Schwimmen ist der Schwangerschaftssport schlechthin. Es gibt dabei praktisch keine Verletzungsgefahr und die Schwangere spürt aufgrund des Auftriebs ihr Gewicht nicht mehr. Rücken und Gelenke werden so entlastet, Kreuzschmerzen wird vorgebeugt und nicht nur das: Durch kaltes Wasser wirken Kältereize auf den Körper, die zur Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten führen.

Warum Schwimmen für Schwangere nahezu ideal ist…
Schwimmen für Schwangere ist durch den Wasserdruck außerdem eine hervorragende Krampfadernprophylaxe. Er ist vergleichbar mit einem Stützstrumpf. Auch das Bindegewebe wird gestrafft, toll gegen Cellulite. Die Gebärmutter wird sehr gut durchblutet und nicht zuletzt beeinflusst Bewegung die Darmtätigkeit günstig, was Verstopfungen entgegenwirkt.

Ist Schwimmen in der Schwangerschaft gefährlich?
Ein großes Gegenargument ist das befürchtete Infektionsrisiko bei der Benützung öffentlicher Schwimmbäder. Sofern es sich aber um ein öffentliches Bad handelt, dass die allgemeinen Hygienevorschriften berücksichtigt, besteht keine Gefahr, da die Kontrollen sehr streng sind. Natürlich sollten Sie sich aber im Klaren darüber sein, dass Ihre Immunabwehr wegen des veränderten Säureniveaus in Ihrer Scheide herabgesetzt. Das ist der Grund warum Sie Whirlpools besser meiden sollten – warmes Wasser und kleine Becken – diese Kombination birgt ein höheres Risiko für das Vorkommen von Bakterien und Pilzen. Das Sitzen auf Sesseln im Hallenbad oder nasse Badeanzüge können eine Infektion begünstigen. Daher sollten Sie nach dem Schwimmen sofort zu duschen bzw. den Badeanzug sofort wechseln und gründlich abtrocknen.

Wassergymnastik ist natürlich das Non Plus Ultra für werdende Mütter, informieren Sie aber Ihren Trainer über Ihre Schwangerschaft, denn manche Übungen könnten nicht so gut für Sie geeignet sein.

Auch wenn Schwimmen eine geeignete Sportart für Schwangere ist: Frauen, die am Schwimmen keinen Spaß finden und auch sonst das Wasser nicht besonders mögen, sollten sich nicht dazu zwingen, es soll ja auch Spaß machen. Wer sich allerdings für das Wasser entscheidet, profitiert von seinen Eigenschaften.