Verfasst von Philip am 28 Sep 2008 um 10:23 am
Windpocken oder auch Feuchtblattern (Schafblattern) beim Baby
Windpocken werden also durch ein Virus (Varizella-Zoster-Virus) verursacht und sind hochgradig ansteckend. Da Mama ja aus Deutschland ist, hab ich ihr auch erst mal erklären müssen, dass die Schafblattern in Österreich das gleiche sind. Ich hab sie mir aus dem Zwergenland mitgenommen. Das Virus verursacht übrigens als Erstinfektion die Windpocken und bei einer erneuten Infektion die Gürtelrose (Herpes zoster).
Also, ich war gerade mit Mama einige Tage bei Oma im Urlaub, als es los ging. Mama dachte zuerst, es sei ein Mückenstich, aber stündlich wurden es mehr Punkte, oh oh…
Die Windpocken führen zu einem juckenden Hautausschlag mit Bläschen. Allem vorweg, ich hab die Windpocken gut überstanden. Da die Schafblattern sehr ansteckend sind, erkranken die meisten Menschen bereits in der Kindheit daran, die meisten von Mamas Freunden hatten sie aber noch nicht. Tja, tschüß ihr Urlaubspläne. Denn:
Wie werden Windpocken übertragen?
Kinder werden mit dem Virus durch Niesen, Husten oder Sprechen infiziert. Die Ansteckung erfolgt von Person zu Person, teils durch Berührung von geplatzten Bläschen, teils durch Tröpfchen in der Luft. Die hohe Gefahr der Ansteckung, durchaus auch ohne unmittelbaren körperlichen Kontakt, führte zu dem Namen Windpocken (kommt durch Übertragung durch den Wind). Da die Inkubationszeit 14 – 21 Tage ist, konnte ich die Windpocken gut mit zu Oma nehmen.
Was sind also die Anzeichen für Windpocken?
Der Ausschlag beginnt mit juckenden roten Flecken meistens am Rumpf und im Gesicht, ganz schön lästig. Eigentlich wusste ich gar nicht so genau wie mir geschieht. Sogar unter dem Fuß und am Popo hatte ich welche. Aber ich hatte eigentlich Glück, denn ich hatte kein Fieber. Die Windpocken verlaufen in Schüben, so dass täglich neue rote Flecken hinzukamen. Mama hat also eine so genannte Schütteltinktur in der Apotheke gekauft und die hat mich erst verunstaltet. Aber es hat einige Stunden gegen den Juckreiz geholfen. Nie durfte ich kratzen. Zum Glück gab es bei mir keine Komplikationen, wie in sehr seltenen Fällen Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), Lungenentzündung oder andere Krankheiten. Ich habe nun also die restlichen 10 Tages unseres Urlaubs zu Hause verbracht. Mama hat sich immer wieder davon geschlichen. Gemein, aber dafür waren ja Oma und Opa rund um die Uhr für mich da.
Vorsicht ist übrigens in der Schwangerschaft geboten, Windpocken können zu Missbildungen des ungeborenen Kindes führen.

