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Monatsarchiv:März 2013

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Bei dünnem und unangenehm riechendem Stuhlgang ihres Kindes stellt sich bei Müttern leicht Sorge ein. Wenn dies fünfmal bei Säuglingen und dreimal bei Kleinkindern am Tag vorkommt, spricht man von Durchfall. Beunruhigend ist diese Situation zu recht, denn Durchfall kann durch den Verlust wertvoller Flüssigkeit und Salze zur Austrocknung des Kinderkörpers führen. Daher ist es ratsam, zuerst Fieber zu messen. Durchfall wird meist ausgelöst von Viren, besonders Rotaviren und Noroviren, die über das Berühren mit Viren verseuchter Gegenstände oder das Essen verunreinigter Lebensmittel in den Mund und von da in den Körper gelangen. Dennoch können auch Lebensmittel- oder Medikamentenunverträglichkeiten sowie verdorbene Lebensmittel für Durchfall verantwortlich sein.

Was tun, wenn das Kind Durchfall hat?

An erster Stelle steht der Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes. Dazu muss das Kind in kleinen Portionen über einen langen Zeitraum viel trinken. Säuglinge können weiter gestillt werden. Falls schon Flaschennahrung zum Einsatz kommt, sollte die Milch durch Fenchel- oder Kamillentee mit ein wenig Salz und Traubenzucker ersetzt werden. Diese Mischung sollte über einen Zeitraum von sechs bis acht Stunden verabreicht werden.

Bei älteren Kindern sollte auf feste Nahrung verzichtet werden und stattdessen abwechselnd Tees oder kaliumreiche Säfte wie Bananensaft verabreicht werden. Auch Brühen können den Ausgleich von Elektrolyten, Vitaminen und Nährstoffen bewirken. Ein Strohhalm kann während Durchfall bei Kindern helfen, die Menge, die das Kind trinkt, zu vergrößern. Nach etwa sechs Stunden ist schon wieder feste, jedoch leicht verdauliche Nahrung angesagt, wie etwa pürierte Banane, Zwieback oder Haferschleim. Um die Ansteckungsgefahr zu mindern, sollte jeder in der Familie nach Toilettengängen, nach dem Wechseln der Windeln und vor dem Essen gründlich Hände waschen.

Wann man mit dem Kind zum Arzt gehen sollte

Ein Besuch beim Arzt lässt sich durch die vorher genannten Maßnahmen oft vermeiden. Dringend nötig wird er jedoch, wenn bei einem gestillten Säugling der Stuhl weiß ist oder das Kind das Trinken verweigert. Ein Arztbesuch ist außerdem unvermeidlich, wenn das Kind auch erbricht, bei hohem Fieber, Bauchschmerzen oder einer harten Bauchdecke. Des Weiteren sollte der Arzt aufgesucht werden, wenn der Durchfall beim Säugling sechs, beim Kleinkind zwölf und beim Schulkind achtzehn Stunden andauert. Für die Untersuchung ist es wichtig, dass die Eltern über die Art des Durchfalls sehr genau Bescheid wissen und dem Arzt beschreiben können. Der Arzt wird nach eingehender Untersuchung ein Mittel gegen Durchfall empfehlen.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Durchfall bei Kindern selten wirklich gravierende Gründe hat. Manchmal ist schon die Umstellung der Ernährung erfolgreich. Eltern sollten bei Durchfall immer zuerst neu eingeführte Medikamente oder Lebensmittel überprüfen, um eine Unverträglichkeit auszuschließen. Bei Säuglingen ist außerdem eine aufrechte Trinkhaltung wichtig. Die Verdauungsphase nach der Mahlzeit sollte ruhig und ohne Hektik gestaltet werden. So kann die Durchfallrate bei natürlichen Gründen reduziert werden.

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35 Wochen schwangerDie 35. Schwangerschaftswoche bedeutet für die Mutter und das Kind etwas ganz Besonderes. Babys, die in dieser Phase der Schwangerschaft auf die Welt kommen, sind zwar immer noch Frühchen, dafür aber relativ spät. Es ist ein Stadium, in dem die Geburtsärzte aber durchaus eine natürliche Geburt zulassen. Meistens ist das Kind zu dem Zeitpunkt bereits gut entwickelt und problemlos alleine überlebensfähig. Ein wichtiger Punkt ist das Immunsystem des Neugeborenen. Im Normalfall funktioniert dieses in der 35. Schwangerschaftswoche schon autark. Während der ganzen Kindheit muss das Immunsystem trotzdem erst lernen, sich gegen die zahlreichen Erreger, mit denen es täglich konfrontiert wird, zur Wehr zu setzen.

Das Befinden der Mutter in der 35. Schwangerschaftswoche

Grundsätzlich ist diese Schwangerschaftsphase sehr anstrengend für die werdende Mutter. Der Bauch hat den Maximalumfang erreicht und wird auch manchmal als störend im Schlaf und bei Bewegungen empfunden. Das ist allerdings ein Zeichen dafür, dass der spannende Moment der Geburt nun nicht mehr lange hin ist. Rechtlich beginnt für die werdende Mutter in der 35. Woche der Schwangerschaft der Mutterschutz. Bei dessen Berechnung werden 40 Schwangerschaftswochen zugrunde gelegt, um der Mutter vor der Geburt eine Zeit der Entspannung und Vorbereitung auf die baldige Verantwortung zu gewähren. Auch acht Wochen nach der Geburt ist es der Mutter nicht gestattet, zur Arbeit zu gehen.

Körperlich verändert sich bei der werdenden Mutter in dieser Phase auch einiges. Viele klagen über eine mangelnde Beherrschbarkeit der Blase. Besonders Reize wie ein starkes Niesen, Husten oder auch ein besonders herzlicher Lacher können zum ungewollten Einnässen führen. Diese Phase hält jedoch nicht lange an. Bei andauernden Beschwerden ist ein leichtes Beckenbodentraining zu raten. Weiterhin kann es aufgrund der größeren Anstrengungen zu Sodbrennen kommen oder aber Problemen mit dem Ischias. Die meisten dieser Beschwerden vergehen von alleine. In dieser letzten Phase der Schwangerschaft ist es für die werdende Mutter wichtig, keine körperlichen Aktivitäten größeren Ausmaßes mehr vorzunehmen. Insbesondere Heben und Tragen können schädlich für das Baby sein. Denn ab der 35. SSW ist Ruhe und eine gelassene Vorbereitung auf den Gang in die Klinik das Wichtigste. Hektik in den letzten Stunden vor der Geburt ist nicht angenehm für eine werdende Mutter. So sollte eine Krankenhaustasche mit den wichtigsten Gegenständen für den Aufenthalt rechtzeitig gepackt werden.