Verfasst von Martina am 22 Mai 2009 um 07:37 am
Von Patentanten und Babysachen
Nachdem sich unsere Familienplanungsidee nach zugegeben längerem Überlegen ziemlich zuspitzte, haben wir doch spontan, aufgrund beruflicher Entwicklungen, die Bremse gezogen und haben nochmal die andere Abzweigung in Richtung traute Zweisamkeit genommen.
Dazu kam es mir gerade recht, dass wir im Herbst in Runde 2 des Patendaseins wechseln und diesmal ich die Auserkorene für den neuen Erdenbürger bin. Nachdem „unser“ erstes Patenkind langsam aber sich den Baby-Schuhen entwachsen ist und sich zum Knuddeln aufgrund von Entwachsenseins nicht mehr leicht hochheben lässt, darf ich ab Herbst testen, wie es so ist ein so kleines Wesen im Arm zu halten, ihm/ihr nette Geschichten zu erzählen, mit dem Kinderwagen rumzudüsen und lange Kuschelmomente zu genießen. Und das Beste: all diesen Luxus gibt es ohne den Schlaflose-Nächte-Faktor.
Wie wird man Patentante
Man freut sich überaus mit den werdenden Eltern. Schickt vorab schon mal Schwangerschaftsmode für Mama und ein Fläschchen Schnaps für den werdenden Papa und erkundigt sich alle paar Tage ob etwaige Beschwerden auftreten, die Waage schon mehr anzeigt oder der Bauchumfang endlich die 100er-Marke gesprengt hat.
Nebenbei ist man mit der werdenden Mama schon sein ganzes Leben lang befreundet und weiß schon seit Teenager-Tagen, dass das Baby mal sein Patenkind werden wird und tatsächlich wird man dann auch noch gefragt.
Zum Schluss freut man sich riesig, könnte Bäume ausreißen und kann eigentlich gar nicht mehr erwarten dass das kleine Wunder endlich geboren wird.
Auch Patentanten genießen das „Babyglück“
Oja, ich gebe es gerne zu – ich bin auch im Baby-Glück. Zugegebenermaßen ist es noch etwas früh, aber „unser“ kleiner Sonnenschein hat bereits Babystrampler der Extraklasse und bereits die ersten Schuhe im Schrank – wenn aber auch alles so süß ist! … Ich kann es einfach nicht lassen und das ganz ohne Babybauch.
Irgendwie kann ich aber auch verstehen, dass meine bessere Hälfte Panik entwickelt, wenn er an unseren eigenen Nachwuchs denkt…

