Menschen, die ihr Essen hinunterschlingen, sind verstärkt von Übergewicht bedroht. Das haben Wissenschaftler der Universität Osaka herausgefunden, als sie die Essgewohnheiten von fast 3.000 Menschen unter die Lupe nahmen.

Schnell essen macht übergewichtig
Die Forscher um Prof. Hiroyasu Iso untersuchten den Zusammenhang zwischen Essgeschwindigkeit, Sättigungsgefühl und Übergewicht. Fast die Hälfte der 3.000 freiwilligen Probanden gab an, eher schnell zu essen. Im Vergleich mit jenen, die sich bei den Mahlzeiten Zeit lassen, waren männliche Schnellesser um 84 Prozent eher übergewichtig. Bei den Frauen war die Wahrscheinlichkeit etwas mehr als doppelt so hoch. Kam zum schnellen Essen noch die Neigung hinzu, bis zur Sättigung zu essen, war die Quote sogar drei Mal so hoch wie bei den bedächtigen Essern.

Einem begleitenden Kommentar der australischen Wissenschaftlerinnen Elizabeth Denney-Wilson und Karen Campbell zufolge dürfte der Mechanismus, der uns heutzutage fett werden lässt, früher ein Evolutionsvorteil gewesen sein: War das Nahrungsangebot knapp, wurde einfach schnellstmöglich so viel Essen wie möglich hinuntergeschlungen (Quelle: Ärztliche Praxis online).