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Monatsarchiv:Februar 2009

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Ein Satz den Schwangere in den 40 Wochen vor der Geburt Ihres Babys häufig zu hören bekommen ist: „Eine Schwangerschaft ist ja keine Krankheit“. Trotzdem gibt es für Schwangere eine ganze Reihe von Dingen die man in der Schwangerschaft besser nicht oder nur eingeschränkt tun soll. Rauchen in der Schwangerschaft soll genauso tabu sein wie auch Alkohol in der Schwangerschaft. Aber es gibt auch Bereiche in denen man nicht kategorisch „Ja“ oder „Nein“ sagen kann. Das Thema schwanger reisen ist ein solches. Wir haben es ein wenig genauer unter die Lupe genommen:

Urlaub für Schwangere – Flugzeug, Bahn, PKW?
In vielen einschlägigen Foren zu Schwangerschaft, Geburt und Baby wird das Thema schwanger reisen vielfach diskutiert. Ob und inwiefern es sinnvoll ist als Schwangere zu Fliegen ist dabei oft eine der zentralen Fragen. Wir haben uns bei einer langjährigen Hebamme für Sie schlau gemacht: Vor der 14. SSW sollte man so weit irgendwie als Schwangere kein Flugzeug besteigen. Grund dafür ist die erhöhte Strahlenbelastung die im schlimmsten Fall bis hin zu einer Fehlgeburt führen kann. Auch dann sollte man das Flugzeug nach Einschätzung unserer Expertin eher meiden. Zumindest dann wenn ein Fliegen in der Schwangerschaft nicht zwingend notwendig ist. Deutlich besser fällt das Zeugnis für Reisen mit der Bahn aus. Aus Hebammen-Sicht gibt es hier kaum was einzuwenden. Die häufigste Fortbewegungsart – auch bei Schwangeren – ist die Fahrt mit dem PKW. Autofahrten in der Schwangerschaft sollten – gemäß unserer Hebamme – auf keinen Fall zu lange dauern. Sinnvoll wären auch immer wieder kleinere Pausen zum Vertreten der Beine. Und egal wie Sie bei Ihrem Urlaub in der Schwangerschaft anreisen: Viel Trinken!

Reisen trotz SchwangerschaftWellness für Schwangere – Whirlpool, Massagen und Co?
Wie man als Schwangere am besten verreist wissen wir ja nun. Stellt sich nur noch die Frage wie viel Wellness ist in der Schwangerschaft sinnvoll und gesund? Auf diese Frage eine pauschale Antwort zu geben ist nicht ganz einfach. Trotzdem gibt es einige konkrete Do´s und Dont´s. Whirlpools sollten Sie in der Schwangerschaft meiden. Die Zahl der Keime in einem Whirpool kann für Schwangere gefährlich sein. Ebenso nicht zu empfehlen ist baden in allzu heißem Wasser. Bei Massagen für Schwangere und/oder Bädern empfiehlt es sich wenn Badezusätze oder Öle mit im Spiel sind die Inhaltsstoffe genau unter die Lupe zu nehmen. Sehr schnell kann sich dort die eine oder andere Wehen fördernde Substanz verstecken. In Summe geht in einem Urlaub in der Schwangerschaft die Qualität sicher vor dem Preis. In Österreich und in Deutschland sind die New Life Hotels hier das Maß aller Dinge. Diese Hotels haben sich gänzlich dem Thema Urlaub für Schwangere verschrieben. Mit Erfolg! Die Hotels werden vom Berufsverband der österreichischen Hebammen offiziell empfohlen.

Sie sehen: Reisen trotz Schwangerschaft ist kein Problem. Sie sollten nur einige Punkte beachten damit der Urlaub für Sie uns Ihr Baby erholsam und entspannend wird…. – ich wünsche: Schönen Urlaub!

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Speziell in der Schwangerschaft sollten Sie sich als Frau ganz besonders viel Zeit für sich und für Ihre Gesundheit nehmen. Vermeiden Sie wenn irgend möglich Stress, Lärm und Kummer. Ein erholsamer Wellnessurlaub für Schwangere ist hier häufig ein gutes Rezept um sich mit dem eigenen Partner gemeinsam auf die anstehende Geburt vorzubereiten. Lassen Sie sich vor der Geburt noch ein letztes Mal so richtig verwöhnen um Ihren Akku für die letzten Tage vor und die ersten Tage nach der Geburt nochmals so richtig aufzuladen.

Schwanger in die ThermeTherme und Schwangerschaft?
Aber dürfen oder besser sollen schwangere Frauen denn überhaupt in eine Therme oder in ein Wellnesshotel? Ist ein Thermenbesuch in der Schwangerschaft möglicherweise schädlich für mein Kind? Wie viel Wellness in der Schwangerschaft ist gut und welche Anwendungen sollte ich meiden? Sie sehen – eine Schwangerschaft bringt mitunter viele Fragen mit. Fragen, auf die nicht immer alle Experten dieselben Antworten parat haben. Vielfach deshalb weil die Zeit fehlt schwangere Frauen ausgiebig zu beraten und zu informieren. Wenn Sie einige Dinge beachten dann kann ein Urlaub in der Schwangerschaft oder ein Thermenbesuch nur dienlich sein und für Sie und für Ihr Kind eine optimale Vorbereitung auf die Geburt darstellen.

Reisen trotz Schwangerschaft
Was also gilt es zu beachten? Schwimmen ist eine der in der Schwangerschaft mit am häufigsten empfohlenen Sportarten. Wasser ist somit grundsätzlich für Schwangere nicht schädlich. Das Wasser in dem Sie als Schwangere baden sollte aber nicht mehr als 35 Grad Celsius haben. Auch der Besuch einer Sauna in der Schwangerschaft ist nicht schlecht. Im Gegenteil! Aber nur Frauen die bereits vor der Geburt regelmäßig sauniert haben sollten in der Schwangerschaft in die Sauna gehen. Denn nur so ist Ihr Körper die starken Temperaturreize schon gewöhnt. Und noch ein Tipp in Sachen Schwanger in die Therme: Besorgen Sie sich vor Reiseantritt spezielle Tampons für Schwangere. Diese helfen ein Eindringen von Wasser in die Scheide zu verhindern und beugen somit einer möglichen Scheideninfektion vor.

Was Sie in der Schwangerschaft meiden sollten sind Whirlpools. Die Zahl der Keime ist dort oft deutlich erhöht und dies könnte zu einer Scheideninfektion führen. Wenn auch Sie sich vor der Geburt noch einen entspannenden und erholsamen Urlaub oder Thermenaufenthalt gönnen wollen dann wäre z.B. das Therme Laa Hotel & Spa oder das Kinderhotel Semi bestens geeignet.

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Skiurlaub in der SchwangerschaftSpeziell in den Alpen gehört für viele Menschen ein Skiurlaub zum Winter wie Schnee, Eis und Kälte. Auch wenn Sie ein absoluter Fan des Skisports sind, sollten Sie trotzdem während der Schwangerschaft auf Skifahren tunlichst verzichten.

Kein Skiurlaub wenn schwanger
Gerade in den letzten Jahren ist die Zahl der Skiunfälle auf heimischen Pisten exorbitant nach oben geschnellt. Doch das allein ist nicht der Grund warum Sie als schwangere nicht Skifahren sollen. Skifahren und Schwangerschaft passen einfach nicht zusammen. Viel zu hoch sind das Sturz- und damit einhergehend auch das Verletzungsrisiko für Mutter und Kind. Deshalb warnen Hebammen und Gynäkologen gleichermaßen immer und immer wieder vor Skifahren bei Schwangeren. Es geht dabei nicht nur um die eigene körperliche Fitness die während der Schwangerschaft ein klein wenig leidet, sondern primär um die anderen Skifahrer auf den heimischen Pisten. Es ist also egal ob Sie selbst vermeintlich sehr gut Skifahren oder blutiger Anfänger sind – so lange Sie schwanger sind sollte Skifahren tabu sein. Gleiches gilt aber auch für andere Wintersportarten wie Rodeln und Schlittschuh fahren. Auch hier wäre das Verletzungsrisiko zu groß für werdende Mütter.

Wellnessurlaub für Schwangere statt Skiurlaub für Schwangere
Wer sich gar nicht vom Gedanken eines Winterurlaubs trennen kann der sollte sich in erster Linie den sanften Seiten des Winters hingeben. Spazieren gehen, Schaufenster bummeln und eventuell ein wenig leichte Fitness wie Yoga im Hotel kann manchmal auch ganz entspannend sein. Viele Schwangere nutzen Sie Zeit vor der Geburt aber für einen Wellnessurlaub. Die möglichen Gefahren für die eigene Gesundheit und für die des ungeborenen Babys sind hier deutlich reduziert. Was Sie bei einem Wellnessurlaub für Schwangere dabei haben sollten sind spezielle Tampons für Schwangere. Diese sind mit Vaseline getränkt und verhindern ein Eindringen von Wasser und beugen so der möglichen Gefahr einer Scheideninfektion vor. Und schon kann es schwanger in die Therme gehen und der nächste Winter- und Skiurlaub kommt bestimmt…

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Schwanger und ThermeGrundsätzlich ist gegen den Besuch einer Therme in der Schwangerschaft, sofern keine gesundheitlichen Gebrechen vorliegen, nichts einzuwenden. Sie können eine Therme auch ohne größere Einschränkungen besuchen und Wellness in der Schwangerschaft genießen – eine vorherige Absprache mit dem Arzt ist nichts desto trotz sehr sinnvoll. Dennoch raten erfahrene Gynäkologen und Hebammen angehenden Mamas im Vorfeld einer Geburt auf Altbewährtes wie beispielsweise Spaziergänge in frischer Luft, Schwimmen oder Wassergymnastik zu setzen.

Schwanger in die Therme – was gilt es zu beachten
Was Sie jedoch beachten sollten ist, dass zu hohe und rasche Temperaturunterschiede nicht dienlich sind, da diese den Kreislauf zu sehr beanspruchen. Wenn das Wasser der Therme jedoch eine Temperatur von 20° bis 35° Celsius hat – steht auch hier Ihrem Planschvergnügen nichts mehr im Wege. Weiters gilt es als wichtig sich vor Infektionen zu schützen – vor allem in der Schwangerschaft. Um die Möglichkeit einer Scheideninfektion durch eindringendes Wasser von vorne weg zu verhindern, lohnt die Verwendung spezieller Schutztampons, die mit Vaseline getränkt sind. Auch sollten Sie unbedingt darauf achten, Ihren Badeanzug oder Ihren Bikini nach dem Schwimmvergnügen schnellstmöglich zu wechseln, so können Sie einer Blasenentzündung am besten vorbeugen. Weiters ist es noch wichtig, dass Sie einen solchen Tag keinesfalls alleine planen, für mögliche Zwischenfälle, oder Kreislaufprobleme, vielleicht sogar das Einsetzen vorzeitiger Wehen ist es für Sie als Schwangere von äußerster Wichtigkeit jemanden an Ihrer Seite zu haben, der in Ihrer Nähe ist und bleibt. Die Wirkung von Thermalwasser auf Babys und Schwangere wird aktuell in Lutzmannsburg im Burgenland, in Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung Joanneum Research, untersucht. Erste Zwischenergebnisse der Studie zeigen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Schlafqualität.

Schwanger und Therme – wir wünschen viel Spaß
Fazit: Bei Einhaltung diverser Spielregeln steht einem entspannten und erholsamen Besuch einer Therme in der Schwangerschaft nichts mehr im Wege – Viel Spaß beim Entspannen, Kraft tanken und Plantschen!

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Das Thema „Kaiserschnitt oder vaginale Geburt – welche „Gebärmethode“ schützt den Beckenboden?“ wird eigentlich immer zugunsten des Kaiserschnittes diskutiert. Es stimmt natürlich, dass der Kaiserschnitt keine direkte Beckenbodenverletzung hervorrufen kann, da das Kind ja nicht über die Beckenbodenmuskulatur in die Welt geboren wird und damit keine Verletzung, ja nicht einmal eine physiologische Überdehnung, mit sich bringt.

Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass der Kaiserschnitt eine Bauch-Operation darstellt und damit auch viele Strukturen, die dem Beckenboden Halt geben, verletzt werden müssen. So wird etwa Haut, Unterhaut und Fasziengewebe durchtrennt, welches unter anderem für die Spannungsveränderungen in der gesamten Bauchkapsel verantwortlich ist. 

Welche Folgen kann ein Kaiserschnitt haben?
Frauen nach Kaiserschnitten klagen immer wieder über Missempfindungen im Unterbauchbereich, auch über Senkungsbeschwerden. Und manchmal auch ziemlich bald nach der Kaiserschnitt-Entbindung über Inkontinenz. Frauen nach vaginalen Geburten geben Inkontinenzen und Senkungen meist schon im Spätwochenbett als vorübergehende oder bestehende Problematik an. Der Schluss vieler Experten liegt dann nahe, dass die Frauen nach der vaginalen Geburt ein schlechteres Beckenboden-Outcome haben müssen, als Frauen nach einem Kaiserschnitt.

In verschiedenen Untersuchungen von Frauen in späteren Lebensabschnitten gibt es aber übrigens keinen Unterschied mehr in der Häufigkeit von Inkontinenz bei Frauen, die vaginal geboren haben und Frauen nach einem Kaiserschnitt. 

Wurde Ihnen aus Gründen des „Beckenboden-Schutzes“ ein Kaiserschnitt empfohlen? Schreiben Sie mir doch einen kleinen Kommentar…. Ich würde mich sehr freuen…

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Die Hälfte aller Frauen leidet während der Schwangerschaft unter Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden und auch Schmerzen am Schambein. Das wachsende Kind und der veränderte Hormonspiegel lockern die Bänder und den Knorpel zwischen den Ästen des Schambeins wodurch sich der Körperschwerpunkt verlagert. Das kann Schmerzen verursachen, die zwar mitunter recht belastend sein können, aber in der Regel harmlos sind. Sollten jedoch alle empfohlenen Übungen und Ratschläge nicht helfen könnte es sich auch um ein ernsteres Problem handeln, welches Sie umgehend mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder mit Ihrer Hebamme besprechen sollten. Denn es könnten auch ein Nierenstau oder vorzeitige Wehen dahinter stecken. Leichtes Yoga oder Schwangerschaftsgymnastik enthalten rückenstärkende Übungen. Ein großer Gymnastikball, welcher auch „Peziball“ genannt wird, auf dem Sie zu Hause sitzen und Ihr Becken kreisen lassen können, wird Ihnen in der Schwangerschaft gute Dienste leisten. Der Peziball ist übrigens auch für manche Frauen während der Geburt sehr angenehm.

Was sonst noch gegen Rückenschmerzen bei Schwangeren hilft
- Achten Sie beim Sitzen auf Stühle mit guter Rückenlehne, damit Sie entspannen können.
- Schlafen Sie auf einer etwas festeren Matratze auf der Seite und verteilen Sie Kissen unter dem Bauch und zwischen den Beinen, um den Rücken zu entlasten und zu schonen.
- Wenn Sie etwas tragen müssen, verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig auf beide Seiten. Benutzen Sie Tüten und Sackerl oder einen Rucksack. Schweres Tragen sollten Sie allerdings sowieso vermeiden.
- Bevorzugen Sie flache Schuhe mit möglichst wenig bis gar keinen Absatz
- Warme Kleidung oder Kirschkernkissen können auch bei Rückenschmerzen eine Wohltat sein
- Auch hier kann Ihr Partner tätig werden wenn er sich zu einer Rückenmassage ermuntern lässt und beispielsweise Arnica Massageöl verwendet, das tut nicht nur gut, sondern hilft auch wirklich
- Durch Körperübungen lassen sich Rückenschmerzen in der Schwangerschaft gut lindern. Ein fortlaufender Yogakurs ist hier sehr empfehlenswert, vor allem dann, wenn Sie bereits vor der Schwangerschaft darunter gelitten haben.

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Verstopfung gehört zu den harmlosen, aber unangenehmen Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft, von der etwa die Hälfte aller Schwangeren betroffen ist. Durch die hormonelle Veränderung wird die Spannung der Darmmuskulatur herabgesetzt. Der Darm arbeitet träger, was zur Folge hat, dass dem Stuhl im Darm mehr Flüssigkeit entzogen wird. Der Stuhl wird somit hart und trocken, es kommt zur Verstopfung in der Schwangerschaft. In jedem Fall sind Abführmittel ohne ärztliche Anweisung tabu.

Was Sie dennoch gegen Verstopfung tun können

- Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter am Tag – am besten Wasser, ungesüßte
Säfte oder Kräutertees

- Achten Sie auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung

- Essen sie mehr natürliche Lebensmittel, die den Stuhlgang weich machen. Obst, Gemüse, Vollkornbrot, Müsli, Leinsamen, Trockenpflaumen, Feigen oder Milchzucker in Saft oder Joghurt gerührt wirken da oft Wunder.

- Machen Sie viel Bewegung, denn Bewegung und Sport in der Schwangerschaft hilft der Verdauung.