Verfasst von Karin am 12 Dez 2008 um 03:16 am
Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)
Eine Fruchtwasseruntersuchung wird durchgeführt um genetisch bedingte Krankheiten wie das Down Syndrom, Edwards Syndrom oder Schädigungen der Nervenbahnen z.B. Spina Bifida festzustellen.
Das Fruchtwasser von Frauen über 35 Jahren wird speziell kontrolliert
Bei Frauen über 35 Jahren bietet der Frauenarzt immer einen Fruchtwasseruntersuchung an, denn diese Babys haben ein höheres Risiko an einem genetischen defekt zu leiden. Auch Frauen in deren Familie genetisch bedingt Krankheiten aufgetreten sind, oder die bereits ein krankes Kind zur Welt gebracht haben, werden meist solch einer Untersuchung unterzogen. Auf Wunsch kann jede Schwangere eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen. Auf jeden Fall sollten sie sich genau von ihren behandelten Arzt beraten lassen. Die Entscheidung ob Sie eine Amniozentese machen lassen oder nicht liegt einzig und alleine bei Ihnen.
Eine Fruchtwasseruntersuchung wird üblicherweise zwischen der 15.-19. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Hier ist das Baby noch von genug Fruchtwasser umgeben, so dass der Arzt leicht Flüssigkeit entnehmen kann ohne das Baby zu gefährden. Es kann aber auch noch ab der 30 Woche eine Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt werden. Wenn zum Beispiel eine Frühgeburt droht kann so die Lungenreife festgestellt werden, oder wenn es sich um eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind handelt.
Wie funktioniert eine Amniozentese eigentlich genau?
Bei einer Amniozentese wird der Arzt mit dem Ultraschallgerät eine geeignete Stelle für die Entnahme der Flüssigkeit in der Fruchtblase suchen. Während des ganzen Eingriffes wird Ihr Baby mit dem Ultraschallgerät überwacht. Der Arzt wird mit einer dünnen Kanüle ca. 15-20 ml Fruchtwasser entnehmen. Dieser Eingriff ist nicht schmerzhafter als eine Blutabnahme. Deshalb benötigen die meisten Frauen keine lokale Betäubung. Auf Wunsch wird der Arzt Sie aber Betäuben. Das Fruchtwasser wird dann in ein Labor geschickt und dort auf eine erhöhte Konzentration bestimmter Eiweißstoffe (Alpha-Fetoprotein) untersucht. Dies kann auch Aufschluss auf mögliche Krankheiten geben. Danach werden Zellen aus der Flüssigkeit entnommen. Hierbei handelt es sich um abgestoßene Zellen der Haut, vom Magen-Darm-Trakt und der Nieren des Babys. Diese Zellen werden dann kultiviert und vermehrt so dass man dann diese auf eventuelle Gendefekte untersuchen kann. Es kann sogar das Geschlecht des Babys festgestellt werden.
Nach Entfernung der Kanüle können Bauchschmerzen auftreten. Deshalb werden Sie nach dem Eingriff noch für ca. eine halbe Stunde am Wehenschreiber angehängt um auszuschließen, dass sich Wehen entwickeln. Ihr Baby wird durch diese Behandlung erschreckt und ist gestresst. Deshalb ist es gut am nächsten Tag Bettruhe zu halten und sich nicht zu viel anstrengen. Um mögliche Komplikationen auszuschließen wird Sie am nächsten Tag noch eine Hebarme besuchen, die Sie noch einmal beobachten und untersuchen wird. Mögliche Komplikationen können Fruchtwasserabgang, Blutung in der Gebärmutter oder eine Infektion sein. Es besteht aber auch das Risiko einer Fehlgeburt. Die Rate liegt hier bei cirka 0,5 Prozent. Auf die Ergebnisse eines Fruchtwassertests muss man ca. drei Wochen warten, da die Kultivierung der Zellen so lange dauert. Am bestem Informieren Sie sich bei Ihren behandelnden Arzt über mögliche Behandlungen.


Baby-Zeit Blog am 27 Feb 2009 um 14:37 #
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DaDuBo am 29 Jun 2009 um 12:53 #
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