Verfasst von Karin am 14 Okt 2008 um 08:56 am
Harnwegsinfektion in der Schwangerschaft
Frauen in der Schwangerschaft oder im Wochenbett erkranken häufig an Harnwegsinfektionen. Durch die hormonelle Veränderung und die Erweiterung der Harnwege können Bakterien leichter in die Harnröhre eindringen. Aber auch die anatomische Gegebenheit bei Frauen ist dafür verantwortlich, dass sie leichter an solchen Erkrankungen leiden. Es ist deshalb wichtig, darauf zu achten sich immer in Richtung des Afters zu reinigen, nie in die Gegenrichtung. Bei einer falschen oder übertriebenen Intimhygiene wird das saure Milieu der Scheide gestört, aber eben dieses saure Milieu sorgt dafür, dass kaum Bakterien in die Harnwege gelangen können.
Harnwegsinfektion oder Nierenbeckenentzündung?
Auch das tägliche Wasserlassen kann vor einer Erkrankung schützen, hier werden die Bakterien die es dennoch schaffen in die Harnwege zu gelangen heraus gespült. Bei einer Harnwegsinfektion entzündet sich das auskleidende Gewebe der ableitenden Harnwege. Zu dem ableitenden Harnweg gehören Nierenbecken, Harnblase und Hahnröhre. Die Erkrankung wird differenziert zwischen einer unteren und oberen Harnwegsinfektion, bei der unteren Harnwegsinfektion kann es sich um eine Hahnröhren- oder Blasenentzündung handeln. Bei der oberen Harnwegsinfektion spricht man von einer Nierenbeckenentzündung. Auslöser für solche Erkrankungen sind meist Bakterien, es können aber auch in seltenen fällen Vieren oder Pilze dafür verantwortlich sein.
Unangenehme Begleiterscheinungen einer Harnwegsinfektion
Ein Harnwegsinfekt tritt meist mit unangenehmen Beschwerden auf wie häufiges Wasserlassen wo nur kleine Mengen an Urin kommen. Darüber hinaus kann das Wasserlassen ein Brennen verursachen oder leicht schmerzen. Mitunter kann sogar ein übel riechender eitriger Ausfluss oder Blut im Urin die Folge sein. Fieber tritt nur in den seltensten Fällen auf, hierbei sollten sie aber rasch ihren Arzt aufsuchen. Wenn bei einer Schwangeren eine starke Harnwegsinfektion auftritt, wird diese meist stationär im Krankenhaus aufgenommen, hier wird sie mit Antibiotika und Infusionen behandelt. Die Infektion klingt in den meisten Fällen rasch ab.
Die asymptomatische Harnwegsinfektion
Bei Schwangeren kann eine Sonderform der Erkrankung auftreten. Hierbei hat die Patientin keinerlei Beschwerden oder Krankheitsgefühle. Hier spricht man von einer asymptomatischen Harnwegsinfektion. Wird solch eine Erkrankung nicht früh genug erkannt, kann es zu einer Nierenbeckenentzündung kommen. Auch eine Früh- oder Fehlgeburt kann leider die Folge sein. Da aber bei jedem Arztbesuch der Urin untersucht wird, erkennen Ärzte die Erkrankung meist sehr früh. Komplikationen sind deshalb eher selten. Sollte doch eine Infektion festgestellt werden, wird diese über zehn Tage mit einem Antibiotika behandelt. Es ist jedoch sehr wichtig, dass das Antibiotikum bis zum Schluss fertig eingenommen wird, da es sonst zu einer erneuten Erkrankung kommen kann und dann Antibiotika nicht mehr richtig ansprechen.
Homöopathie und Tees helfen bei leichter Harnwegsinfektion
Mit Absprache des behandelnden Arztes können sie auch Homöopathie anwenden. Hier gibt es verschiedene Mittel die sie verwenden können wie z.B. Sarsaparilla D2 bis D3, Culcamara D2 bis D4 oder Petroselinum D2 bis D4. Leichte Harnwegsinfektionen kann man in der Schwangerschaft auch mit Heilpflanzen wie Bärentraube, Kapuzinerkresse und Meerrettich behandeln. Auch Tees die eine harntreibende Wirkung haben kann man sehr gut für eine Durchspültherapie nutzen, z.B. Ackerschachtelhalm, Petersilie oder Heuhecheltee. Man kann sich auch in der Apotheke einen Blasen- oder Nierentee mischen lassen. Vorbeugend sollte man immer viel trinken und die Blase bei jedem WC-Besuch vollständig entleeren. Empfohlen wird auch gleich nach dem Sex die Toilette aufzusuchen. Auch auf eine warme Unterleibsbekleidung sollte man achten.

