Frauen, die während der Schwangerschaft stark zunehmen, bringen auch häufig schwergewichtige Kinder zur Welt. Die Gewichtszunahme ist dabei sogar ein stärkerer Risikofaktor als ein Gestationsdiabetes.

Schwangere: Zuviel Pfunde schlecht auch fürs Baby
Eine Gewichtszunahme um mehr als die maximal empfohlenen 40 lb (entspricht rund 18 kg) verdoppelt das Risiko, ein Baby von mehr als 4 kg auf die Welt zu bringen. Das hohe Geburtsgewicht kann nicht nur zu Komplikationen während der Geburt führen, sonder erhöht auch das Risiko von Übergewicht beim Nachwuchs.

Dabei ist eine zu starke Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sogar ein noch einflussreicherer Faktor als ein Gestationsdiabetes. Besonders heikel wird es, wenn beide Risikofaktoren gemeinsam auftreten. Das stellten Forscher um Teresa Hillier von Kaiser Permanente Center for Health Research in Oregon (USA) fest, als sie die Daten von 41.540 Frauen ausgewertet hatten. Die Studie erscheint in der November-Ausgabe von “Obstetrics & Gynecology”.

Das Risiko, ein Kind von mehr als 4 kg zur Welt zu bringen, betrug rund

- 20 Prozent, wenn die Schwangere mehr als 18 kg zugenommen hatte
- 12 Prozent bei normaler Gewichtszunahme
- 30 Prozent bei starker Gewichtszunahme und Gestationsdiabetes
- 13 Prozent bei normaler Gewichtszunahme und Gestationsdiabetes.

“Es ist für Schwangere wichtig aufzupassen, dass sie nicht zu viel zuzunehmen”, betont Hillier. “Vor allem, wenn noch andere Risikofaktoren wie Gestationsdiabetes vorliegen.” Mitautorin Kim Vesco ergänzt: “Auch vom praktischen Standpunkt aus gesehen: Frauen, die während der Schwangerschaft viel an Gewicht zulegen, haben Schwierigkeiten, es nach der Geburt wieder loszuwerden.” (Quelle: Kaiser Permanente Center for Health Research. Ärztliche Praxis online)