Verfasst von Martina am 17 Okt 2008 um 09:24 am
Qualifikationen eines Taufpaten
Ich muss gestehen: das Thema spitzt sich langsam aber sicher zu. Habe ich relativ entspannt mitbekommen wie meine bessere Hälfte die Taufe “seines” Schützlings hinter sich gebracht hat und schon von Geburt an bemüht war ein richtig guter Patenonkel zu sein, so habe ich mich bislang gut davor gedrückt.
Nicht, dass ich keine Kinder mögen würde und nicht, dass mir das Paten-Dasein nicht gefallen würde, aber bisher hat sich diese Thematik einfach noch nie ergeben, da in meiner Familie ja noch kein Zuwachs vorhanden ist und die mir näher bekannten Familiengründer diese Position einfach schon anderweitig ausgeschrieben hatten.
Aber nun wird die Sache doch langsam spruchreif und auch wenn es noch nicht einmal annähernd Nachwuchs gibt, und damit meine ich noch nicht mal in 9 Monaten, mache ich mir doch so meine Gedanken, über die Qualifikationen, die ein Pate mitbringen sollte.
Taufpate ist nicht gleich Taufpate
Ich bin seit meiner Taufe mit einem Taufpaten gesegnet, der mich nicht mal bei der Taufe selbst gehalten hat (ok, ich gebe zu, dass ich ewig laut und vor allem ausdauernd gebrüllt habe) und auch später nicht wirklich interessiert an meinem Heranwachsen war und ich darüberhinaus nicht mal behaupten kann, dass er mir jährlich die obligatorischen Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke zukommen lies. Also kurz gesagt: mein Taufpate war zwar nett, aber nicht wirklich dienlich.
Meine bessere Hälfte hingegen ist ein sehr engagierter Taufpate, der schon vor der Geburt den Kinderwagen gekauft hat, natürlich bei der Taufe alles springen hat lassen, dann über längere Zeit hinweg öfter mal den Kinder-Belustiger gespielt hat und auch jetzt zu sämtlichen Anlässen wo er frei bekommt sein Patenkind sieht und natürlich auch entsprechend beschenkt. (Was ja grade für die Kleinen nicht ganz unwichtig ist.)
Was macht ein Taufpate?
Ich habe mir in den letzten Tagen doch einige Gedanken zu dem Thema gemacht und für mich ist es an sich selbstverständlich, dass mein Patenkind mal mit Geschenken überhäuft wird, ich es öfter mal zu Gesicht bekomme und es einfach weiß, dass da noch jemand außer Mama und Papa ist, dem es richtig auf die Nerven gehen kann, wenn es grade Lust hat. Aber traditionell gesehen ist ein Taufpate doch etwas mehr.
Der Taufpate begleitet den Täufling bei der Taufe und ist Zeuge der Sakramentsspendung. Der Taufpate hilft mit, dass der Getaufte ein christliches Leben führt und die damit verbunden Pflichten erfüllt. Der Taufpate ist ständiger Belgeiter des Täuflings und vesucht ihn im Leben zu begleiten, in zu unterstützen und ihm den richten Weg im Leben zu zeigen… das klingt dann für mich nicht mehr ganz so einfach und grade den richtigen Weg zu zeigen stelle ich mir wahnsinnig schwierig vor. Ich bin gespannt wie ich das mal meistern werde.


Monika am 23 Okt 2008 um 10:37 #
Also ich bin auch eine sogenannte “Goti”….
Mein Problem mit den Geschenken ist aber folgendes:
Früher waren Geschenke etwas sehr Wichtiges, weil die Eltern sich bei den vielen Kindern nicht wirklich etwas leisten, geschweige denn etwas “Unnützes” besorgen konnten. Dafür reichte das Geld einfach nicht.
Mein Patenkind hat eigentlich alles, vom Traktor bis zum Malblock. Auch mit Bekleidung ist der kleine Mann gesegnet - die bekommt er nämlich gebraucht von meinen Kindern und das freut ihn immer sehr, wenn er weiß, wer das schon getragen hat…
Also gibt es bei uns “Zeitgeschenke” - ein paar Tage Urlaub bei uns, einen Besuch im Tiergarten, einen Goti-Besuch mit Gugelhupf. Und das sehe ich als Aufgabe der Paten: Zeit, Zeit, Zeit…. das ist doch das Kostbarste überhaupt!!
Martina am 24 Okt 2008 um 08:27 #
Danke für den Tipp Monika. Das werde ich auch mal an meine bessere Hälfte weiterleiten. Beim nächsten Besuche werden wir gleich mal ein Event starten…