Verfasst von Karin am 23 Sep 2008 um 04:37 pm
Yoga in der Schwangerschaft
Die Zeit der Schwangerschaft bewirkt bei der Frau erhebliche emotionale und körperliche Veränderungen. Durch Yoga kann das eigene Wohlbefinden und somit auch das Wohlbefinden des Kindes gesteigert werden.
Hinter Yoga steckt eine uralte Wissenschaft, die zur Selbstverwirklichung führen soll. Yoga bedeutet Vereinigung und Verschmelzen der individuellen Seele mit dem Höheren. Gezielte Übungen wirken auf der Ebene des Körpers und bereiten ihn auf die Geburt vor. Die Förderung der Beweglichkeit des Beckens sowie dessen Wahrnehmung sind dabei wesentliche Faktoren. Aber auch Flexibilität und Kraft für Haltungsmuskulatur und Wirbelsäule, dehnen und öffnen der Atemräume und das bewusste Spüren des natürlichen Atems kann durch gezieltes Yoga in der Schwangerschaft erreicht werden. Darüber hinaus wird das Immunsystem gestärkt, das Nervensystem harmonisiert und das Lymphsystem, der Stoffwechsel sowie die Organ- und Drüsentätigkeit angeregt und harmonisiert.
Viele Schwangere schwören auf Yoga
Yoga-Übungen werden häufig auch zur Vorbeugung klassischer Schwangerschaftsbeschwerden, wie Atembeschwerden, Darmträgheit, Hämorrhoiden oder Krampfadern eingesetzt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Yoga Schwangeren hilft zu sich und zur Ruhe zu kommen. Das Vertrauen in die eigene Kraft wird gefördert. Damit gehen häufig tiefe Entspannung und Regeneration einher, was werdende Müttern die Gegenwart bewusster erlebt lässt. Das sensibilisierte Wahrnehmen des eigenen Körpers, der Gefühle und der Atmung hilft, die schwangerschaftsbedingten Veränderungen bewusst zu erleben und sich auf die Geburt positiv vorzubereiten. Die Monate vor der Geburt sind also ideal um mit Yoga zu beginnen. Schwangere Frauen sollten ab der 12. SSW, ein bis zweimal je Woche ihre empfohlenen Übungen absolvieren. Yoga-Stunden in der Gruppe, im Urlaub im Hotel für Schwangere und unter Anleitung sind dabei nicht nur sehr entspannend und empfehlenswert, sondern bieten auch Raum für Gedankenaustausch mit anderen Gleichgesinnten. CDs für zu Hause bieten sich als eine ideale Ergänzung an. Um die volle Wirkung zu erreichen, sollte man sich 3-4-mal wöchentlich ganz gezielt Zeit für Yoga nehmen.
Yoga ist auch in der Stillzeit empfehlenswert
Regelmäßige Yoga-Einheiten dienen auch zur Unterstützung der natürlichen, freien Atmung. Diese wiederum ist ausschlaggebend für das Wohlbefinden während der Geburt. Dort spielt es erwiesenermaßen eine große Rolle, ob die Frau Kontakt zu ihrer Atmung hat oder nicht. Auch Asanas oder Körperübungen zur Unterstützung einer aufrechten, soliden Haltung sind für die Schwangerschaft und Stillzeit empfehlenswert. So können Übungen, bei denen es um das Öffnen und Loslassen des Beckens geht eine sanfte Geburt unterstützen, da die Frau während des großen Ereignisses nicht mehr bewusst nachdenken muss, welche Körperhaltung sie einnimmt. Ein ganz wichtiger Aspekt ist aber auch die Achtsamkeit, die jede Bewegung begleitet, um Körper und Geist zu synchronisieren, denn darin liegt das Potential für Heilung und Regeneration.
Frauen, die sich auch nach der Schwangerschaft fit halten wollen, sollten besonders auf Wirbelsäule (Rückenprobleme), Beinmuskulatur (Krampfadern) und Beckenboden (Dammschnitt) achten. Spezielle Körperübungen sind ideal, um diese Bereiche auf sanfte Weise zu kräftigen und zu dehnen. - In diesem Sinne: Namasté, („Ich verbeuge mich vor Dir“; Grußformel in Indien)

