Auf Mütter wirt das Lächeln des Babys wie eine Droge: Es aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn. Das haben Forscher vom Baylor College für Medizin in Houston in einer Studie herausgefunden. In ihrem Versuch zeigten die Wissenschaftler den Müttern Fotos von Babys und überwachten durch eine funktionelle Magnetresonanztomografie den Blutfluss im Gehirn. Durch das Betrachten der Fotos wurden Hirnbereiche aktiviert, die auch bei Drogensucht eine Rolle spielen.

Lächeln des Babys garantiert Hochgefühl bei Müttern
Das Lächeln des Babys löst offensichtlich ein natürliches Hochgefühl aus. Für die Untersuchung zeigten die Forscher 28 Müttern, die in den letzen 10 Monaten ein Kind bekommen hatten, Fotos von Babys. Auf den Bildern war entweder das eigene oder ein fremdes Kind zu sehen. Der Gesichtsausdruck der Babys war fröhlich, traurig oder neutral. Beim Betrachten der Fotos wurden Bereiche des Hirns aktiviert, die mit der Ausschüttung des Gehirnbotenstoffes Dopamin in Verbindung stehen. Diese Hirnregionen spielen bei Suchterkrankungen eine große Rolle. Die Reaktion hing vom Gesichtsausdruck des Babys ab: Lächelnde Babygesichter wirken stärker als neutrale oder traurige, wobei die stärkste Reaktion durch das eigene Baby ausgelöst wurde. (Quelle: Forum Gesundheit, 4/2008 S.22)