Das Leben auf dem Lande scheint Ungeborene vor späteren Krankheiten, vor allem aber vor Allergien, zu schützen. Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im späteren Leben seltener allergische Atemwegs- und Hauterkrankungen, berichtet eine neue Studie. Für einen optimalen Schutz ist aber ein anhaltender Kontakt während der Schwangerschaft nötig.

Landkinder haben seltener Allergien als Stadtkinder
Bereits früher war den Wissenschaftler aufgefallen, dass Kinder von Bauernfamilien seltener unter Allergien leiden als Stadtkinder. Vor allem der Verzehr frischer Milch und der Aufenthalt in Kuhställen wurden dafür verantwortlich gemacht. Die neue Untersuchung, bei der über 3500 Familien aus Stadt und Land befragt wurden, konnte nun eindeutig belegen, dass dieser Schutz bereits während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen wird. Nur wie das geschieht bleibt noch unklar. Am stärksten reduziert sich das Erkrankungsrisiko, wenn die Kinder sowohl im Mutterleib als auch im späteren Leben eng mit dem Landleben in Berührung kamen. (Quelle: European Respiratory Journal, 2008 (32),603)