Verfasst von Andrea am 24 Jan 2009
Käseschmiere beim Baby
Als die sogenannte Käseschmiere (Vernix caseosa) bezeichnet man das weißlich-gelbes Talgdrüsensekret, welches die Haut eines Neugeborenen zum Zeitpunkt der Geburt bedeckt. Bei manchen Babies ist der gesamte Körper mit dem natürlichen Wärmeschutz bedeckt und bei anderen nur an vereinzelten Stellen. In diesem Fall weist das meist auf eine Übertragung, d.h. die Geburt erfolgte nach dem errechneten Termin, hin.
Wozu dient die Käseschmiere?
Während der Geburt dient die Käseschmiere, die zu 80% aus Wasser besteht, als Gleitmittel, um es dem kleinen Erdenbürger etwas zu erleichtern, das Licht der Welt zu erblicken. Bereits einige Wochen vor der Geburt umhüllt sich der Fötus im Körper der Mütter mit dem schützenden Sekret, welches sich mit der Funktion einer Hautschutz-Creme vergleichen lässt. Außerdem enthält die Käseschmiere auch antibakterielle Stoffe, welche das Kind vor Infektionen schützen.
Die Käseschmiere schützt die zarte und empfindliche Haut vor dem Austrocknen im Fruchtwasser. Heute weiß man auch, dass die Käseschmiere direkt nach der Geburt auf der Haut belassen werden soll. Die geruchsneutrale „Creme“ ist schon nach wenigen Stunden ganz in die Haut eingezogen und bietet somit die perfekte Hautvorbereitung für das kleine Leben.
Derzeit arbeiten einige Forschungsteams an der Zusammensetzung des Sekrets, um diese dann als Top-Hautcreme auch produzieren zu können. Vor allem Frühgeborene oder auch Menschen mit Neurodermitis sollen von der synthetisch erzeugten Käseschmiere profitieren.






