Das Thema „Kaiserschnitt oder vaginale Geburt – welche „Gebärmethode“ schützt den Beckenboden?“ wird eigentlich immer zugunsten des Kaiserschnittes diskutiert. Es stimmt natürlich, dass der Kaiserschnitt keine direkte Beckenbodenverletzung hervorrufen kann, da das Kind ja nicht über die Beckenbodenmuskulatur in die Welt geboren wird und damit keine Verletzung, ja nicht einmal eine physiologische Überdehnung, mit sich bringt.

Allerdings darf man nicht außer Acht lassen, dass der Kaiserschnitt eine Bauch-Operation darstellt und damit auch viele Strukturen, die dem Beckenboden Halt geben, verletzt werden müssen. So wird etwa Haut, Unterhaut und Fasziengewebe durchtrennt, welches unter anderem für die Spannungsveränderungen in der gesamten Bauchkapsel verantwortlich ist. 

Welche Folgen kann ein Kaiserschnitt haben?
Frauen nach Kaiserschnitten klagen immer wieder über Missempfindungen im Unterbauchbereich, auch über Senkungsbeschwerden. Und manchmal auch ziemlich bald nach der Kaiserschnitt-Entbindung über Inkontinenz. Frauen nach vaginalen Geburten geben Inkontinenzen und Senkungen meist schon im Spätwochenbett als vorübergehende oder bestehende Problematik an. Der Schluss vieler Experten liegt dann nahe, dass die Frauen nach der vaginalen Geburt ein schlechteres Beckenboden-Outcome haben müssen, als Frauen nach einem Kaiserschnitt.

In verschiedenen Untersuchungen von Frauen in späteren Lebensabschnitten gibt es aber übrigens keinen Unterschied mehr in der Häufigkeit von Inkontinenz bei Frauen, die vaginal geboren haben und Frauen nach einem Kaiserschnitt. 

Wurde Ihnen aus Gründen des „Beckenboden-Schutzes“ ein Kaiserschnitt empfohlen? Schreiben Sie mir doch einen kleinen Kommentar…. Ich würde mich sehr freuen…