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Monatsarchiv:Oktober 2017

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Während der Pezziball in der Schwangerschaft ein hervorragendes Hilfsmittel für Gymnastik ist – eine Wohltat für die Wirbelsäule – kommt er bei der Geburt zu höheren Ehren. Er unterstützt die hilfreiche Wirkung der Schwerkraft bei einer Geburt während der Eröffnungsphase und unterstützt die Öffnung des Muttermunds.

Wehen und Pezziball
Beim Geburtsvorgang an sich sitzt die Entbindende mit gespreizten Beinen auf dem Ball und kann, ähnlich wie beim Gebärhocker, von ihrem Partner umarmt und unterstützt werden. Nach der Eröffnungsphase wird es natürlich zu wackelig und die werdende Mutter wechselt dann zum Beispiel auf das Kreißbett.

Einfach aber effektiv – ein Pezziball ist eigentlich eine tolle Sache! Und: Ein wenig später freuen sich auch die Kinder darüber.

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Holzspielzeug für KleinkinderWährend Erwachsene und ältere Kinder beziehungsweise Teenager sich heutzutage vermutlich überwiegend mit elektronischem Spielzeug oder Computerspielen beschäftigen, möglicherweise auch ab und zu in geselliger Runde ein Gesellschaftsspiel spielen gibt es für die Kleineren und Kleinsten noch andere Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten und spielerisch zu lernen.

Dabei kommt es selbstverständlich auf das Alter und die Interessen des Kindes an. Nicht jedes Mädchen spielt gerne mit Puppen oder Stofftieren und nicht jeder Junge verbringt seine Zeit bevorzugt mit Autos. Blickt man in die Regale der Spielzeugläden oder verbringt eine Weile damit, die Produktpalette eines Onlineshops zu betrachten so findet man noch eine Vielzahl von anderen Spielzeugen. Dabei so gut wie immer vorhanden sind die „Klassiker“ wie Lego oder Playmobil sowie Spielwaren, die sich thematisch an bestimmten Filmen oder Serien orientieren.

Eine Alternative für alle Eltern oder Schenkenden ist dabei eine Vielzahl an Holzspielzeug. Die Bandbreite reicht dabei von einfachen Holzbauklötzen über Tierfiguren, Autos und Puppenhauseinrichtungen bis hin zu kindgerechten Fahrzeugen aus Holz. Dabei ist zu bemerken, dass die Lebensdauer und die farbliche Gestaltung des Holzspielzeugs dem von Plastikspielzeug in nichts nachsteht, so dass für jene, die sich für diese Art von Spielwaren entscheiden auch in dieser Hinsicht keine Nachteile ergeben. Für alle, die angesichts der frühkindlichen oralen Phase bei der Belassenheit des Holzspielzeugs vor allem Wert auf Natürlichkeit legen, also Naturbelassenheit des Materials und der Farben, gibt es Läden, die besonders darauf spezialisiert sind.

Unabhängig von der Wahl des Spielzeugs, im Vordergrund steht immer der Spielspaß und Förderung der Kreativität des Kindes. Mit Holzbauklötzen lassen sich Türme und ganze Gebäude errichten, sogar völlig neue Welten erschaffen. Mit Tierfiguren aus Holz kann Kleinkindern spielerisch Wissen über Tiere oder das Leben auf einem Bauernhof vermittelt werden und mit fortschreitendem Alter ist ein Roller oder Laufrad aus Holz oft der Start in die Mobilität über die eigenen zwei Füße hinaus, Stelzen wiederum fördern den Gleichgewichtssinn und lassen Kinder buchstäblich über sich hinauswachsen.

Selbstverständlich wird mittlerweile jede Art von Kinderspielzeug, ob aus Holz, Plastik oder einem anderen Material darauf geprüft, dass sie keine Schadstoffe enthält. Somit ist ein optimales Spielvergnügen für Groß und Klein garantiert.

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Als sich zum Ende meiner Schwangerschaft abzeichnete, dass sich meine Babytochter nicht mehr drehen würde, wurde mir mitgeteilt, dass mich ein Kaiserschnitt erwarten würde. Eine Spontangeburt aus Beckenendlage wurde in meinem Geburtskrankenhaus nicht durchgeführt und ich hätte das auch nicht gewollt, obwohl ich alle Frauen bewundere, die das so möchten und auch machen. Vor Operationen hatte ich noch nie sonderliche Angst gehabt, also konnte ich mich sehr schnell damit abfinden. 

„Schauen wir mal wegen einem Termin“, sagte der Arzt und da wurde mir erst so richtig klar, dass ich ab sofort den genauen Geburtstermin meiner Tochter wissen würde. Eine Woche später wurde die OP angesetzt. Das war nicht unpraktisch – ich plante die verbleibenden Tage so durch, dass wirklich alles sauber, gewaschen und erledigt war als wir dann am Vortag zu Mittag aufbrachen. Mein Mann lud mich zum Mittagessen ein und es war ein eigenartiger Gedanke, dass das unser letztes Mittagessen als Paar war. 

Im Krankenhaus wurden im Laufe des Nachmittags alle möglichen Untersuchungen gemacht und immer wieder kamen entweder Hebammen oder Ärzte um mich bis ins kleinste Detail zu informieren. Der Kaiserschnitt war am nächsten Morgen für 8 Uhr angesetzt und sollte mit Spinalanästhesie durchgeführt werden. Die Spinalanästhesie gehört zu den rückenmarksnahen Narkoseverfahren. Die Schmerzempfindung wird hier nur in einer bestimmten Körperregion betäubt. Das Narkosemittel wird in den so genannten Subarachnoidal-Raum injiziert. Dieser mit Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit gefüllte Raum befindet sich zwischen dem knöchernen Wirbelkanal und dem Rückenmark. Der große Vorteil, man ist bei Bewusstsein. 

Gegen 5 Uhr habe ich noch einmal in Ruhe geduscht und gewartet bis man mich zur OP Vorbereitung abholte. Ich war noch immer nicht nervös und fragte mich wann das kommen würde…..  Nach einer nochmaligen gynäkologischen Untersuchung (das Baby hätte sich ja in letzter Sekunde noch drehen können) wurde mir ein Katheder gesetzt, das war das einzige was mir vorher Sorgen machte und stellte sich auch als harmlos heraus. Endlich durfte mein Mann zu mir, bevor ich kurz darauf schon zur Anästhesie musste. Zuerst bekam ich eine örtliche Betäubung, danach die Spinale. Beides empfand ich als kleine Stupser, jedoch wirkte sie beim ersten Versuch nicht. Der zweite klappte und meine Beine wurden warm und taub. Mein Mann durfte rein und setzte sich zu meinem Kopf.  

„Die Operation hat begonnen“ sagte der Anästhesist und zeitgleich hörte ich die Ärztin sagen „Bauchschnitt“. Mir ging es absolut gut, ich spürte nur immer wieder ein Ruckeln und als ich die ersten Schreie meines Kindes hörte, war ich einfach nur baff. Meine Kleine wurde mir kurz gezeigt und ins Gesicht gedrückt (was ich etwas eigenartig fand) und schon waren sie alle weg inklusive meinem Mann. Dann wurde mir die Zeit lang, während der Kinderarzt unsere Jana durchcheckte wurde ich genäht und fertig gemacht. Als ich endlich aus dem OP kam lag mein Mann mit der Kleinen am Bauch in einem Nebenzimmer und war schon total verzaubert. Das Gefühl als ich meine Kleine endlich bekam kann ich niemanden beschreiben und da ich ja noch voll betäubt war, spürte ich keine Schmerzen – nur Glücksgefühle. 

Zurück im Zimmer schlief die Kleine schon seelig, es wurden die Grosseltern angerufen, SMS verschickt und immer wieder gestaunt über das kleine Wunder, dass da neben uns in der Wiege lag. Am Nachmittag fing die Betäubung an nachzulassen und das war nicht mehr angenehm – mir wurde gesagt, dass ich nicht zögern sollte um nach Schmerzmittel zu fragen und das tat ich auch – so liefen in den nächsten Tagen einige Infusionen in mich hinein. Am Abend wurde mir der Katheder entfernt und ich musste aufstehen. Das erste Mal ist eine Katastrophe, da gibt es nichts zu beschönigen, aber eines muss man ganz klar sagen: es wird laufend besser und am dritten Tag ging es schon recht gut. Duschen durfte ich am nächsten Morgen.Natürlich ist es nicht schön, wenn man eine Ewigkeit braucht um aufzustehen und die ersten Tage auch immer angewiesen auf Hilfe ist um sein Kind zu versorgen, aber wenn man einen Kaiserschnitt braucht, muss man keine große Angst haben – es ist absolut auszuhalten! Was ich allerdings als sehr unangenehm empfand war, dass der Bauch für Monate taub bleibt. Erst jetzt nach 5 Monaten hab ich fast das ganze Gefühl zurück. Die Narbe ist super verheilt und erinnert mich täglich an die schöne Geburt meiner Tochter – trotz Kaiserschnitt.

 

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Am schnellsten füllen sich aufgebrauchte Glykogenspeicher in der Muskulatur, wenn man nach dem Sport nicht nur Kohlenhydrate zu sich nimmt, sondern zusätzlich Koffein.

Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine australische Studie an gut trainierten Radfahrern. Die Zugabe eines koffeinhaltigen Getränks zu einer Kohlenhydratreichen Mahlzeit verbessert das Auffüllen der zuvor geleerten Kohlenhydratspeicher um 66%. Im Rahmen der beschriebenen Versuchsreihe entsprach die verwendete Koffeinmenge derjenigen von fünf bis sechs Tassen starken Kaffees (dennoch hatte in der folgenden Nacht nur ein Teil der Probanden Schlafprobleme). Nun wollen die Forscher in weiteren Versuchen testen, ob sich die aus trainingsphysiologischer Sicht äußerst interessanten Effekte auch mit geringeren Koffeinmengen erzielen lassen.