Verfasst von Monika Siller am 05 Sep 2008 um 02:15 pm
Wassergeburt und Dammschutz
Immer wieder wird diskutiert, welche Vorteile denn die Wassergeburt gegenüber den „Landgeburten“ haben könnte. Richtig aussagekräftige Statistiken über die Vermeidung sämtlicher Geburtsverletzungen konnte ich eigentlich nicht finden. Allerdings erzählen mir immer wieder befreundete Hebammen, dass ihre Erfahrung mit dem Damm eine sehr gute sei. Konkret heißt das, dass der Damm im Wasser von sich aus schon wesentlich weicher wird, den Frauen das warme Wasser die Möglichkeit der physischen und psychischen Entspannung gibt und der notwendige Geburtsschmerz leichter toleriert wird. Auch habe ich bei den Wassergeburten immer aktive und bis zum Schluss mobile Frauen beobachtet, die sehr selbstbestimmt, mit der Hebamme an ihrer Seite, an die Geburt heran gingen.
Dammschutz durch Wasser
Der Dammschutz wird vom Wasser selbst übernommen. Dammschnitte werden im Wasser nicht durchgeführt. Die Hebamme versucht eventuell nur die Durchtrittsgeschwindigkeit des kindlichen Köpfchens etwas zu regulieren, damit der Damm indirekt geschont wird. Die Mobilität im Wasser, das Steißbein, welches im Wasser immer beweglich bleibt und damit den Beckenboden nach allen Seiten elastisch hält, die Aufmerksamkeit der Frauen, die ihr Kind langsam und gleichmäßig aus sich herausschieben können und das Wasser an sich, helfen dem Damm intakt zu bleiben. Natürlich gibt es auch im Wasser die Möglichkeit eines Dammrisses; diese sind aber nach meinen Beobachtungen in der Nachbetreuung relativ selten.
Wassergeburt setzt stabilen Kreislauf voraus
Für die Geburt im Wasser ist es dennoch wichtig, dass die Frauen einen stabilen Kreislauf haben. Die Hebamme Ingeborg Stadelmann empfiehlt dafür einige Tropfen Rosmarienöl emulgiert ins Wasser zu geben oder die Essenz den Frauen als „Riechfläschchen“ anzubieten.


Kerstin am 10 Nov 2008 um 23:53 #
Ach ja, da hätte ich auch gern ausprobiert, leider war keine Gelegenheit dazu. Das Zimmer mit der Wanne war belegt und Baby hatte keine Zeit zu warten. Naja vielleicht beim nächsten Mal.
Monika am 12 Nov 2008 um 11:56 #
Hallo Kerstin!
Ja, das ist wirklich schade, wenn vom Kreislauf her alles gepasst hätte und du dir eine Geburt mit Wasser gut hättest vorstellen können.
Das Leben geht halt manchmal garnicht so, wie wir es uns wünschen und wer weiß, wozu das manchmal auch gut ist…
Hattest du trotzdem eine gute, beckenboden-schonende Geburt ohne Dammverletzungen?
Ganz liebe Grüße!
Monika
BABYBLOG der New Life Hotels » Entbindung per Saugglocke am 24 Nov 2008 um 23:02 #
[...] können sich zeigen. Bei der Mutter kann es zu Damm- und Scheidenrissen und/oder einem Dammschnitt kommen. Hier kann aber nicht sicher gesagt werden, ob es ohne Unterstützung durch die Saugglocke [...]