Verfasst von Karin am 26 Nov 2008 um 01:18 am
Drogen in der Schwangerschaft
Drogenkonsum ist eines der Dinge, von denen man unbedingt und generell die Finger lassen sollte. Darüber sind sich alle einig. Trotzdem geraten immer wieder viele Menschen in den Teufelskreis der Abhängigkeit und lenken ihr Leben damit in eine Richtung der Selbstzerstörung.
Wenn eine Schwangerschaft eintritt, so ist das bei drogenabhängigen Frauen nicht selten überraschend und ungewollt, denn wenn man drogenabhängig ist, setzt der Monatszyklus oft aus und es kann zu Einschränkungen der Empfängnisfähigkeit kommen, weshalb manche abhängige Frauen dann glauben nicht so leicht schwanger werden zu können und das Thema Verhütung weniger beachten. Oftmals erkennen diese Frauen die Schwangerschaft zusätzlich erst sehr spät.
Drogenkonsum in der Schwangerschaft tunlichst vermeiden
Nun hat sich ein kleines Wesen doch mühsam den Weg ins Leben erkämpft und nun ist es so, dass diese Frauen nicht mehr nur sich selbst zerstören sondern auch ihr Baby. Drogenkonsum während der Schwangerschaft kann definitiv die gesunde kindliche Entwicklung stören und im schlimmsten Fall sogar zu Fehl- oder Totgeburten führen. Es gibt nur wenige Studien zu diesem Thema und somit auch wenige Erkenntnisse welche genauen Auswirkungen der Konsum auf das Kind haben kann. Einer der Gründe dafür ist natürlich, dass abhängige Mütter ihren Konsum verschweigen. Daher sind die Ergebnisse solcher Erhebungen nicht 100%ig sicher, jedenfalls aber ein Indikator dafür, was schlimmstenfalls geschehen kann.
Drogen in der Schwangerschaft erhöhen Risiko einer Fehlgeburt
Viele dieser Untersuchungen zeigen, dass beispielsweise bei der Einnahme von Cannabis während der Schwangerschaft das Risiko für eine Frühgeburt und vorzeitig einsetzenden Wehen stark ansteigt und das Geburtsgewicht des Babys unter der Norm ist. Nachgewiesen ist auch, dass die Wirkstoffe in den Blutkreislauf des Fötus gelangen. Und das schon bei einer relativ leichten Droge. Nicht auszudenken wie sehr das Baby bei stärkeren Drogen leiden muss – es hat verheerende Folgen! Eine wesentlich höhere Missbildungsrate, Hirnfehlbildungen und starke Entzugserscheinungen des Neugeborenen. Wie Zittern, Schreien, erbrechen, etc.
Alle Drogen gehen in fast gleicher Konzentration, in der sie im mütterlichen Blut vorliegen, auch in die Muttermilch und damit auf das Kind über. Abgesehen davon, dass sich dadurch ein Suchtpotenzial beim Kind entwickelt, verzögern die enthaltenen Zellgifte die gesunde Entwicklung des Babys. Fazit: Bitte Finger weg von Drogen – dem Baby zuliebe und Ihrem Leben zuliebe. Machen Sie eine Therapie und fangen Sie ein neues Leben an. Alles Gute dabei!

