Archiv für September, 2011

Verfasst von Redaktion am 14 Sep 2011

40. Schwangerschaftswoche

40. Schwangerschaftswoche (40. SSW)Sie sind nun in der 40. Schwangerschaftswoche offiziell am Ende der Schwangerschaft angelangt! Viele Frauen in diesem Stadium haben bereits ihr Baby, ein großer Teil aber wird nun in dieser Woche Mutter werden. Aber nur 5 % der Babys kommen exakt am errechneten Geburtstermin zur Welt. Und sollte die 40. Schwangerschaftswoche auch noch ohne Geburt vorübergehen, machen Sie sich keine Sorgen. Spätestens 10 bis 14 Tage nach dem errechneten Termin wird die Geburt dann von ärztlicher Seite eingeleitet. Bis dahin werden Sie und Ihr Baby laufend untersucht, um zu gewährleisten, dass die Versorgung durch die Plazenta noch ausreichend erfolgt und das Baby trotz Überschreiten der Zeit dabei weiterhin wohlauf ist.

Die letzten Tage werden Ihnen vermutlich ewig lang vorkommen. Alle warten neugierig auf Ihren Nachwuchs, am meisten selbstverständlich Sie selbst. Aber versuchen Sie trotzdem, diese letzten Tage vor dem großen Ereignis so entspannt wie möglich zu verbringen. Nichts spricht gegen ein paar Treffen in gemütlicher Runde oder gegen einen Kinobesuch. Wie bereits erwähnt, diese Dinge sind bald ganz hinten in Ihrem Leben gereiht und solange Sie sich gut fühlen, nur zu. Es spricht auch nichts gegen romantische Abende zu zweit. Ganz im Gegenteil, Sie können durch gemeinsame Zeit und ein „Schäferstündchen“ sogar dazu beitragen, dass die langersehnten Wehen einsetzen. Vorausgesetzt natürlich, Sie hatten noch keinen Blasensprung!

Wie auch immer, schon bald wird sich Ihr Leben sehr verändern. Eigentlich wird nichts mehr so sein, wie es vorher war. Besonders die Zeit des Wochenbettes kann Ihnen zusetzen und Sie werden gefühlsmäßig ganz schöne Schwankungen erleben. Vor Freude und Glück und Sorge zugleich! Ganz wichtig ist, dass Sie die Zeit des Wochenbettes nicht genau planen. Sie sollten alles auf sich zukommen lassen. Sorgen Sie vielleicht dafür, die Zeit nach der Geburt nicht allzu viele andere Verpflichtungen zu haben, da Sie voll und ganz ausgelastet sein werden. Und entspannen Sie in haushaltstechnischer Sicht. Eine gesunde Portion Chaos in den eigenen Wänden hat noch keinem Baby geschadet und ist nunmehr wirklich zweitrangig. Nutzen Sie das gute Angebot Ihres Krankenhauses, das Ihnen in den ersten Tagen nach der Geburt angeboten wird. Hier können Sie ganz entspannt ausruhen, sich Rat holen und auch einmal nach Herzenslust weinen (vor Glück, aber auch weil Sie sich vielleicht einmal heillos überfordert fühlen). Gerade die ersten Tage als Mutter können Gefühlsschwankungen hervorrufen, die Ihnen bislang nicht bekannt waren. Diese sind absolut in Ordnung und besonders im Krankenhaus haben Sie all die Hilfe, die Sie brauchen und eine Fülle an guten Ratschlägen und Tipps für Ihre neue Rolle als Mutter.

Wir wünschen Ihnen eine unvergessliche Geburt, schöne erste Stunden mit Ihrem Baby und eine aufregende Zeit als Mutter. Alles Gute!

Verfasst von Redaktion am 14 Sep 2011

39. Schwangerschaftswoche

39. Schwangerschaftswoche (39. SSW)Wenn Sie einen Geburtsvorbereitungskurs besucht haben, werden Sie diesen vor der 39. Schwangerschaftswoche bereits beendet haben und Sie haben alle Möglichkeiten der Schmerzlinderung während der Geburt erfahren, genauso wie die unterschiedlichsten Gebärpositionen. Grundlegend ist hier nur zu sagen, dass – egal was passiert – Sie diejenige sind, die entscheidet, was Ihnen bei der Geburt guttut. Selbstverständlich ist nichts planbar. Vielleicht haben Sie sich vor der Geburt zB dafür entschieden, die Gebärwanne zu benutzen und der Verlauf der Geburt lässt dies dann aber nicht zu oder ähnliches.

Sollte der Blasensprung passieren, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die Geburt in den nächsten 24 Stunden stattfinden wird. Manchmal erfolgt der Blasensprung aber erst, wenn Sie schon im Krankenhaus sind oder er wird künstlich eingeleitet. Bei einem Blasensprung verlieren Sie nie das gesamte Fruchtwasser. Das Baby verhindert das durch seine Lage.

Tanken Sie Kraft und Ruhe vor der Geburt! Denn diese kann mitunter sehr lange dauern und kräfteraubend sein. Jegliche Energie, die Sie sich zuführen, kann dabei helfen, alles gut zu meistern. Lassen Sie sich ruhig verwöhnen, von Ihrem Partner oder Ihrer Familie und Freunden. Zum Zeitpunkt der 39. SSW sollten Sie sich nicht mehr allzu weit von Ihrem Zuhause bzw. Entbindungsort entfernen. Wenn es losgeht – und das kann ja jederzeit sein – sollten Sie das Krankenhaus entspannt in kurzer Zeit erreichen können.

Wenn Sie noch die Muße dazu haben, lesen Sie noch ein gutes Buch, dafür gibt es bald weniger Zeit! Vielleicht informieren Sie Ihre Freunde darüber, dass Sie nicht täglich angerufen werden möchten. Fragen wie: „Gibt es schon etwas Neues?“ können für Sie gerade in den letzten Tagen sehr nervenaufreibend sein, zumal Sie wahrscheinlich selbst genug Ungeduld haben. Entscheiden Sie auch hier ganz ehrlich und vor allem selbst, was Ihnen recht ist und was Sie eventuell stört.

Vielleicht haben Freundinnen aus dem Geburtsvorbereitungskurs schon entbunden und Sie können den Nachwuchs bestaunen. Wie auch immer, die letzten Tage vor der Entbindung sind Sie der Chef! Alles, was Ihnen guttut, ist erlaubt.

Genießen Sie diese Zeit und freuen Sie sich auf ein neues und aufregendes Leben, dass schon in ein paar Tagen starten wird!

Verfasst von Redaktion am 14 Sep 2011

38. Schwangerschaftswoche

38. Schwangerschaftswoche (38. SSW)Sollten Sie per geplanten Kaiserschnitt entbinden (weil etwa Ihr Baby in der Beckenendlage/Steißlage liegt), dann wird dieser vermutlich schon in dieser Woche stattfinden. Geplante Kaiserschnitte werden im Normalfall zwischen 14 und 21 Tagen vor dem errechneten Geburtstermin durchgeführt. Ihr Baby ist zum jetzigen Zeitpunkt bereits voll entwickelt und ausgereift.

Kaiserschnitt und Geburt

Über den Termin entscheiden selbstverständlich die ÄrztInnen in Absprache mit Ihnen. Abhängig ist der Termin von den letzten Untersuchungen Ihres Babys, geschätzter Größe und Gewicht und natürlich auch ein bisschen vom Terminkalender des Krankenhauses.

Bei normaler Geburt müssen Sie sich noch gedulden

Wenn Sie keinen geplanten Kaiserschnitt vor sich haben, werden Sie sich noch ein bisschen gedulden müssen. Es kann allerdings sein, dass sich demnächst schon der Schleimpfropf löst, der den Muttermund verschließt. Das Lösen ist kein Grund zur Beunruhigung, das ist in der 38. Schwangerschaftswoche durchaus schon möglich. Es heißt auch nicht, dass dadurch die Geburt unmittelbar bevorsteht. Sie sollten jedoch auf die Farbe des Ausflusses betrachten. Ist dieser sehr stark rosa, könnte dies auf ein Ablösen der Plazenta hinweisen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, informieren Sie einfach Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Ihr Baby ist wie gesagt vollkommen entwickelt und setzt die letzten Tage bzw. Wochen noch einige Fettreserven an, um für die ersten Tage auf der Welt gut gewappnet zu sein. Die Lanugobehaarung und die Käseschmiere sind wahrscheinlich schon fast verschwunden. Es kann aber sein, dass Ihr Baby bereits lange Kopfbehaarung hat. Diese Strähnen können 2 bis 3 Zentimeter lang sein. Vielleicht bekommen Sie aber ein Baby ohne Haare, das ist sehr unterschiedlich. Die Bewegungen sind kaum mehr zu spüren, da der Platz in der Gebärmutter einfach zu wenig ist. Sie spüren höchstens ein Drehen oder Drücken Ihres Babys.

Sie werden sich sicherlich Gedanken darüber machen, wie die Wehen als richtige Wehen zu erkennen sind und wann es endlich losgeht. Sollten Sie nun ab und zu Albträume quälen, auch das ist in der Endphase der Schwangerschaft völlig normal. Sie stehen vor einer sehr einschneidenden Veränderung Ihres Lebens, zudem kommen die Sorgen um das Ungeborene (ob es zB gesund ist etc.) und selbstverständlich die Angst vor den Schmerzen der Geburt dazu. Eine Geburt ist selten angenehm. Vergessen Sie aber niemals, dass Sie diese Schmerzen für Ihr Kind ertragen werden und Sie zu jedem Zeitpunkt der Geburt wissen, wofür sie diese Schmerzen haben.

Versuchen Sie, die letzten Tage und Wochen einfach Kraft zu tanken und sich so auf die Geburt vorzubereiten, indem Sie Entspannungsübungen durchführen und Energiereserven für den großen Tag sammeln.

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