Archiv für September, 2008

Verfasst von Philip am 18 Sep 2008

Wie Babys die Geburt erleben…

Meine Mama hatte neulich irgendwie einen melancholischen Tag. Sie hat meine Schränke ausgeräumt und die alten Sachen aussortiert. Ständig hat sie mir klitzekleine Pullis angehalten und so komische Hosen bei denen die Füße eingesperrt sind, undenkbar, so was anzuziehen. Immer wieder schaut sie mich an und macht hmmmm, so klein warst Du mal. Ja und… ich bin doch schon groß, laufe herum und erzähle den ganzen Tag von meinem Traktor und meinem Freund, dem Kuschelmann.

Aber nun also Zeit, für das erste große Lebens-Resümee. Wenn die Mama schon so komisch tut. Naja und dann sagt Sie: Ach wäre das interessant, wenn Du mir erzählen könntest, wie die Geburt für Dich war. Also ich sag mal so, alles erzähl ich nun nicht, jeder hat sein Recht auf Geheimnisse.

Die Geburt aus Sicht eines Babys
Also zuerst mal wurde ich ja durch eine grobe Räumungsklage aus meiner, zugegeben nicht mehr ganz so gemütlichen, Einraumwohnung geworfen. Das Fruchtwasser hat nicht mehr gut geschmeckt. Durch den ganzen Stress, den ihr mir verursacht habt, ist eine Verunreinigung entstanden. Ja und dann hab ich gespürt, wie es der Mama gar nicht mehr so gut ging, kommt ja auch bei mir an, hat da mal einer drüber nachgedacht, he? Nun wurde ich also mit voller Wucht einfach rausgeschmissen. Au, sag ich da nur. Und die Krönung, nachdem ich durch so einen voll engen Tunnel musste, die Frau da hat mich fast vom Tisch fallen lassen. Ja und sofort war es schweinekalt. Und grell und lauter so komische Gesichter rund herum. Wenn’s nach mir gegangen wäre, also ich hätte sofort umdrehen und zurückgehen wollen. Danach haben die mir so einen eigenartigen Schlauch in den Hals gestopft, echt unangenehm. Das einzig positive war das Bad, das ich nehmen durfte, ja und mein Papa hat mich dann eine ganze Weile herumgetragen. Puh ich war ganz schön k.o. Daher hab ich erst mal geschlafen, so ca. 2 Tage durch. Aber Alpträume hatte ich total viele, hab immer wieder an die Strapazen denken müssen. Wach war ich immer nur ganz kurz, wenn mich die komischen Figuren rund herum geärgert haben, mehrfach wurde mir sogar Blut abgenommen. He, was sollte das denn? Und übel war mir auch immer wieder. Dieses furchtbare, grüne Wasser wollte nicht so richtig aus meinen Lungen heraus.

Am Ende, ja muss ich sagen, haben wir es alle gut überstanden und wenn es nicht so anstrengend gewesen wäre, könnte ich immer noch lachen, wie meine Mama sich am Anfang angestellt hat, mich anzuziehen. Das war eine Prozedur!

Verfasst von Karin am 17 Sep 2008

Rooming-in

Rooming-in erlaubt den Müttern und Vätern oder anderen Bezugspersonen mit einem kranken Kind im Krankenhaus oder auf der Säuglingsstation zu leben und dort auch zu übernachten. In Spitälern und Pflegeheimen, die gemäß den Erkenntnissen der Bindungstheorie geführt werden, gehört Rooming-in inzwischen zur täglich geübten Praxis. Auch auf Entbindungsstationen setzt sich dieses „Zusammensein“ immer mehr durch.

Die meisten Mütter finden es gut, wenn sie ihr Neugeborenes auf der Wöchnerinnen Station ständig um sich haben können, besonders wenn es das erste Kind ist. Tatsächlich hat das so genannte Rooming-in, bei dem das Baby-Bettchen praktisch rund um die Uhr gleich neben dem Bett der Mutter steht, viele Vorteile:

Die Vorteile des Rooming-in im Überblick
Auf diese Weise lernen frischgebackene Muttis ihr Kleines schneller kennen und werden mit seinen Bedürfnissen rascher vertraut. Das ist heute besonders wichtig, da die meisten jungen Mütter schon drei, vier Tage nach der Geburt die Klinik verlassen. Auch bietet sich genügend Zeit, unter Anleitung der Schwester, das richtige Pflegen und Wickeln zu erlernen. Väter und eventuell vorhandene ältere Geschwister machen früher Bekanntschaft mit dem Familienzuwachs.

Drei unterschiedliche Arten von Rooming-in
Die Nähe des Kindes und die Möglichkeit, es jederzeit anzulegen, fördern den Milcheinschuss und auch das Stillen klappt dadurch problemloser. Die Frauen können ihr Baby füttern, wenn es hungrig ist und müssen sich nicht nach einem starren Zeitplan richten. Babys spüren von Anfang an viel Nähe, Liebe und Geborgenheit! Studien haben gezeigt, dass Neugeborene bei Rooming-in weniger oft schreien und besser schlafen. Weiters hat man herausgefunden, dass Mütter, die in der Klinik nicht von ihrem Baby getrennt werden, weniger unter depressiven Verstimmungen im Wochenbett zu leiden haben. In den meisten Kliniken kann frau zwischen drei Formen des Rooming-in wählen:

- Voll-Rooming-in = Das Kind ist Tag und Nacht bei seiner Mutter.

- Teil-Rooming-in = Das Kleine wird vom Pflegeteam gewickelt und versorgt, ist aber sonst bei der Mutter. (z.B. nach einem Kaiserschnitt)

- Tag-Rooming-in = Das Baby ist den ganzen Tag bei seiner Mutter, in der Nacht jedoch nur zum Stillen.

Abschließend sei noch erwähnt, das gute alte Babyzimmer gibt es nach wie vor! Mütter können diesen Service der Kinderschwestern auch bei Rooming-in nutzen, um beispielsweise eine Nacht durchschlafen zu können. In jedem Fall wird das Rooming-in der Mutter die Umstellung für zu Hause erleichtern.

Verfasst von Philip am 16 Sep 2008

Was benötigt ein Baby im ersten Jahr?

Dinge, die die Welt nicht braucht!
Hätte meine Mama mich mal vorher gefragt, ganz klar, da wären locker einige hundert Euro für mehr Spielsachen drin gewesen. Also ich darf heute mal berichten, was meine Eltern alles so gekauft haben und genau einmal oder gar nicht benutzt haben, vielmehr ich hab es nutzen müssen. Zum Glück sind die nicht ganz auf den Kopf gefallen. So manches Teil hat meiner Gesundheit nicht sehr gut getan. So zum Beispiel ein Badewannen-Einsatz. Ganz toll, hat sich schon mal einer nackig auf ein Holzstück gesetzt? So ähnlich darf ich das erklären. Wie soll ich später mal Kinder zeugen, wenn die jetzt schon meine besten Stücke einklemmen? Zum Glück ist das meiner Mama auch zeitnah aufgefallen. Aber dieses Teil, welches nun neben einem weiteren Badewannensitz, einem Baby Björn, einem Betthimmel, zwei Babymobiles, einem Shampoo-Schutzschirm usw., im Keller sein Dasein fristet, hat sich sehr gut für diverse Fotoshootings geeignet, hier hatte ich immerhin einen Windelschutz angelegt. Außerdem, muss ein Neugeborenes unbedingt einen Bademantel anziehen? Ne, also wisst Ihr…

Pädagogische Spielsachen versus Dingen die Spaß machen
Aber auch „pädagogisch wertvolle“ Spielsachen wurden angeschafft. Manche Dinge haben nun bereits andere Neu-Mütter geschenkt bekommen, prima so haben die auch mal Sachen, die die Welt nicht braucht. Hat schon mal jemand davon gehört, dass es auch mal ein paar Schüsseln, ein altes Telefon oder ganz einfach ein paar Schuhe tun?

Was haben wir daraus gelernt? Mama sagt, hoffentlich kann er sich bald so artikulieren, dass wir das kaufen, was er möchte und was auch benutzt wird. Ha, wenn die wüsste, was da noch auf sie zukommt. Sie wird sich sicher mal denken: Waren das noch Zeiten als der noch nicht reden konnte….

Verfasst von Karin am 15 Sep 2008

Der Pezziball - ein Hilfsmittel in der Schwangerschaft

Der so genannte Pezziball, auch als Sitz- oder Fitball bezeichnet, ist ein ideales Trainingsgerät für den Rücken. Durch seine speziellen Eigenschaften passt er sich optimal an den Körper an und kann die Wirbelsäule so in einer physiologischen Position trainieren. Dieser Ball ist ein reines Übungsgerät mit sehr guten Eigenschaften, um Knochen und Gelenke fit und beweglich zu halten. Er streckt und entspannt die Rückenmuskulatur, trainiert gleichzeitig Balance und Körperhaltung und schult außerdem die Beweglichkeit und den Gleichgewichtssinn. Die großen runden Pezzibälle in bunter Ausführung sind natürlich bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Bekommt doch das Trainieren der Gymnastikübungen einen eher spielerischen Charakter.

Pezziball kann Öffnung des Muttermundes fördern
Seit einiger Zeit kommt der Pezziball auch bei Schwangeren zum Einsatz. Der Ball ist während der Eröffnungsphase ein mittlerweile anerkanntes Mittel, um die Öffnung des Muttermundes zu unterstützen. Die Schwangere kann sich mit gespreizten Beinen auf ihn setzen. Die damit eingenommene aufrechte Haltung eignet sich gut für die Eröffnungsphase, in der sich der Muttermund nach und nach vergrößert. Die Schwerkraft wird auf diese Weise optimal genutzt und erleichtert das erste Stadium der Geburt. Ähnlich wie beim Gebärhocker, kann die Entbindende vom werdenden Vater unterstützt werden, der die Frau von hinten halten kann, während sie auf dem Pezziball sitzt.

Pezzi-Bälle sind auch nach der Schwangerschaft beliebt
Nach der Schwangerschaft hat der beliebte Pezzi-Ball nicht ausgedient, stellt er doch eine bleibende Gymnastikhilfe dar für die ganze Familie. Auch als dynamischer Ersatz für den Schreibtischstuhl ist er einsetzbar. Ja, er sollte in keinem Haushalt fehlen, weil so ein Fitball herrlich geeignet ist für die Entspannung der Beine. Dazu legt man sich auf den Rücken, positioniert die Beine auf den Ball, schiebt ein kleines Kissen unter den Kopf und rollt den Ball sanft hin und her - eine feine Entspannungsübung für zwischendurch, um allfälligen Stress abzubauen…

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 14 Sep 2008

Landluft schützt vor Allergien

Das Leben auf dem Lande scheint Ungeborene vor späteren Krankheiten, vor allem aber vor Allergien, zu schützen. Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im späteren Leben seltener allergische Atemwegs- und Hauterkrankungen, berichtet eine neue Studie. Für einen optimalen Schutz ist aber ein anhaltender Kontakt während der Schwangerschaft nötig.

Landkinder haben seltener Allergien als Stadtkinder
Bereits früher war den Wissenschaftler aufgefallen, dass Kinder von Bauernfamilien seltener unter Allergien leiden als Stadtkinder. Vor allem der Verzehr frischer Milch und der Aufenthalt in Kuhställen wurden dafür verantwortlich gemacht. Die neue Untersuchung, bei der über 3500 Familien aus Stadt und Land befragt wurden, konnte nun eindeutig belegen, dass dieser Schutz bereits während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen wird. Nur wie das geschieht bleibt noch unklar. Am stärksten reduziert sich das Erkrankungsrisiko, wenn die Kinder sowohl im Mutterleib als auch im späteren Leben eng mit dem Landleben in Berührung kamen. (Quelle: European Respiratory Journal, 2008 (32),603)

Verfasst von Karin am 13 Sep 2008

Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft

Zum „Himmel hoch jauchzend“ und „Zu Tode betrübt“ – Stimmungsschwankungen während der Schwangerschaft. Kaum eine Frau kennt sie nicht.

Gerade in den ersten 12 Schwangerschaftswochen findet im Körper eine enorme Hormonumstellung statt. Verantwortlich sind in erster Linie die Hormone Progesteron und Östrogen, die in der Regel von den Eierstöcken produziert werden. Während einer Schwangerschaft übernimmt der Mutterkuchen nach und nach diese Funktion. Ab etwa dem fünften Monat ist dieser Prozess vollständig abgeschlossen. Zusätzliche Beschwerden wie Sodbrennen, Müdigkeit und ständiger Blasendruck können das Unwohlsein noch verstärken. Doch die Schwangerschaft ist auch eine Zeit tiefgreifender Veränderungen. Auch wenn Sie sich riesig auf das kommende Baby freuen, fragen Sie sich plötzlich was Ihnen da eigentlich gerade passiert. Man fragt sich, ob sich die Beziehung zum Partner verändern wird? Ist mit dem Baby alles in Ordnung, wird es gesund sein? Auch finanzielle Gedanken und die Frage ob man eine gute Mutter sein wird kreisen stets im Kopf herum. Solche Gedanken schicken Sie auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft ganz normal
Rund 10 % aller Schwangeren erleben leichte bis mittlere Depressionen. Wenn Sie sich häufig oder sogar ständig mies fühlen, könnten Sie zu dieser Gruppe gehören. Haben Sie jedoch das Gefühl, dass Ihre Gemütsschwankungen über das normale Maß hinausgehen, wenden Sie sich an Ihre Hebamme oder den Arzt Ihres Vertrauens. Auch die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist für viele Frauen ein schwieriges Thema. Sie machen sich Gedanken, nicht mehr attraktiv zu sein. Doch eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist völlig normal und auch nötig. Machen Sie sich von solch negativen Gedanken frei und bewundern Sie Ihren immer rundlicher werdenden Körper mit Stolz und genießen die Zweisamkeit mit Ihrem Partner in vollen Zügen.

Wie Sie Stimmungsschwankungen entgegenwirken können
Bei manchen Frauen ist es aber auch die Angst vor der Geburt und den damit einhergehenden Schmerzen. In vielen Fällen helfen hier Geburtsvorbereitungskurse und Gespräche mit anderen Schwangeren. Immer wieder das Wichtigste ist: Kommunikation. Reden Sie über den Ansturm Ihrer Gedanken und Gefühle mit Ihrem Partner, Ihrer besten Freundin, mit Ihrer Familie, Ihrer Hebamme. Unterstützung und Hilfe finden Sie auch in der Homöopathie, Pflanzenheilkunde, diverse Blütenessenzenbehandlung (Bachblüten, Noreia-Blüten-Essenzen), Akupunktur und Akupressur. Wichtig ist hierbei das beratende Gespräch mit einer fachkundigen Person, die sich mit alternativen Methoden auskennt. Auch im energetischen Bereich können Sie arbeiten um Spannungen und Blockaden aufzulösen und Entspannung und seelisches Wohlbefinden zu fördern– Osteopathie, Cranio-Sakral-Therapie, Reiki und vieles mehr. Yoga wirkt kräftigend und ausgleichend, tut gut zum Balance finden und stärkt zudem die Atmung und Konzentrationsfähigkeit. Gönnen Sie sich zudem Oasen der Erholung, gehen Sie nicht zu hart mit sich ins Gericht. Weinen Sie wenn Ihnen danach ist oder stellen Sie sich auf ein leeres Feld und schreien Sie was das Zeug hält, das wirkt sehr befreiend. Machen Sie Mittagsschlaf oder einen Spaziergang, planen Sie einen Kinobesuch mit Freunden. Auch der Aufenthalt in einem Wellnesshotel oder der klassische Gang zum Frisör kann die drohenden dunklen Gedanken vertreiben. Auch können Sie verschiedene Entspannungstechniken anwenden. Denken Sie stets daran, Sie sind nicht allein!

Bei anhaltenden starken Stimmungsschwankungen lieber zum Arzt
Lässt sich die Niedergeschlagenheit jedoch nicht mehr abschütteln, könnte es sein, dass bei Ihnen ein schwerer Fall von Schwangerschaftsdepression vorliegt, dies wird auch als pränatale Depression bezeichnet. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie alles herunterzieht und nichts Ihre Stimmung mehr heben kann und Sie die Vermutung haben, dass es sich um eine solche Depression handeln könnte, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. Dieser kann entscheiden ob Behandlungen bei einem Psychologen oder Psychiater erforderlich werden.

Verfasst von Elfriede Seiwald am 12 Sep 2008

Vorbereitung auf das Stillen

In der Schwangerschaft gibt es viele Veränderungen im Körper und in der Seele der Frau. Nachdem die neue Situation angenommen werden kann beschäftigt einem vor allem die Geburt. Hier finden wir Angst, Neugierde, Freude, Ungeduld und vieles mehr mit dem sich ausführlich in der Geburtsvorbereitung auseinander gesetzt wird. Doch die Geburt ist nur ein Tag und nur ein Plus oder Minus im Leben. Mit der Geburt des Kindes geht es mit den neuen Herausforderungen erst richtig los.

Auf die Frage: „ Möchtest du Stillen“ antworten die meisten mit: „Ja wenn es geht“. Stillen ist keine Technik, Stillen ist eine Kunst. Es ist als ob man miteinander tanzen lernt. Der Eine ist musikalisch der Andere nicht. Bei den meisten dauert es bis zu 3 Wochen bis es sich eingespielt hat. Dazwischen liegen oft viele Probleme und Schmerzen, denn Stillen ist nicht immer schön und macht nicht immer glücklich. Was kann man im Vorfeld tun:

Geburtsvorbereitung
Eine gute Geburtsvorbereitung enthält das Thema Stillen. Hier wird man über die Vorteile bis hin zur Anlegetechnik und auftretende Probleme mit deren Lösungen informiert. Da das Thema viel Theorie enthält ist es schwer für die werdenden Mütter alles zu behalten.

gute Literatur
Es ist wichtig daß man sich gute Literatur zulegt. Ich empfehle „das Stillbuch” von Hanni Lohtrop, welches sehr ausführlich ist und den “Wegbegleiter für Eltern nach dem Wochenbett” von Sandra Mohilla, der gut zusammengefasst die Dinge auf den Punkt bringt. Beide Bücher sind sehr Praxisnah und wirklich gute Hilfen wenn Probleme anstehen.

Kontakt zu einer Stillberaterin herstellen
Es ist sehr gut wenn ich schon in der Schwangerschaft Kontakt mit einer Stillberaterin aufnehme. Meistens beraten sie einen telefonisch und dass auch um 23:00 Uhr. In schwierigen Fällen machen sie auch Hausbesuche. Erkundigen Sie sich über die Abrechnung, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie sehr viel Wissen und Idealismus haben und in der Verrechnung sehr kulant sind. Das Netz der IBCLC (geprüfte Still- und Laktationsberaterinnen) ist sehr dicht und es gibt bestimmt auch eine in Ihrer Nähe. Oft haben auch Hebammen diese Ausbildung. Ärzte wissen über das Stillen nur sehr wenig Bescheid und sind oft froh wenn ihnen Therapie- und Medikamentenvorschläge gemacht werden.

Die Brust auf das Stillen vorbereiten
Gehen Sie vor den Spiegel und betrachten Sie Ihre Brust. Was hat sich verändert? Meist ist Sie in der Schwangerschaft größer geworden doch die Größe sagt nichts über die Milchbildung aus. Auch kleine Brüste können viel Milch erzeugen. Die Farbe des Warzenhofes und der Warze ist jetzt dünkler. Stehen die Brustwarzen nach vor, dann wird sie das Kind sicher gut fassen können und Sie sollten zur Abhärtung nur immer wieder ohne BH gehen. Die leichte Reibung an der Wäsche reicht schon aus. Es wird nicht mehr empfohlen die Warze abzurubbeln da sonst vielleicht Risse oder kleine Verletzungen entstehen. Sind die Brustwarzen flach, oder vielleicht sogar nach innen gezogen dann versuchen Sie ob Sie sie mit Daumen und Zeigefinger herauszwirbeln können. Zeigen sie Ihre Brust schon in der Schwangerschaft einer Stillberaterin. Diese wird Ihnen vielleicht ein Brustschild raten welches in den BH eingelegt wird und die Warze nach vor drückt (z.B. von Medela) Bei vielen Frauen ist die Warze in der Schwangerschaft besonders empfindlich, aber das legt sich nach der Geburt.

Den Partner vorbereiten
Jede Frau wird sich mit dem Stillen schwer tun, wenn der Partner nicht voll hinter diesem Entschluß steht. Auch er soll über die Vorteile des Stillens bescheid wissen und sich klar darüber sein das Sie seine ganze Unterstützung brauchen. Gerade am Anfang ist es Ihre einzige Aufgabe Ihr Kind zu ernähren und das alle 2 Stunden bei Tag und Nacht, über mehrere Wochen hin. Ihr Partner soll bereit sein Aufgaben im Haushalt zu übernehmen oder zu organisieren, die Erwartungen an seine eigene Freizeit vorerst herunterzusetzen und kurzfristig akzeptieren, daß die Partnerin sich jetzt hauptsächlich um das Baby kümmern muß. Die Babypflege wie Wickeln und Baden sind vorerst seine Aufgabe und wie wäre es mit einer Papa-Baby-Wanderung mit Tragetuch damit Mama sich ein bißchen ausschlafen kann? Auch wenn Väter das Gefühl haben jetzt als Ernährer besonders gefordert zu sein, wäre es wichtig die ersten Monate weniger zu arbeiten und keine Überstunden zu machen. Bereiten Sie ihr Arbeitsumfeld schon während der Schwangerschaft darauf vor und delegieren Sie. Die Zeit ist schnell vorüber und kommt nicht wieder. Sie investieren in die Zukunft Ihres Kindes.

Umgebung auf das Stillen vorbereiten
In unserer Kultur ist es noch nicht ganz selbstverständlich wenn eine Mutter Ihr Kind immer und überall stillt. Gerade die Generation unserer Eltern hat Ihre Probleme damit. Ihnen wurde vom Stillen abgeraten, ein 4 Stunden Rhythmus und getrennte Schlafräume empfohlen. Wie jede Generation haben sie versucht ihr Bestes zu tun aber heute gibt es neue Erkenntnisse und wir müssen danach handeln. Übrig bleibt, daß wir leider in unserem Aufwachsen Stillen nicht gesehen haben und unsere Eltern uns meistens als Berater ausfallen. Teilen Sie Ihrer Umgebung liebevoll aber bestimmt Ihren Entschluß mit, bitten Sie sie um Ihre Mithilfe und lassen Sie sich nicht verunsichern.

Stillgruppe
Sicher gibt es in Ihrer Nähe eine Stillgruppe in der sich stillende Mütter ein oder zweimal monatlich treffen um sich unter Anleitung einer Fachperson auszutauschen. Fragen Sie, ob Sie auch schon in der Schwangerschaft einmal auf Besuch kommen dürfen, um die Realität mit allen schönen und schwierigen Seiten zu spüren. Oft gelingt es einem nämlich nicht in den ersten zwei Monaten an diesen Gruppen teilzunehmen und gerade da gibt es die meisten Schwierigkeiten.

Wenn Sie nur Stillen wollen „ Wenn es leicht geht „ dann werden Sie bald an Ihre Grenze kommen. Doch für die, die wir lieben wollen wir kämpfen und mehr in Kauf nehmen. Wir zahlen damit auf ein Konto das wir nicht gleich lehren können aber Ihre Kinder können von den Zinsen sehr gut leben. Wir investieren in die Zukunft und welche Eltern wollen nicht das Beste für Ihr Kind. Bereiten Sie sich vor!

Verfasst von Martina am 10 Sep 2008

Kinderfotografie - ein echtes Thema

Ich muss einfach nochmal davon anfangen…

Habe ich erst kürzlich in meiner “Erinnerungen, die man nicht wegwerfen darf”-Schublade gekramt und habe tatsächlich sämtliche Weihnachtskarten gefunden, die ich von meiner Fast-Nichte bekommen habe. Dazu geht meine Fast-Schwägerin gemeinsam mit Ihrer Tochter zum Fotografen und lässt ein nettes Bild schießen welches dann auf Glückwunschkarten gedruckt zur Festivität verschenkt wird.

Vor ein paar Jahren (ich weiß nicht mehr zu welchem Weihachtsfest) hatten wir unser kleines Engelchen auf einem weißen Flauscheteppich mit einem “Heiligenschein” am Kopf, dann gab es einmal die Kleine in Winterkleidung mit einem Elch in der Hand, dann wiederum die Kleine in einem Leiterwagerl neben einem Haufen Geschenkpackerl und wieder ein andermal gab es meiner Meinung nach das Beste Motiv: unsere Kleine mit Blick zum Sternenhimmel mit Mond und Sternen.

Das Format der Karten war immer gleich, was ja noch nicht so schlimm wäre, aber, was mich sehr erstaunt hat: auch der Hintergrund war immer gleich und das obwohl “unsere” Nichte wirklich ein guter Kunde des Fotografen ist, sprich zu allen Festivitäten und zu allen möglichen Nicht-Festivitäten zum Fotografen wandert und eine Fotosession veranstalten lässt. Der Fotograf müsste also wissen dass er oft Fotos von ihr macht und entsprechend die Motive ändern und natürlich auch die Hintergründe gemeinsam mit der Schrift,  die im Übrigen auch immer gleich ist.

Natürlich fällt das von Jahr zu Jahr nicht so auf, weil man dann die aktuelle Karte erhält und sich einfach freut, dass es wieder so etwas gibt, aber wenn man alle nebeneinander liegen hat dann ist das doch recht enttäuschend. Da sieht man erst was es ausmacht einen richtig guten Fotografen auszuwählen, der vielleicht auch noch wirklich auf den Kunden eingeht und nicht einfach vorm Standard-Hintergrund mit den Standard-Requisiten ein Bild macht.

Da frage ich mich warum ich mir immer so viel Mühe mache und den schon mal erwähnten Kinderkalender jedes Jahr anders gestalte und auch die Geburtstagseinladungen für die Kinder-Geburtstagsparty jährlich um ein nettes Motiv verändere. Aber wenn man dann die strahlenden Augen sieht dann weiß man, dass es doch gut ist manchmal etwas kreativ zu sein und wie wichtig es ist, sich selbst gut beraten zu lassen.

Verfasst von Monika Siller am 09 Sep 2008

Vom „Tragetuch-tragen“ und „Kinderwagen-schieben“

Als Physiotherapeutin werde ich immer wieder von Müttern kleiner Kinder gefragt, wie ich denn so zum Tragen von Kindern in Tüchern stehe. Das sei doch jetzt wieder so in Mode…

Die häufigsten Fragen sind dann:

- schadet das Tragen im Tuch den Wirbelsäulen der Kinder nicht?
- wird das Kind da nicht zu sehr verwöhnt?
- Ist das nicht sehr anstrengend für den oder die Tragenden?

Meine Antworten sind dann meist Gegenfragen:

- ist die Wirbelsäule bei den Babys nicht in jedem Fall vor dem Aufrichten rund?
- Kannst du dir vorstellen, dass Nähe nicht gut ist für dein Kind?
- Schleppst du nicht auch Wäschekörbe, Mülleimer, Einkaufstaschen?

Die Gegenfragen wirken vielleicht etwas provokant. Ich denke trotzdem, dass es heute für Mütter insgesamt schwieriger ist, einfach der Intuition zu folgen – nämlich ein Kind zu tragen, zu berühren und anzunehmen, eben so, wie ein neuer Erdenbürger ist. Viel leichter ist es, sich ständig der „Welt anzupassen“, die man vorfindet, in der Hoffnung nur ja nicht als verrückt und alternativ abgestempelt zu werden.

Nähe und Geborgenheit dank Tragetuch
Nähe, Geborgenheit und Zeit – das sind die Dinge, die die kleinen Kinder brauchen. Mit einem Tragetuch kann man eigentlich alles verbinden. Der Herzschlag und die Wärme der Mutter sind für das Kind allgegenwärtig und das Schaukeln durch die Bewegungen der oder des Tragenden wirken sich äußerst positiv auf die Entwicklung des Gleichgewichtes beim Kind aus. Außerdem kann mit einem Tragetuch auch die kindliche Hüfte gut geformt werden. Ich verwende es also auch als „Therapiematerial“ für gefährdete Kinderhüften.

Lassen Sie doch einmal den Kinderwagen stehen – die schöne Herbstwanderung lässt sich mit einem Tragetuch viel einfacher und spontaner gestalten und es wird vermutlich nicht nur dem oder der „Getragenen“ gefallen!

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 08 Sep 2008

Muttermilch beugt hohen Cholesterin-Spiegel vor

Muttermilch kann nach einer Studie der Londoner St. George’s Universität im späteren Leben vor hohen Cholesterin-Werten schützen. Demnach haben Erwachsene, die als Baby gestillt wurden, niedrigere Cholesterin-Spiegel als Menschen, die in den ersten Monaten andere Säuglingsnahrung erhalten hatten. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie hervor, für die Daten von 17.000 Menschen ausgewertet worden waren. „Die Untersuchung ist ein neuerlicher Beleg dafür, dass Stillen langfristig positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat“, sagte Studienleiter Chris Owen.

Außerdem lege die Studie nahe, dass alternative Säuglingsnahrung der Muttermilch so stark wie möglich angepasst werden sollte. Jegliche Versuche, den Fettanteil zu reduzieren, könnten kontraproduktiv sein. Hohe Cholesterin-Werte gelten als eine wichtige Ursache für Arteriosklerose, Herzinfarkte und Schlaganfall. (Quelle: dpa)

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