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Monatsarchiv:November 2008

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Fast jede schwangere Frau strebt sie an, bzw. wünscht sich eine Spontangeburt. Gemeint ist eine Geburt die wie im Lehrbuch, ohne wehenfördernde Mittel, ohne schmerzmindernde Medikamente (z. PDA) ohne geburtshilfliche Instrumente (z.B. Zange oder Saugglocke) und natürlich ohne Kaiserschnitt über die Bühne geht.

4 Stadien unterteilen die Geburt eines Babys:

1. Eröffnungsphase
Es geht los, die Eröffnungswehen haben die Aufgabe den Muttermund auf 10 Zentimeter zu öffnen was bei Erstgebärenden bis zu 12 Stunden dauern kann. Mit jeder Wehe verengt sich die Gebärmutter und das Baby wird in Richtung „Ausgang“ geschoben. Also jede Wehe öffnet den Muttermund ein wenig und bringt Sie Ihrem Baby näher. Eine regelmäßige Bauchatmung erleichtert diese Phase der Geburt für Mutter und Baby.

2. Übergangsphase
Sie ist die anstrengendste aller 4 Phasen und dauert etwa zwischen 30 und 90 Minuten, manchmal kann sie sich aber auch über Stunden hinziehen. Der Wehenschmerz ist nun umheimlich stark und viele Frauen haben das Gefühl, dass sie nun am Ende ihrer Kräfte sind.

3. Die Endphase
Der Muttermund ist nun vollständig eröffnet und das Kind liegt tief im Becken und wird nun Richtung Ausgang geschoben. Durchschnittlich sind jetzt nur mehr 10 Wehen nötig, doch abnhängig von Grösse und Lage des Kopfes und der Grösse des mütterlichen Beckens kann es sich auch länger hinziehen. Es sind jetzt kraftraubende Presswehen, da aber die Frauen jetzt aktiv mithelfen können und das Baby hinauspressen werden Sie meist als weniger schmerzhaft empfunden als die Eröffnungswehen,.

4. Nachgeburtsphase
Ungefähr eine Stunde nach der Geburt löst sich die Plazenta und wird von der Gebärmutter durch heftige Kontraktionen ausgestossen. Dann haben Sie es geschafft. Die Geburt ist beendet.

Auch wenn viele Babys auf natürlichem Wege zur Welt kommen, so wird sehr oft auf schmerzstillende Mittel zurückgegriffen um der Mutter die Geburt zu erleichtern.

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„Das bisschen Haushalt“… – das Thema kennt jeder. Auch in der Schwangerschaft sind diese täglichen Handgriffe zu erledigen. Prinzipiell spricht nichts dagegen, auch in anderen Umständen anfallende Haushaltsarbeiten zu erledigen. Vorausgesetzt Sie hören immer auf Ihren Körper und gönnen sich auch regelmäßige Pausen.

Haushalt und Schwangerschaft
So manche Hausarbeiten wirken auch richtige Wunder. Einmal quer durch die Wohnung mit dem Staubsauger und Ihr Kreislauf kommt wieder so richtig in Schwung. Auch Wäsche aufhängen mit „richtigem“ Bücken (gebeugte Knie und gerader Rücken) gibt wunderbaren Entspannungseffekte für Ihre Gelenke. Dennoch empfiehlt es sich, so viel wie möglich im sitzen zu erledigen um den Kreislauf (Schwindelgefühle bei zu langem stehen) und Gefäßwände (gerade in den Beinen wegen möglicher Wassereinlagerungen) nicht zu sehr zu strapazieren.

Welche Arbeiten in der Schwangerschaft eher meiden?
Bei bestimmten Arbeiten sollte man auch besonders Vorsicht walten lassen: Durch die neuen Proportionen verändert sich in der Schwangerschaft auch Ihr Körpergefühl und es kann leichter zu Haushaltsunfällen kommen. Ihr Balancegefühl verändert sich und daher vermeiden Sie es, auf Stühle oder Leitern zu steigen. Riskieren Sie somit nicht die Gesundheit von Ihnen und ihrem Kind, und überlassen Sie mit ruhigem Gewissen so manche Aufgaben Ihrem Partner.

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Frauen, die eine unausgewogene Ernährungsweise mit einem erhöhten Verzehr von Butter, Margarine, verarbeitetem Fleisch und Fisch bevorzugen und wenig Brot und Fruchtsäfte zu sich nehmen, haben ein doppelt so hohes Brustkrebsrisiko als Frauen mit einer gesünderen Ernährung. Zu diesem Ergebnis kam ein Wissenschaftlerteam um Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), das Daten von mehr als 15.000 Frauen der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Potsdam-Studie ausgewertet hatte. Dabei gingen die Wissenschaftler der Frage nach, ob bestimmte Fettsäuren in Ernährung in direktem Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko stehen.

Qualität und nicht Quantität entscheidet
Ergebnis: In der Gruppe von Frauen, die gleichzeitig viel verarbeitetes Fleisch, Fisch, Butter oder andere tierische Fette sowie Margarine verzehrten, dafür aber wenig Brot und Fruchtsäfte konsumierten, traten im Verlauf von sechs Jahren etwa doppelt so viele Brustkrebserkrankungen auf wie in der Vergleichsgruppe, die sich gegenteilig ernährte. Das Körpergewicht spielte keine Rolle.

Wieder ein Grund mehr für eine Extra- Portion Obst und Gemüse und weniger tierische Fette.

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Drogenkonsum ist eines der Dinge, von denen man unbedingt und generell die Finger lassen sollte. Darüber sind sich alle einig. Trotzdem geraten immer wieder viele Menschen in den Teufelskreis der Abhängigkeit und lenken ihr Leben damit in eine Richtung der Selbstzerstörung.

Wenn eine Schwangerschaft eintritt, so ist das bei drogenabhängigen Frauen nicht selten überraschend und ungewollt, denn wenn man drogenabhängig ist, setzt der Monatszyklus oft aus und es kann zu Einschränkungen der Empfängnisfähigkeit kommen, weshalb manche abhängige Frauen dann glauben nicht so leicht schwanger werden zu können und das Thema Verhütung weniger beachten. Oftmals erkennen diese Frauen die Schwangerschaft zusätzlich erst sehr spät.

Drogenkonsum in der Schwangerschaft tunlichst vermeiden
Nun hat sich ein kleines Wesen doch mühsam den Weg ins Leben erkämpft und nun ist es so, dass diese Frauen nicht mehr nur sich selbst zerstören sondern auch ihr Baby. Drogenkonsum während der Schwangerschaft kann definitiv die gesunde kindliche Entwicklung stören und im schlimmsten Fall sogar zu Fehl- oder Totgeburten führen. Es gibt nur wenige Studien zu diesem Thema und somit auch wenige Erkenntnisse welche genauen Auswirkungen der Konsum auf das Kind haben kann. Einer der Gründe dafür ist natürlich, dass abhängige Mütter ihren Konsum verschweigen. Daher sind die Ergebnisse solcher Erhebungen nicht 100%ig sicher, jedenfalls aber ein Indikator dafür, was schlimmstenfalls geschehen kann.

Drogen in der Schwangerschaft erhöhen Risiko einer Fehlgeburt
Viele dieser Untersuchungen zeigen, dass beispielsweise bei der Einnahme von Cannabis während der Schwangerschaft das Risiko für eine Frühgeburt und vorzeitig einsetzenden Wehen stark ansteigt und das Geburtsgewicht des Babys unter der Norm ist. Nachgewiesen ist auch, dass die Wirkstoffe in den Blutkreislauf des Fötus gelangen. Und das schon bei einer relativ leichten Droge. Nicht auszudenken wie sehr das Baby bei stärkeren Drogen leiden muss – es hat verheerende Folgen! Eine wesentlich höhere Missbildungsrate, Hirnfehlbildungen und starke Entzugserscheinungen des Neugeborenen. Wie Zittern, Schreien, erbrechen, etc.

Alle Drogen gehen in fast gleicher Konzentration, in der sie im mütterlichen Blut vorliegen, auch in die Muttermilch und damit auf das Kind über. Abgesehen davon, dass sich dadurch ein Suchtpotenzial beim Kind entwickelt, verzögern die enthaltenen Zellgifte die gesunde Entwicklung des Babys. Fazit: Bitte Finger weg von Drogen – dem Baby zuliebe und Ihrem Leben zuliebe. Machen Sie eine Therapie und fangen Sie ein neues Leben an. Alles Gute dabei!

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Menschen, die ihr Essen hinunterschlingen, sind verstärkt von Übergewicht bedroht. Das haben Wissenschaftler der Universität Osaka herausgefunden, als sie die Essgewohnheiten von fast 3.000 Menschen unter die Lupe nahmen.

Schnell essen macht übergewichtig
Die Forscher um Prof. Hiroyasu Iso untersuchten den Zusammenhang zwischen Essgeschwindigkeit, Sättigungsgefühl und Übergewicht. Fast die Hälfte der 3.000 freiwilligen Probanden gab an, eher schnell zu essen. Im Vergleich mit jenen, die sich bei den Mahlzeiten Zeit lassen, waren männliche Schnellesser um 84 Prozent eher übergewichtig. Bei den Frauen war die Wahrscheinlichkeit etwas mehr als doppelt so hoch. Kam zum schnellen Essen noch die Neigung hinzu, bis zur Sättigung zu essen, war die Quote sogar drei Mal so hoch wie bei den bedächtigen Essern.

Einem begleitenden Kommentar der australischen Wissenschaftlerinnen Elizabeth Denney-Wilson und Karen Campbell zufolge dürfte der Mechanismus, der uns heutzutage fett werden lässt, früher ein Evolutionsvorteil gewesen sein: War das Nahrungsangebot knapp, wurde einfach schnellstmöglich so viel Essen wie möglich hinuntergeschlungen (Quelle: Ärztliche Praxis online).

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Bei der Saugglocke handelt es sich um ein geburtshilfliches Instrument zur Unterstützung der vaginalen Entbindung (Vakuumextraktion).

Die Gründe dafür könnten sein, dass der Herzschlag des Babys sich verschlechtert oder dass die Mutter schon zu erschöpft ist und auch wenn die Geburt zum Stillstand kommt. Eine PDA könnte auch der Grund dafür sein. Die Mutter spürt die Wehen nicht mehr und kann nicht mehr aktiv mitschieben. Es gibt auch Frauen die aus gesundheitlichen Gründen nicht mitschieben dürfen, auch hier kommt die Saugglocke zur Anwendung.

Wie schaut so eine Saugglocke eigentlich aus?
Die Saugglocke ist ein Apparat bestehend aus einer Pumpe, einer Vakuumflasche, dem Schlauchsystem, der Saugglocke in verschiedenen Größen und Materialien wie beispielsweise Silikon, Kunststoff oder Gummi. Saugglocken aus Metall werden nur mehr selten verwendet. Auch gibt es ein Handmodell, das sogenannte KIWI-Vakuum, welches seit einiger Zeit häufiger zum Einsatz kommt, nach meiner Erfahrung. Es besteht aus einer Saugglocke (Kunststoff), die durch einen stabilen festen Schlauch mit einer Handpumpe verbunden ist. Hier wird der Druck durch das Pumpen mit der Hand aufgebaut. Ich finde es für das Kind etwas atraumatischer durch die Kunststoff-Saugglocke und auch frauenfreundlicher, da es kleiner, leiser und handlicher ist, als der mechanische Apparat. Der Einsatz der Modelle variiert von Krankenhaus zu Krankenhaus, je nach Erfahrungen des dort arbeitenden Kreißsaal-Teams.

Wie funktioniert eine Saugglocken-Geburt?
Voraussetzungen für das Verwenden der Saugglocke sind, dass der Muttermund vollständig geöffnet ist, die Fruchtblase gesprungen ist oder künstlich gesprengt wurde und dass der Kopf schon tief genug im Becken ist. Die Saugglocke wird in den Scheideneingang eingeführt und am kindlichen Kopf angesetzt, wo ein Vakuum langsam aufgebaut wird. Danach wird mit einem wehensynchronen Probezug die Effektivität überprüft, d.h. ob das Köpfchen dem Zug nach „unten draussen“ folgt. Bei Bestätigung wird anschließend mit aktivem Schieben der werdenden Mutter und mit Hilfe weiterer wehensynchroner Züge das Köpfchen des Babys über den Damm geboren. Die Hebamme ist währenddessen für den Dammschutz zuständig und übernimmt die Anleitung meist während der Geburt des Kopfes bis das Baby ganz geboren ist.

Zusatzfaktoren einer Geburt mit Saugglocke
Natürlich bringt diese Art zu Entbinden einige zusätzliche Faktoren mit sich z.B. entsteht eine ödematöse Schwellung am Köpfchen des Babys, dort wo der Ansatzpunkt der Saugglocke war, die nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Auch Hämatome und Hautabschürfungen können sich zeigen. Bei der Mutter kann es zu Damm- und Scheidenrissen und/oder einem Dammschnitt kommen. Hier kann aber nicht sicher gesagt werden, ob es ohne Unterstützung durch die Saugglocke zu keinen Verletzungen an den Geburtswegen gekommen wäre.

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Eines der überaus angenehmen Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft – zumindest meinem Empfinden nach – ist, dass man monatelang keine Menstruation hat. Trotzdem als meine Tochter dann geboren war, begann ich mich auch wieder ein bisschen danach zu sehen, irgendwann möchte man einfach wieder eine normale Frau sein und keine schwangere Frau oder Frau im Wochenbett.

Wann kommt meine Periode zurück?
Wann die Periode zurück kommt ist von Frau zu Frau verschieden, ein großer Faktor dabei ist auch das Stillen. Bei einer stillenden Frau kann es leicht passieren, dass die Periode erst wieder nach dem Abstillen eintritt. Bei mir kam sie auf den Tag genau 6 Wochen nach Janas Geburt und ich weiß das deswegen so genau weil wir beide an diesem Tag ins Krankenhaus mussten um akut einen Leistenbruch bei Jana zu operieren. Zuerst dachte ich, dass mein Wochenfluss durch den Stress plötzlich wieder stärker wurde, aber dann erkannte ich es doch als Periode, allerdings als die stärkste die ich je hatte. Zu meinen Sorgen mit Jana kam nun auch noch dieses Phänomen, das mich anfangs total überforderte – es war wirklich um ein vielfaches stärker als ich es gekannt hatte.

Heute weiß ich, dass das nicht ungewöhnlich ist, es erging mir auch bei der zweiten Periode noch so, seither ist aber wieder alles beim Alten.

Erste Monatsblutung nach der Geburt
Die erste Periode beendete bei mir den Wochenfluss, der zu diesem Zeitpunkt nur mehr sehr schwach gewesen war. Allerdings darf man eines nicht glauben, dass man nicht fruchtbar ist wenn man noch keine Periode nach der Geburt hat und auch dass man während des Stillens nicht verhüten muss ist ein Ammenmärchen, dass sicher oftmals schuld an all zu kurzen Abständen zwischen 2 Geschwistern ist. Achtung, der ersten Monatsblutung nach der Geburt geht ein Eissprung voraus – Sie müssen unbedingt verhüten.

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In meiner Praxis sind nicht nur Mütter und Schwangere, sondern auch immer wieder einmal Geschwisterkinder, zu Besuch. Da stellt sich natürlich dann schon für die kleinen „Großen“ die Frage, warum denn die Mama überhaupt zu mir kommt mit dem „dicken Bauch“. Ja, wie kommt denn eigentlich ein Baby da hinein und wie denn wieder heraus?

Da Frauen in meinen Geburtsvorbereitungskursen auf das „Gebären aus eigener Kraft“ vorbereitet werden, sollte es für die Kinder auch eine Information in diese Richtung sein. Ich habe zwei wunderbare Bücher für die Kinder entdeckt, mit denen ich meine Ansicht zum selbstbestimmten Gebären unbedingt teile. Gebären darf Kindern nicht Angst machen, soll aber der Realität des Gebärens ganz nahe kommen und aus der Sicht der großen Geschwisterkinder beschrieben werden….

Meine Buchempfehlungen dazu:

Fisch und Schokolade
Autorinnen: I.Meyer, D.Struck, B.Wille
Elwin Staude Verlag

Runas Geburt
Autoren: U.Spillmann, I. Kamieth
Eigenverlag, ISBN: 3-00-007551-8
www.Runas-Geburt.de

Beide Bücher sind für Kinder ab 5 – 6 Jahren geeignet. Beide Bücher sind sehr schön gezeichnet und das Leben ist darin so dargestellt, wie es eben ist. Da und dort liegt einmal etwas herum, die Mama liegt mit den Wehen in der Badewanne, die Hebamme ist eine ganz besondere Familienbegleiterin und der Vater hat auch seine Rolle in der Geburtsarbeit. Zu meiner großen Freude werden die Kinder nicht in der mütterlichen Rückenlage zur Welt gebracht.

Runas Geburt hat mehr Bilder und eignet sich meiner Meinung nach schon für Kinder im Kindergarten, während „Fisch und Schokolade“ eher für etwas ältere Kinder gedacht ist. Die Zusammenhänge sind hier etwas komplexer und der Text länger.

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Immer wieder hört man, dass man sich gesund ernähren soll, Sport betreiben, nicht rauchen und vor allen Dingen nicht trinken. Erst Letztens habe ich das breite Spektrum an „Regeln“ kennen gelernt, das die Familienplanungspaare auch psychisch in der Thematik „Kinderplanung“ abzudecken haben.

Bei einem gut bekannten Pärchen war es so, dass sich der geplante Spross einfach nicht einstellen wollte und deshalb waren sie nach langem Hin und Her doch beim Spezialisten um einfach mal nachschauen zu lassen was es denn da haben könnte. Gott sei Dank oder Leider (je nachdem wie man es sehen möchte) konnte der Spezialist auf beiden Seiten nichts Auffälliges entdecken und gab an sich grünes Licht für die Bastelstunde. Allerdings war das ja nur die „gute“ Nachricht, die er parat hatte. Nach einem kurzen Seufzer der Erleichterung wurde Männlein und Weiblein mit einer schier unendlichen Liste an guten Ratschlägen zugetextet und dann mit guten Wünschen für die Kinderplanung entlassen. Die Worte: „gehen Sie es einfach entspannt an“ setzten dann der Kuriosität noch die Krone auf.

Hier ein paar Ratschläge zur Kinderplanung, die es doch (obwohl ja alles ok ist) zu bedenken gab:

  • Ernähren Sie sich gesund. Kochen Sie auch Ihrem Mann gesunde und ausgewogene Kost mit viel Gemüse.
  • bitte nicht zu viel Stress aussetzen und alles entspannter angehen
  • Auch Passivrauchen kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen
  • Zeigen Sie Ihrem Partner dass Sie ihn lieben auch währen der nicht-fruchtbaren Tage
  • machen Sie mehr Bewegung
  • bitte im Alkohol einbremsen

Das klingt ja auf den ersten Blick gar nicht so schlimm, aber wenn man diese Punkte einfach mal kombiniert klingt es nicht mehr so einfach und die Hoffnungen darauf bald einen kleinen Erdenbürger zu beherbergen schwinden doch erheblich.

Eine der unzähligen Kombinationen der Ratschläge und Ihre Auswirkungen:
Meine Bekannte stellte sich natürlich ab diesem Tag täglich an den Herd und kochte ausgewogene Kost aus einem Kochbuch, das Sie extra noch erstanden hatte. Nebenbei sei erwähnt, dass aufgrund der komischen Farben und Gestalten auf dem Teller jede Kocherei spätestens am Esstisch in eine Diskussion um komisch schmeckendes Gemüse (Ihr Mann ist wirklich kein Fan) und missglückten Rezepten ausbrach. Diese Diskussion endete meist im Streit, Unverständnis und für das Essen im Biomüll.

Gleichzeitig wurde meine Bekannte immer müder und unausgeglichener, fehlte Ihr doch durch die Kocherei die Stunde Mittagsschlaf (sie geht jeden Tag sehr früh arbeiten) und ganz nebenbei traute sie sich nicht mehr ihrem Mann nach einer gerauchten Zigarette zu zeigen, dass Sie ihn doch gerne hat. Passivrauchen ist ja schlecht.

Er im Gegenzug stellte das Rauchen etwas ein, war dafür noch angespannter und darüber hinaus immer hungrig. Das Glas Rotwein und die Kuschelstunde am Abend mussten auch weichen. Rotwein war ja tabu. Die Bewegung machten beide nur aus Gefälligkeit dem Anderen gegenüber und schon bald endeten die gut gemeinten Ratschläge einfach in Frust und Unlust der beiden.

Und zu allem Überfluss: Baby war nach weiteren 6 Monaten noch immer keines in Sicht.

Nach einem ernsten Gespräch über Kinderplanung und Beziehungsprobleme meinten dann beide, dass Sie mal einen netten Abend unter Freunden verbringen sollten.

Er zischte also los mit seinen Kumpels um eine Runde Fußball zu schauen und sie verabredete sich zum Mädelsabend in der Kneipe um die Ecke. Für beide wurde es ein feuchtfröhliches Ereignis. Am nächsten Morgen hatten beide einen richtigen Kater und beide einen Filmriss. Er wusste nicht mehr, wie er nach Hause gekommen war und sie nicht mehr, wie sie es ins Bett geschafft hatte.

Fest stand nur, nach 14 Tagen: Baby an Bord…

Seit dem sind wir auch fest überzeugt: man sollte doch alles locker angehen… wird schon werden.

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Im Rahmen meiner Abschlussarbeit für mein berufsbegleitendes Studium, Management im Gesundheitswesen mit Vertiefung „midwifery“ (= Hebamme), beschäftige ich mich mit den Bedürfnissen von Gebärenden, vorerst bei Geburten im Krankenhaus.

Besonders von Frauen mit schwierigen vaginalen Geburten (keine Kaiserschnittgeburten, Frühgeburten und Mehrlingsgeburten), erhoffe ich mir Informationen zu ihrer Geburtserfahrung, z.B. zu ihren Vorstellungen über die Geburt und die praktische Umsetzung, zu unbekannten Gefühlen oder auch zu gezielter Kritik über die erlebte Betreuung.

Ich möchte herausfinden, was den einzelnen Frauen wichtig ist/war? Was hätten sie gebraucht? Was wurde wie gemacht? Welche Gefühle waren während der Geburt da? Was hat ihnen geholfen und was nicht? Warum war die Geburt für sie schwierig? Was macht eine Geburt zu einer schwierigen Geburt? Was waren die Störfaktoren?

Alles, was die Frau in Bezug auf die Geburt beschäftigt, ist für mich wichtig.

Vor dem Hintergrund, dass eine als schwierig erlebte Geburt eine belastende Lebenserfahrung sein kann, ist es mein Ziel, die Wahrnehmung der Geburt durch die Frauen und die Erfüllung ihrer Bedürfnisse genauer kennen zu lernen und mit den Ergebnissen zur Stärkung einer familien- und frauenorientierten Geburtshilfe beizutragen.

Dafür möchte ich eine Untersuchung in Form von Interviews durchführen. Diese Interviews werden ca. 1 Stunde dauern und in Form eines Gespräches durchgeführt. Außerdem sollen sie auf Tonband aufgenommen werden, damit eine gezielte Auswertung stattfinden kann. Die Daten werden in jedem Fall anonym verwendet. Da ich im Raum Salzburg beheimatet bin, ist es wünschenswert, wenn sich interessierte Frauen aus der Nähe von Salzburg/angrenzendes Oberösterreich/Bayern melden würden.

Die Geburt ist ein intimes und sensibles Thema im Leben einer Frau. Um die Individualität jeder Einzelnen mit ihren speziellen Bedürfnissen erarbeiten zu können, werden auch sehr persönliche Fragen gestellt. Genau das sind die Informationen, die jede Geburt einzigartig machen und leider oft im Routinegeschehen nicht berücksichtigt werden.

Wer kann teilnehmen?

Alle Frauen, die

- vor 12 – 20 Monaten vaginal in einem Krankenhaus entbunden haben
- die Geburt als schwierig empfanden und damit unzufrieden sind
- es sich vorstellen können, mit mir über die Geburt zu sprechen –

bitte melden Sie sich bei mir, vorerst per E-Mail: hebammenforschung@hotmail.de  

Bei Interesse oder Fragen und Unklarheiten können Sie sich jederzeit an mich wenden. Ich freue mich auf viele Rückmeldungen und interessante, hilfreiche Gespräche!