Verfasst von Philip am 21 Okt 2008 um 05:27 pm
Windeldermatitis
Einer meiner „Zwergenland“-Kollegen hatte einen mächtig wunden Popo. Zum Glück ist mir das bisher erspart geblieben. Aber ich hab meine Mama trotzdem gleich mal losgeschickt, um sich zu erkundigen, was es da so alles gibt. Es könnte also eine Windeldermatitis gewesen sein.
Eine lokale Irritation der Haut in der Windelregion bei Säuglingen und Kleinkindern wird als Windeldermatitis bezeichnet. Anzeichen sind Rötung der Haut, Schuppungen und Nässen im Bereich vom Popo, bis hin zu den Beinen. Bei fast allen Kindern tritt die Windedermatitis, während der Zeit in der sie Windeln tragen, in schwächerer oder stärkerer Form auf.
Wie kommt es nun zu einer Windeldermatitis?
In der Region in und um die Windel ist die Haus wärmer und feuchter, als die übrigen Stellen des Körpers. Zusätzlich durch Scheuern der Windel und längerem engen Kontakt mit Urin, Kot, Seifenresten usw. kommt es zu einer Hautreizung. Diese wird Windeldermatitis genannt. Es ist keine typische Erkrankung, da Ursachen ganz verschieden und vielfältig sein können, die Windeldermatitis gibt lediglich den Ort der Hautreizung oder Entzündung an.
Verschiedene Ursachen für eine Windeldermatitis könnten sein:
• Stuhl und Urin haben länger mit der Haut Kontakt und reizen daher diese. Die Windeln sollten regelmäßig gewechselt werden, insbesondere wenn das Baby an Durchfall leidet. Der dünnflüssige Stuhl greift die Haut noch stärker an.
• Teilweise können bereits vorhandene Hautleiden (z. B. Milchschorf oder eine Atopische Dermatitis) die Windeldermatitis verschlimmern.
• Verschiedene Salben und Puder irritieren die Babyhaut, aber auch die Verträglichkeit der bestimmten Windelsorte sollte überprüft werden, da einige auch Parfumstoffe enthalten.
Wie erkennt man eine Windeldermatitis?
Im Windelbereich ist die Haut gerötet, empfindlich und häufig treten Nässen und Schuppen auf. Am Oberschenkel sind meistens die Hautfalten nicht betroffen. Im Gegensatz zu anderen möglichen Erkrankungen (z. B. eine Pilzerkrankung), bleibt die Windeldermatitis auf den Windelbereich beschränkt. In besonders schweren Fällen bilden sich kleine Bläschen auf der Haut. Es kann zu einer Ausdehnung außerhalb des Windelbereiches kommen. Das Kind schläft schlecht, ist unruhig, sowohl in der Nacht, als auch am Tag.
Das sollte man beachten, um eine Windeldermatitis zu vermeiden:
• Kinder regelmäßig wickeln und beim Windelwechsel gründlich waschen und ganz wichtig: gut trocknen, bevor die neue Windel angelegt wird. Bei Kindern, mit Durchfall und Kindern, mit trockener Haut oder Ausschlag besonders häufig eine frische Windel anlegen.
• Bei jedem Wechseln das Baby mit warmem Wasser und einer milden Seife von vorne nach hinten waschen und es mit einem weichen Handtuch trocken tupfen.
• Verwendung einer ölhaltigen Waschlotion, bei besonders trockener Haut und anschließend immer gut mit klarem Wasser abspülen.
• Lassen Sie das Baby nach dem Waschen möglichst ohne Windeln “lufttrocknen”. Das macht Spaß und hilft zugleich.
• Eincremen der Windelregion mit einer Zinksalbe, um sie vor weiteren Irritationen zu schützen und die Heilung zu unterstützen
• Sollten sich die Symptome nicht in wenigen Tagen verbessern, das Kind sehr unruhig ist oder sich Bläschen auf der Haut bilden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Eigentlich mag ich ja Windeln wechseln gar nicht. Aber wenn ich mir das so anschaue, na ich lass es lieber über mich ergehen. Inzwischen habe ich auch bereits einen eigenen Sitz für dieses spannende Ding, dass Mama und Papa als Toilette bezeichnen, und mit Hose trau ich mich schon drauf zu sitzen. Bloß ohne, ne das mag ich nicht, ist mir zu komisch.

