Ihre Menstruation bleibt aus, sie spüren ein Spannen in der Brust und Sie kämpfen mit Morgenübelkeit: dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass Die ein Kind erwarten. Das Ausbleiben der Menstruation als alleiniges Anzeichen für eine Schwangerschaft reicht nicht aus.
Einen genauen Zeitpunkt, wann Ihr Baby auf die Welt kommt, kann Ihnen keiner nennen. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme sind jedoch in der Lage, den Geburtstermin stark einzugrenzen. Auch ein Geburtsterminrechner kann hilfreich erste Auskünfte geben. Die Dauer der Schwangerschaft zählt vom ersten Tag der letzten Regelblutung. Das bedeutet, dass Sie rein rechnerisch an dem Tag, an dem Sie schwanger wurden, schon in der dritten Schwangerschaftswoche sind. Denn der Zeitpunkt der Empfängnis findet erst 14 Tage später mit dem Eisprung statt.
Bei einer Zykluslänge von 28 Tagen beträgt die Schwangerschaftszeit 40 Wochen. Gerechnet wird vom 1. Tag der letzten Regelblutung oder 10 Mond-Monate zu je 28 Tagen. Eine Schwangerschaft dauert 267 Tage oder 38 Wochen, gerechnet vom Zeitpunkt der Befruchtung. Die Berechnung des voraussichtlichen Geburtstermins erfolgt nach der so genannten „Naegele Regel“ und gibt Ihnen einen ersten Anhaltspunkt, wann Ihr Kind cirka geboren wird.
Erster Tag der Ihrer letzten Menstruation plus 7 Tage abzüglich 3 Monate = errechneter Geburtstermin
Berechnen vom Geburtstermin
Beispiel:
- Der erste Tag der letzten Periode war der 3. Mai
- 7 Tage dazugezählt wäre dann der 10. Mai
- davon 3 Monate abgezogen ergibt dann den 10. Februar nächsten Jahres
Dieses Musterbeispiel trifft aber nur dann zu, wenn der Zyklus vor der Schwangerschaft regelmäßig war. Haben Sie aber vor der Schwangerschaft die Antibabypille eingenommen und sind Sie innerhalb der nächsten 2 Monate nach Absetzen der Pille schwanger geworden, dann ist ein unregelmäßiger Eisprung häufig. Die 1. Menstruation nach Absetzen der Pille kann überhaupt ausbleiben. Tritt nach so kurzer Zeit nach Absetzen der Pille dennoch eine Schwangerschaft ein, dann ist das Hinzurechnen von etwa 2 Wochen zum errechneten Geburtstermin empfehlenswert.
Festlegen vom Geburtstermin durch Ultraschall
Anhand der Daten einer Ultraschalluntersuchung kann der Geburtstermin sehr genau festgelegt werden. In der 7. bis 10. Schwangerschaftswoche wird Ihr behandelnder Arzt eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um die Größe und die Entwicklung Ihres Ungeborenen festzustellen. Spätestens dann lässt sich der Geburtstermin relativ leicht eruieren. Trotzdem: Wussten Sie, dass nur rund 4 % aller Babys auch wirklich am errechneten Geburtstermin zur Welt kommen! Tatsächlich kommen nämlich rund 25 % aller Babys eine Woche vor oder eine Woche nach dem berechneten Geburts-Termin zur Welt. Rund 70 % der Neugeborenen erblicken gar bis zu drei Wochen vor oder nach dem errechneten Termin das Licht der Welt.
Ein Tipp in Sachen Geburtstermin:
Nun wissen Sie den ungefähren Geburtstermin Ihres Kindes. Aufgrund der Tatsache, dass Kinder häufig sowieso nicht exakt zum errechneten Termin zur Welt kommen ist folgendes zu empfehlen: Erzählen dem Freundeskreis und der Familie ein 14 Tage späteres Datum. So entgehen Sie nervigen und oft lästigen Fragen, hinsichtlich der Geburt Ihres Erdenbürgers.