch-Reflex“, das heißt, sie versuchen nicht, unter Wasser Luft zu holen. Die Versorgung des Neugeborenen zeigt bei der Wassergeburt dann keine Unterschiede zu den anderen Entbindungsformen.

Wann sollte man von einer Wassergeburt absehen?
Viele Frauen wünschen sich eine Wassergeburt – nicht immer ist sie zu befürworten. Frauen, bei denen ein Risiko in der Schwangerschaft bekannt ist oder bei welchen mit einer komplizierten Entbindung gerechnet werden muss sollten von einer Unterwassergeburt absehen. Zu den Nachteilen dieser Entbindungsform gehört eine erhöhte Infektionsrate für Mütter, Kinder und Personal. Außerdem lässt sich der Blutverlust während der Geburt nicht immer Abschätzen. So bleibt es in jedem Fall die Verantwortung werdender Eltern, das Für und Wider genau abzuwägen!

0 1034

Grundsätzlich ist nichts gegen Autofahren in der Schwangerschaft einzuwenden, es ist jedoch wichtig einige Regeln zu beachten. Wenn sie in den ersten drei Monaten an Müdigkeit oder Übelkeit leiden, dann ist es oft besser auf das Auto zu verzichten. Diese Symptome treten oft rasch auf, aufgrund dessen ist man abgelenkt und unkonzentriert und dies kann eine Gefahr für sich und andere sein. Wenn der Geburtstermin immer näher rückt ist es besser, das Auto stehen zu lassen da jederzeit die Wehen beginnen könnten. Falls sie aber nicht auf das Auto verzichten können oder wollen, ist es immer besser einen Beifahrer dabei zu haben. Sich gleich fahren zu lassen ist einfacher und bequemer, da Dinge wie Einparken oder rückwärts Fahren mit dem Babybauch oft anstrengend sein können. Der ÖAMTC gibt Ratschläge wie man sich beim Autofahren in der Schwangerschaft verhalten sollte. Hier einige wichtige Punkte:

- Anschnallen in der Schwangerschaft ist Pflicht.

Der Beckengurt wird unter den Bauch über den Hüftknochen gelegt und straff gezogen. Der Gurt darf auf keinen Fall über den Bauch gespannt werden, dies kann zu inneren Verletzungen führen. Der Schultergurt darf nicht quer über den Bauch führen, er sollte zwischen Brust und Bauch gelegt werden. Falls sie der Gurt dennoch stört, gibt es einen speziellen Gurtadapter, dieser fixiert das Drei-Punkt-System, dass dieser während der Fahrt nicht mehr verrutschen kann.

- Die Sitzlehne sollte nicht zu weit nach hinten geneigt sein.
- Die Kopfstütze sollte möglichst weit herausgezogen sein.
- Schnallen sie sich nie nur mit dem Beckengurt an.

Sie brauchen keine Angst vor dem Airbag zu haben, wenn sie einen Unfall haben bläht sich dieser nur um Brust- und Kopfbereich auf. Der Airbag schützt sie und ihr Kind bei einem Unfall. Der Airbag sorgt dafür dass der Gurt beim Aufprall nicht so fest angezogen wird, so wird der Druck auf den Bauch vermindert.

Wie Sie auch in der Schwangerschaft sicher mit dem Auto reisen
Ein Sicherheitsabstand von 25 Zentimetern ist zum Lenkrad einzuhalten, dann sind sie und ihr Kind optimal geschützt. Falls es zu einem Unfall kommen sollte, sei es nur ein kleiner Auffahrunfall, müssen sie sich unbedingt umgehend zu einem Arzt oder ins Krankenhaus begeben um sich gründlich untersuchen zu lassen. Durch den Aufprall kann es zu einer Verletzung oder Ablösung des Mutterkuchens kommen. Nur eine gründliche Untersuchung kann gewährleistet das mit dem Baby alles in Ordnung ist. Wenn sie noch eine Urlaubsreise mit dem Auto geplant haben können sie diese problemlos unternehmen, sofern die Schwangerschaft problemlos verlaufen ist. Während der Autofahrt besonders in den Sommermonaten ist darauf zu achten, dass man viel Flüssigkeit zu sich führt. Durch das abgeknickte Sitzen besteht die Gefahr einer Thrombose. Deshalb sollte man einige Pausen miteinplanen in denen man sich die Beine ein wenig vertreten kann. Ratsam ist, während der Reise Gummistrümpfe zu tragen.

0 849

Meine Mama hatte neulich irgendwie einen melancholischen Tag. Sie hat meine Schränke ausgeräumt und die alten Sachen aussortiert. Ständig hat sie mir klitzekleine Pullis angehalten und so komische Hosen bei denen die Füße eingesperrt sind, undenkbar, so was anzuziehen. Immer wieder schaut sie mich an und macht hmmmm, so klein warst Du mal. Ja und… ich bin doch schon groß, laufe herum und erzähle den ganzen Tag von meinem Traktor und meinem Freund, dem Kuschelmann.

Aber nun also Zeit, für das erste große Lebens-Resümee. Wenn die Mama schon so komisch tut. Naja und dann sagt Sie: Ach wäre das interessant, wenn Du mir erzählen könntest, wie die Geburt für Dich war. Also ich sag mal so, alles erzähl ich nun nicht, jeder hat sein Recht auf Geheimnisse.

Die Geburt aus Sicht eines Babys
Also zuerst mal wurde ich ja durch eine grobe Räumungsklage aus meiner, zugegeben nicht mehr ganz so gemütlichen, Einraumwohnung geworfen. Das Fruchtwasser hat nicht mehr gut geschmeckt. Durch den ganzen Stress, den ihr mir verursacht habt, ist eine Verunreinigung entstanden. Ja und dann hab ich gespürt, wie es der Mama gar nicht mehr so gut ging, kommt ja auch bei mir an, hat da mal einer drüber nachgedacht, he? Nun wurde ich also mit voller Wucht einfach rausgeschmissen. Au, sag ich da nur. Und die Krönung, nachdem ich durch so einen voll engen Tunnel musste, die Frau da hat mich fast vom Tisch fallen lassen. Ja und sofort war es schweinekalt. Und grell und lauter so komische Gesichter rund herum. Wenn’s nach mir gegangen wäre, also ich hätte sofort umdrehen und zurückgehen wollen. Danach haben die mir so einen eigenartigen Schlauch in den Hals gestopft, echt unangenehm. Das einzig positive war das Bad, das ich nehmen durfte, ja und mein Papa hat mich dann eine ganze Weile herumgetragen. Puh ich war ganz schön k.o. Daher hab ich erst mal geschlafen, so ca. 2 Tage durch. Aber Alpträume hatte ich total viele, hab immer wieder an die Strapazen denken müssen. Wach war ich immer nur ganz kurz, wenn mich die komischen Figuren rund herum geärgert haben, mehrfach wurde mir sogar Blut abgenommen. He, was sollte das denn? Und übel war mir auch immer wieder. Dieses furchtbare, grüne Wasser wollte nicht so richtig aus meinen Lungen heraus.

Am Ende, ja muss ich sagen, haben wir es alle gut überstanden und wenn es nicht so anstrengend gewesen wäre, könnte ich immer noch lachen, wie meine Mama sich am Anfang angestellt hat, mich anzuziehen. Das war eine Prozedur!

0 909

Rooming-in erlaubt den Müttern und Vätern oder anderen Bezugspersonen mit einem kranken Kind im Krankenhaus oder auf der Säuglingsstation zu leben und dort auch zu übernachten. In Spitälern und Pflegeheimen, die gemäß den Erkenntnissen der Bindungstheorie geführt werden, gehört Rooming-in inzwischen zur täglich geübten Praxis. Auch auf Entbindungsstationen setzt sich dieses „Zusammensein“ immer mehr durch.

Die meisten Mütter finden es gut, wenn sie ihr Neugeborenes auf der Wöchnerinnen Station ständig um sich haben können, besonders wenn es das erste Kind ist. Tatsächlich hat das so genannte Rooming-in, bei dem das Baby-Bettchen praktisch rund um die Uhr gleich neben dem Bett der Mutter steht, viele Vorteile:

Die Vorteile des Rooming-in im Überblick
Auf diese Weise lernen frischgebackene Muttis ihr Kleines schneller kennen und werden mit seinen Bedürfnissen rascher vertraut. Das ist heute besonders wichtig, da die meisten jungen Mütter schon drei, vier Tage nach der Geburt die Klinik verlassen. Auch bietet sich genügend Zeit, unter Anleitung der Schwester, das richtige Pflegen und Wickeln zu erlernen. Väter und eventuell vorhandene ältere Geschwister machen früher Bekanntschaft mit dem Familienzuwachs.

Drei unterschiedliche Arten von Rooming-in
Die Nähe des Kindes und die Möglichkeit, es jederzeit anzulegen, fördern den Milcheinschuss und auch das Stillen klappt dadurch problemloser. Die Frauen können ihr Baby füttern, wenn es hungrig ist und müssen sich nicht nach einem starren Zeitplan richten. Babys spüren von Anfang an viel Nähe, Liebe und Geborgenheit! Studien haben gezeigt, dass Neugeborene bei Rooming-in weniger oft schreien und besser schlafen. Weiters hat man herausgefunden, dass Mütter, die in der Klinik nicht von ihrem Baby getrennt werden, weniger unter depressiven Verstimmungen im Wochenbett zu leiden haben. In den meisten Kliniken kann frau zwischen drei Formen des Rooming-in wählen:

- Voll-Rooming-in = Das Kind ist Tag und Nacht bei seiner Mutter.

- Teil-Rooming-in = Das Kleine wird vom Pflegeteam gewickelt und versorgt, ist aber sonst bei der Mutter. (z.B. nach einem Kaiserschnitt)

- Tag-Rooming-in = Das Baby ist den ganzen Tag bei seiner Mutter, in der Nacht jedoch nur zum Stillen.

Abschließend sei noch erwähnt, das gute alte Babyzimmer gibt es nach wie vor! Mütter können diesen Service der Kinderschwestern auch bei Rooming-in nutzen, um beispielsweise eine Nacht durchschlafen zu können. In jedem Fall wird das Rooming-in der Mutter die Umstellung für zu Hause erleichtern.

0 697

Dinge, die die Welt nicht braucht!
Hätte meine Mama mich mal vorher gefragt, ganz klar, da wären locker einige hundert Euro für mehr Spielsachen drin gewesen. Also ich darf heute mal berichten, was meine Eltern alles so gekauft haben und genau einmal oder gar nicht benutzt haben, vielmehr ich hab es nutzen müssen. Zum Glück sind die nicht ganz auf den Kopf gefallen. So manches Teil hat meiner Gesundheit nicht sehr gut getan. So zum Beispiel ein Badewannen-Einsatz. Ganz toll, hat sich schon mal einer nackig auf ein Holzstück gesetzt? So ähnlich darf ich das erklären. Wie soll ich später mal Kinder zeugen, wenn die jetzt schon meine besten Stücke einklemmen? Zum Glück ist das meiner Mama auch zeitnah aufgefallen. Aber dieses Teil, welches nun neben einem weiteren Badewannensitz, einem Baby Björn, einem Betthimmel, zwei Babymobiles, einem Shampoo-Schutzschirm usw., im Keller sein Dasein fristet, hat sich sehr gut für diverse Fotoshootings geeignet, hier hatte ich immerhin einen Windelschutz angelegt. Außerdem, muss ein Neugeborenes unbedingt einen Bademantel anziehen? Ne, also wisst Ihr…

Pädagogische Spielsachen versus Dingen die Spaß machen
Aber auch „pädagogisch wertvolle“ Spielsachen wurden angeschafft. Manche Dinge haben nun bereits andere Neu-Mütter geschenkt bekommen, prima so haben die auch mal Sachen, die die Welt nicht braucht. Hat schon mal jemand davon gehört, dass es auch mal ein paar Schüsseln, ein altes Telefon oder ganz einfach ein paar Schuhe tun?

Was haben wir daraus gelernt? Mama sagt, hoffentlich kann er sich bald so artikulieren, dass wir das kaufen, was er möchte und was auch benutzt wird. Ha, wenn die wüsste, was da noch auf sie zukommt. Sie wird sich sicher mal denken: Waren das noch Zeiten als der noch nicht reden konnte….