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Biogena Wissenschaftsteam

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Am schnellsten füllen sich aufgebrauchte Glykogenspeicher in der Muskulatur, wenn man nach dem Sport nicht nur Kohlenhydrate zu sich nimmt, sondern zusätzlich Koffein.

Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine australische Studie an gut trainierten Radfahrern. Die Zugabe eines koffeinhaltigen Getränks zu einer Kohlenhydratreichen Mahlzeit verbessert das Auffüllen der zuvor geleerten Kohlenhydratspeicher um 66%. Im Rahmen der beschriebenen Versuchsreihe entsprach die verwendete Koffeinmenge derjenigen von fünf bis sechs Tassen starken Kaffees (dennoch hatte in der folgenden Nacht nur ein Teil der Probanden Schlafprobleme). Nun wollen die Forscher in weiteren Versuchen testen, ob sich die aus trainingsphysiologischer Sicht äußerst interessanten Effekte auch mit geringeren Koffeinmengen erzielen lassen.

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Das Geheimnis liegt im Wirkstoff Citrullin, der die Erweiterung von Blutgefäßen unterstützt – Vorteil: Keine Nebenwirkungen, kleiner Nachteil: verstärkter Harndrang

Lubbock/USA – Der Verzehr von Wassermelone kann nach Erkenntnissen amerikanischer Forscher die gleiche Wirkung haben wie das Potenzmittel Viagra. “Wassermelone ist wohl nicht so organspezifisch wie Viagra, ist aber eine großartige Möglichkeit, ohne Nebenwirkungen von Medikamenten die Blutgefäße zu lockern”, erklärte Bhimu Patil, wissenschaftlicher Direktor beim Texas A&M’s Fruit and Vegetable Improvement Center.

Aminosäure Arginin
Das in Schale und Fruchtfleisch enthaltene Citrullin reagiert beim Verzehr großer Mengen mit Enzymen, wodurch die Aminosäure Arginin erzeugt wird. Diese unterstützt Herz und Kleislauf sowie das Immunsystem.

Konzentration in der Schale am höchsten
Arginin fördere auch die Bildung von Stickoxid und könne zur Behebung von Erektionsstörungen eine ähnliche Wirkung erzielen wie Viagra, sagte Patil. Die Citrullin-Konzentration ist in der Schale am höchsten. Patil regte an, dass es möglich sein müsse, den Anteil dieses Wirkstoffs auch im Fruchtfleisch der Melone zu erhöhen.

Kaum gleiche Wirkung möglich
Die Erklärungen des Forschers fanden bei anderen Wissenschaftern allerdings ein zwiespältiges Echo. Der auf die Zucht von Wassermelonen spezialisierte Agrarbiologe Todd Wehner von der North Carolina State University gab zu bedenken, dass die Wassermelone in keiner Weise einen ebenso starken Wirkungsgrad erreiche wie Viagra.

Verstärkter Harndrang
Und Penelope Perkins-Veazie, die im Auftrag des US-Landwirtschaftsministeriums in Lane, Oklahoma, tätig ist, wies auf eine viel näher liegende Wirkung des Wassermelonenkonsums hin: Um eine hinreichend große Citrullin-Aufnahme zu erreichen, müsse man soviel Melone essen, dass man ständig aufs WC müsse. (APA/AP) Quelle: derStandard.at

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Warum gibt es eigentlich den Schluckauf? Er ist zwar harmlos, aber lästig und einen Zweck hat er offenbar überhaupt nicht. Französische Forscher glauben, dass der Schluckauf ein Überbleibsel aus der Zeit ist, als die in grauer Vorzeit die ersten Tiere vom Wasser an Land gingen. Bei Kaulquappen und anderen Amphibien gibt es einen ähnlichen Mechanismus. Dabei wird Wasser durch die Kiemen in den Mund gepresst, wobei gleichzeitig die Luftröhre verschlossen werden muss, damit kein Wasser in die Lungen dringt.

Schluckauf bei Ungeborenen ab der 9. SSW nachweisbar
Beim Ungeborenen könnte dieser Reflex allerdings eine wichtige Aufgabe erfüllen. Schluckauf ist bereits ab der neunten Schwangerschaftswoche per Ultraschall nachweisbar. Dadurch wird vermutlich die Atemmuskulatur der Embryos gestärkt, damit sie nach der Geburt problemlos atmen können.

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Übergewicht kann die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Dies geht aus einer Untersuchung der Universität von Aberdeen (Schottland) hervor, die im Juli 2008 auf der europäischen Konferenz der Fortpflanzungsmediziner in Barcelona vorgestellt wurde.

Dicke Männer im Hintertreffen
Fettleibige Männer sollten deshalb ans Abnehmen denken, wenn sie Kinder zeugen wollten, sagte der Mediziner Ghiyath Shayeb. Die Studie habe ergeben, dass korpulente Männer weniger Samenflüssigkeit und einen größeren Anteil anormaler Spermien aufweisen. An der Untersuchung hatten sich mehr als 5.000 Männer beteiligt, die in vier Gewichtsgruppen von untergewichtig bis stark übergewichtig eingeteilt worden waren. Dabei wurden auch Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und das Alter berücksichtigt.

Fettleibigkeit senkt die Fruchtbarkeit bei Mann und Frau
Die Analyse ergab, dass bei den Männern mit Optimalgewicht ein besonders hoher Anteil an normalem Sperma sowie die größte Anzahl Samenzellen festzustellen war. Auch bei Frauen senke Fettleibigkeit die Fruchtbarkeit, wie aus älteren Studien hervorgehe, sagte Shayeb. Eine andere in Barcelona vorgestellte Studie ergab, dass Diabetes die männliche Fruchtbarkeit weitaus stärker als bislang angenommen beeinträchtigt. Die Krankheit könne das Erbmaterial der Spermien schädigen, stellte ein Forscherteam um den Mediziner Con Mallidis von der Universität Queens in Belfast (Nordirland) fest. (Quelle: dpa)

Informationen zum Thema Mikronährstoffe und männliche Fertilität: www.androfertil.at

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Das Leben auf dem Lande scheint Ungeborene vor späteren Krankheiten, vor allem aber vor Allergien, zu schützen. Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im späteren Leben seltener allergische Atemwegs- und Hauterkrankungen, berichtet eine neue Studie. Für einen optimalen Schutz ist aber ein anhaltender Kontakt während der Schwangerschaft nötig.

Landkinder haben seltener Allergien als Stadtkinder
Bereits früher war den Wissenschaftler aufgefallen, dass Kinder von Bauernfamilien seltener unter Allergien leiden als Stadtkinder. Vor allem der Verzehr frischer Milch und der Aufenthalt in Kuhställen wurden dafür verantwortlich gemacht. Die neue Untersuchung, bei der über 3500 Familien aus Stadt und Land befragt wurden, konnte nun eindeutig belegen, dass dieser Schutz bereits während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen wird. Nur wie das geschieht bleibt noch unklar. Am stärksten reduziert sich das Erkrankungsrisiko, wenn die Kinder sowohl im Mutterleib als auch im späteren Leben eng mit dem Landleben in Berührung kamen. (Quelle: European Respiratory Journal, 2008 (32),603)

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Viele Menschen glauben, dass Paare mit Nachwuchs seltener Sex haben als solche ohne Kinder. Tatsächlich ist die Sexfrequenz aber praktisch gleich hoch.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage zum Thema: “Wie verändern Kinder das Leben?” Mehr als 50 Prozent der Befragten, auch von denjenigen, die bereits Kinder haben, meinten, dass Kinder zu weniger elterlichem Sex führen, hat Bayer Vital mitgeteilt. Allerdings zeigen die Ergebnisse, dass 44 Prozent der Paare ohne und 41 Prozent mit Kindern jeden Tag oder mehrmals die Woche Sex haben. (Quelle: Ärzte Zeitung, 16.12.2008)

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Statistisch gesehen, verlieren Frauen durch das Rauchen ebenso zehn Lebensjahre wie männliche Raucher. Doch nicht nur das: Offenbar sind sie gegenüber den schädlichen Wirkungen des Rauchens empfindlicher als Männer.

Bei Frauen steigt die Sterblichkeit an Lungenkrebs seit Jahrzehnten kontinuierlich an. Mehr als die Hälfte der regelmäßigen Raucher stirbt vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums. Durchschnittlich büßen Raucher zehn Lebensjahre ein. Darüber hinaus, so der neue DKFZ-Report “Frauen und Rauchen in Deutschland”, müssen Frauen damit rechnen, dass die schädlichen Wirkungen des Rauchens bei ihnen stärker zum Tragen kommen. Im Einzelnen:

- Bei Frauen wirkt sich Rauchen so negativ auf das Herz-Kreislaufsystem aus, dass sie ein höheres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen haben als rauchende Männer.

- Die Einnahme der Antibabypille erhöht das kardiovaskuläre Risiko von Raucherinnen zusätzlich um ein Vielfaches.

- Rauchen erhöht das Risiko für Lungenerkrankungen. Frauen sind gegenüber den schädlichen Wirkungen des Rauchens auf die Lunge empfindlicher als Männer.

- Rauchen begünstigt die Entstehung von Osteoporose. Die schädliche Wirkung des Rauchens auf die Knochen ist bei Frauen nach den Wechseljahren am stärksten.

- Rauchen beeinträchtigt den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit.

- Rauchen erhöht die Gefahr schwerer Schwangerschaftskomplikationen.

- Rauchende Mütter schaden dem Ungeborenen, das Risiko für plötzlichen Kindstod steigt.

- Rauchen wirkt sich negativ auf das Stillen aus und reduziert die Milchproduktion bei der Mutter. Mit der Muttermilch gelangen Schadstoffe aus dem Tabakrauch in den Körper des Säuglings.

- Kinder rauchender Eltern leiden vermehrt an Atemwegserkrankungen und Mittelohrentzündungen. Passivrauchen verzögert das Lungenwachstum bei Kindern, beeinträchtigt deren Lungenfunktion und verschlimmert bestehendes Asthma.

- Rauchen kann innerhalb weniger Wochen und Monate und schon bei geringem Konsum zu einer Tabakabhängigkeit führen. Frauen fällt ein Rauchstopp schwerer als Männern.

(Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) / Ärztliche Praxis online)

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Frauen, die eine unausgewogene Ernährungsweise mit einem erhöhten Verzehr von Butter, Margarine, verarbeitetem Fleisch und Fisch bevorzugen und wenig Brot und Fruchtsäfte zu sich nehmen, haben ein doppelt so hohes Brustkrebsrisiko als Frauen mit einer gesünderen Ernährung. Zu diesem Ergebnis kam ein Wissenschaftlerteam um Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), das Daten von mehr als 15.000 Frauen der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Potsdam-Studie ausgewertet hatte. Dabei gingen die Wissenschaftler der Frage nach, ob bestimmte Fettsäuren in Ernährung in direktem Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko stehen.

Qualität und nicht Quantität entscheidet
Ergebnis: In der Gruppe von Frauen, die gleichzeitig viel verarbeitetes Fleisch, Fisch, Butter oder andere tierische Fette sowie Margarine verzehrten, dafür aber wenig Brot und Fruchtsäfte konsumierten, traten im Verlauf von sechs Jahren etwa doppelt so viele Brustkrebserkrankungen auf wie in der Vergleichsgruppe, die sich gegenteilig ernährte. Das Körpergewicht spielte keine Rolle.

Wieder ein Grund mehr für eine Extra- Portion Obst und Gemüse und weniger tierische Fette.

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Menschen, die ihr Essen hinunterschlingen, sind verstärkt von Übergewicht bedroht. Das haben Wissenschaftler der Universität Osaka herausgefunden, als sie die Essgewohnheiten von fast 3.000 Menschen unter die Lupe nahmen.

Schnell essen macht übergewichtig
Die Forscher um Prof. Hiroyasu Iso untersuchten den Zusammenhang zwischen Essgeschwindigkeit, Sättigungsgefühl und Übergewicht. Fast die Hälfte der 3.000 freiwilligen Probanden gab an, eher schnell zu essen. Im Vergleich mit jenen, die sich bei den Mahlzeiten Zeit lassen, waren männliche Schnellesser um 84 Prozent eher übergewichtig. Bei den Frauen war die Wahrscheinlichkeit etwas mehr als doppelt so hoch. Kam zum schnellen Essen noch die Neigung hinzu, bis zur Sättigung zu essen, war die Quote sogar drei Mal so hoch wie bei den bedächtigen Essern.

Einem begleitenden Kommentar der australischen Wissenschaftlerinnen Elizabeth Denney-Wilson und Karen Campbell zufolge dürfte der Mechanismus, der uns heutzutage fett werden lässt, früher ein Evolutionsvorteil gewesen sein: War das Nahrungsangebot knapp, wurde einfach schnellstmöglich so viel Essen wie möglich hinuntergeschlungen (Quelle: Ärztliche Praxis online).

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Frauen, die während der Schwangerschaft stark zunehmen, bringen auch häufig schwergewichtige Kinder zur Welt. Die Gewichtszunahme ist dabei sogar ein stärkerer Risikofaktor als ein Gestationsdiabetes.

Schwangere: Zuviel Pfunde schlecht auch fürs Baby
Eine Gewichtszunahme um mehr als die maximal empfohlenen 40 lb (entspricht rund 18 kg) verdoppelt das Risiko, ein Baby von mehr als 4 kg auf die Welt zu bringen. Das hohe Geburtsgewicht kann nicht nur zu Komplikationen während der Geburt führen, sonder erhöht auch das Risiko von Übergewicht beim Nachwuchs.

Dabei ist eine zu starke Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sogar ein noch einflussreicherer Faktor als ein Gestationsdiabetes. Besonders heikel wird es, wenn beide Risikofaktoren gemeinsam auftreten. Das stellten Forscher um Teresa Hillier von Kaiser Permanente Center for Health Research in Oregon (USA) fest, als sie die Daten von 41.540 Frauen ausgewertet hatten. Die Studie erscheint in der November-Ausgabe von “Obstetrics & Gynecology”.

Das Risiko, ein Kind von mehr als 4 kg zur Welt zu bringen, betrug rund

- 20 Prozent, wenn die Schwangere mehr als 18 kg zugenommen hatte
- 12 Prozent bei normaler Gewichtszunahme
- 30 Prozent bei starker Gewichtszunahme und Gestationsdiabetes
- 13 Prozent bei normaler Gewichtszunahme und Gestationsdiabetes.

“Es ist für Schwangere wichtig aufzupassen, dass sie nicht zu viel zuzunehmen”, betont Hillier. “Vor allem, wenn noch andere Risikofaktoren wie Gestationsdiabetes vorliegen.” Mitautorin Kim Vesco ergänzt: “Auch vom praktischen Standpunkt aus gesehen: Frauen, die während der Schwangerschaft viel an Gewicht zulegen, haben Schwierigkeiten, es nach der Geburt wieder loszuwerden.” (Quelle: Kaiser Permanente Center for Health Research. Ärztliche Praxis online)