Der Begriff des „Wochenbettes“ kommt aus einer Zeit, in der den Frauen nach einer Geburt eine Zeit der Ruhe gegönnt wurde, in der sie einmal keine schwere körperliche Arbeit verrichten mussten. Diese Zeit war den Frauen „heilig“ und einzigartig…
Heute habe ich aber das Gefühl, diese körperlich ruhige Zeit nach der Geburt darf nicht mehr sein. Die Frauen sollten nach der Geburt binnen kurzer Zeit wieder topfit und schlanker als jemals zuvor sein. Sie sollen sich fit machen für…. ich weiß nicht wen?….
Die Werbung und viele Prominente gaukeln den Frauen, die gerade geboren haben, vor, dass man spätestens nach 4 Wochen wieder aussehen muss, wie vor der Schwangerschaft. Das geht aber nur auf Kosten der Neugeborenen und der jungen Mütter. Diese Frauen haben mit Sicherheit nicht genügend Substanz, ihre Kinder zu stillen und ihren Körper gesund rückzubilden.
Wochenbett – so wie es sein soll
Das Wichtigste ist, dass es den Müttern und Kindern im Wochenbett gut geht. Individuelles Dosieren der Bewegung, um eine gute Durchblutung der Gewebe zu gewährleisten; gesunde, regelmäßige Ernährung mit Selbstgekochtem und anfangs auch noch viel liegen, um den Beckenboden zu schonen, das wäre ein „richtig verstandenes“ Wochenbett!
Eine alte Hebammenweisheit besagt ja: „9 Monate kommt es und 9 Monate geht es.“ Und diese Zeitspanne sollte sich auch jede Mutter nach der Geburt Zeit nehmen dürfen, wieder den Zustand vor der Schwangerschaft zu erreichen.
In diesem Sinne: ein stressfreies, neues Jahr 2009 allen Neugeborenen, Kindern, Müttern, Frauen und Familien!