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Philip auf der Suche nach SpielgefährtenManchmal ist die Welt der Großen schon etwas eigenartig. Da gibt es einerseits einen ganzen Haufen von Menschen die mich kaum mehr los lassen wollen wenn Sie mich mal sehen – ich denke da an Omas, Opas, Tanten und noch so einige mehr – und andererseits gibt es dann Leute die offensichtlich so rein gar nichts von mir wollen. Und zwar in unserem Wohnzimmer. Ja, richtig gehört in unserem Wohnzimmer! Als Beweis hab ich heute mal ein Foto für Euch gemacht.

Witzigerweise sind diese besagten Menschen nämlich auch nicht immer da. Meistens kommen sie erst, wenn ich schon beim Schlafengehen bin. Neugierig und kommunikativ wie ich bin, versuche ich aber stets, wie ein Wilder, Kontakt zu diesen aufzunehmen. Leider bis dato aber ohne Erfolg! Obwohl die nur wenige Millimeter von mir entfernt sind kann ich sie aus irgendeinem Grund nicht angreifen. Erst heute am späten Nachmittag hab ich wieder einen solchen Versuch gestartet. Da war doch glatt ein ganzer Haufen von Leuten in unserem Wohnzimmer die, so wie ich auch, gerne mit Bällen spielen. Papa sagt die heißen Bayern und Schalke. Egal! Auf jeden Fall wollten auch die nicht mit mir spielen. Mehrfach hab ich versucht einen von denen zu erwischen um jemanden diesbezüglich mal zur Rede zu stellen, aber leider neuerlich erfolglos. Mann! Die Typen im Wohnzimmer sind fast so langweilig wie der Kerl im Spiegel im Schlafzimmer. Nur dass der wenigstens deutlich besser aussieht als Oliver Kahn und Co.

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bild-babymio.jpgUrlaub und Erholung trotz Baby! Wickeln, Stillen, Baden, Beruhigen – schließen sich Wellness und Baby nicht gegenseitig aus? Im babymio wird der Bogen vom aktiven Urlaub gemeinsam mit dem Baby bis zu Wellness und Auszeit für die Eltern geschickt gespannt: „Zeit für Erholung und Entspannung kommt im babymio garantiert nicht zu kurz“, berichtet Michael Seiwald, Inhaber des babymio, „zahlreiche Angebote für Schwangere, Mama, Papa und Mitreisende laden zum Ausspannen ein.“

Beim Entspannungsprogramm nach Jacobson erlernen Mutter und Vater ein natürliches Entspannungsverfahren, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Gelassenheit und die Fähigkeit der Selbststeuerung werden gefördert, Funktionsstörungen behandelt. „Nach der Geburt dreht sich alles um das Neugeborene, da muss die Frau ihre eigenen Bedürfnisse zurückstecken“, erläutert Elfriede Seiwald, Leiterin der babymio-Hebammenambulanz, „bei der Rückbildungsgymnastik hat die frischgebackene Mutter endlich wieder Zeit für sich selbst und ihren Körper.“ Spezielles Bauchdecken- und Beckenbodentraining stellen die ursprüngliche Körperform vor der Schwangerschaft wieder her.

Endlich wieder richtig Frau-sein und nach Herzenslust shoppen können die Frauen bei der Dessous-Party. „Aber auch die Väter müssen nach der Geburt ihres Kindes auf vieles verzichten und sind rund um die Uhr für Frau und Kind da“, sagt Michael Seiwald, „da freut man sich wieder auf echte Männersachen.“

Von der geführten Wanderung über die Canyonigtour bis zum Kletterabenteuer – dabei können Väter gut ausspannen. Beim Männer-TV-Abend sorgen Großbildleinwand, Freibier und Kinosnacks für Begeisterung. „Sport, Action und Abenteuer stehen hier am Programm“, so Michael Seiwald, „also ein Paradies für Männer.“

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Das Wort „Stuhl“ leitet sich vom althochdeutschen Wort „Stuol“ ab. Im 8. Jahrhundert hieß das so viel wie „Sitz“ oder „Thron“. Sitz und Thron also. Dies möchte ich an dieser Stelle für alle Produzenten von Autositzen für Kinder nochmals festhalten: Sitz und Thron. Denn immer wenn ich im Auto bei Mama oder Papa mitfahren muss, dann hat das Teil auf dem ich sitze so rein gar nichts mit einem Thron zu tun.
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Mein Stuhl für´s Auto heißt nämlich Maxi-Cosi. Mini-Cosi wär als Name für das Teil aber sicher treffender. Hat sich irgendjemand schon mal darüber Gedanken gemacht was man als Baby von so einem Autositz aus an Aussicht genießen kann? Ich fürchte nicht! Was sich hinter den Fenstern verbirgt sieht man gar nicht. Dafür blendet einen in regelmäßigen Abständen die Sonne. Klar, dass man da oft ungeduldig darauf wartet, dass die Fahrt ein Ende nimmt. Die Aussicht nach vorne erstreckt sich auf einen grauen Sitzbezug. Kein Wunder also, dass ich, wie viele Gleichaltrige auch, Autofahrten aus bloßer Langeweile abwechselnd zum Schlafen, Schreien und zum Befüllen meiner Windel nutze. Die Redewendung „am Stuhl kleben“ sollte daher wahrlich nicht nur Politikern vorbehalten sein.

Ich für meinen Teil versuche seit zwei, drei Wochen ja schon alles um eine Verbesserung meiner misslichen Situation herbei zu führen. Mama hat mir nämlich schon vor geraumer Zeit einen richtig rassigen, roten und vor allem großen Autositz gekauft. Der wäre echt toll. Damit ich in den aber auch rein darf, muss ich, so sagt Mama zumindest immer, zuerst 9 Kilo auf die Waage bringen. Ab dann wäre der rote Sitz also mein „Fahrstuhl“. Daher versuch ich so oft wie möglich Milch, Brei und andere Leckereien in mich rein zu stopfen. Untertags, so ehrlich muss ich sein, vergesse ich, abgelenkt durch Spielen und Krabbeln, manchmal auf diesen guten Vorsatz. Daher stehe ich in der Nacht dann halt alle zwei, drei Stunden auf, um mir Futter ans Bett bringen zu lassen. Diverse Überlegungen meiner Eltern wie sie es wohl anstellen könnten, dass ich durchschlafe sind daher völlig zwecklos. Erst wenn ich im Auto im großen Sitz Platz nehmen darf gelobe ich Besserung. Vielleicht…

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foto-blog-1-terheggen.jpgIch habe den Verdacht, unsere Tochter ist schizophren. Anders kann ich mir ihr Verhalten nicht erklären. Denn tagsüber ist sie ein echtes Bilderbuchkind, mit dem man in jedem PeKiP-, Pickler-, Babymassage- oder was auch immer für einem Kurs hervorragend angeben könnte. Sie beschäftigt sich mit großer Hingabe selbst, kann für gefühlte Ewigkeiten einen Schneebesen untersuchen oder sich in Laptopkabel einwickeln und brabbelt dabei fröhlich vor sich hin. Muddi sitzt beglückt daneben und denkt sich: „Kein Kind ist so toll wie meins!“

Doch wenn die Nacht kommt, zeigt Nika ihr zweites Ich. Das Baby, das um 20 Uhr friedlich schlafen ging, wird heimlich ausgetauscht gegen einen Brüllbeutel, der alle zwei Stunden erwacht und sich konsequent nicht beruhigen lassen will, bis man seinem Begehr nachkommt: BRUST, ABER ZACKIG!!! Pädagogen würden dieses Verhalten vermutlich wohlwollend als willensstark bezeichnen, die übermüdete Muddi verbucht das Ganze eher unter „Alte Zicke“. Grundsätzlich ist die Lust auf Brust ein Bedürfnis, für das auch Frolleins Vater größtes Verständnis hat. Da diese Attitüde aber bei der Brustbesitzerin ein erhebliches Schlafdefizit auslöst, stößt dieser Wunsch bei ihr langsam nicht mehr auf besondere Begeisterung. Ich habe es im Gefühl: Bald wird ein Schlafprogramm à la „Jedes Kind kann schlafen lernen“ fällig. Denn eins muss man feststellen: Mit diesem Ratgeber verhält es sich genau so wie mit Diät- oder Rückbildungsgymnastikbüchern: Allein vom Lesen erzielt man leider keinen Effekt. Und so kann ich nur hoffen, dass es stimmt, was dort geschrieben steht: Nämlich dass man einem Kind, das tendenziell schon alleine einschlafen kann, auch ganz schnell angewöhnen kann, dies auch nachts zu tun. Mein Gefühl lacht sich jetzt schon tot …

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thermometer.jpgOder besser gesagt: Pack die Schwimmwindel ein! Und auf geht´s zum Babyschwimmen! Da Kinder in der Regel von Natur aus sehr viel Spaß im Umgang mit dem Element Wasser haben, sind die meisten Kleinen im Wasser quietsch vergnügt und kreuzfidel. Die zwei wichtigsten Faktoren um Babyschwimmen für Eltern und Kind zum Vergnügen werden zu lassen sind aber eine passende und kindgerechte Wasser- und die Lufttemperatur. Erst wenn Mamas und Papas schon zu schwitzen beginnen gefällt es den Babys so richtig gut.

Da nicht immer ein Hallenbad oder eine Therme in der Nähe des eigenen Wohnorts ist, gehen nicht alle Eltern mit Ihren Kindern zum Babyschwimmen. Als Alternative zu einem „klassischen“ Baby-Schwimmkurs eignet sich aber auch ein Urlaub ganz gut, um die ersten Plantsch- und Schwimmversuche des eigenen Nachwuchses zu beklatschen.

Aber auch rein wissenschaftlich gesehen, sprechen viele Faktoren für das Babyschwimmen. So ermöglicht Wasser Babys schon in den ersten Monaten eine dreidimensionale Beweglichkeit. Ihr Baby erlebt sich somit selbst. Durch die Bauchlage beim Babyschwimmen wird das Reflexkriechen der Babys stimuliert, und zwar durch Aktivierung der Muskulatur. Dadurch wird die im zentralen Nervensystem liegende Koordination der Bewegungsmuster früher aktiviert und stabilisiert.

Babyschwimmen ist also nicht nur lustig, sondern fördert auch die Entwicklung des eigenen Nachwuchses. Grund genug, um bei meinem letzten Hotelaufenthalt in Tirol auch ein Thermometer griffbereit zu haben. Und siehe da! Luft und Wasser mehr als babyfreundlich. Im besagten Hotel in der Nähe von Kitzbühel wird übrigens drei Mal wöchentlich kostenlos Babyschwimmen für Hausgäste angeboten. Also: Schwimmwindel, Thermometer und Schwimmente eingepackt und ab in die Fluten…

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Nika krabbelt jetzt also. Das ist toll, denn dann könnte sie einem theoretisch direkt hinterherjagen, wenn reaktionstraining.jpgman es wagt, unverschämterweise ohne vorherige Absprache mit ihr den Raum zu verlassen. Tut sie aber nicht – denn es ist viel spannender, ohne Mudderns argwöhnischem Blick im Nacken mal sämtliche Räumlichkeiten zu erkunden. Dies führt umgekehrt dazu, dass Muddi ihrem Kind hinterherhetzt, wenn es sich wieder in Richtung Kabelecke aufmacht, Kisten ausräumt und Zeitungsstapel umsortiert.
Die neuen Fähigkeiten trainieren also ganz praktisch nebenbei auch die Erziehungsberechtigte.
Sie lernt, in drei Schritten das ganze Wohnzimmer zu durchqueren, weil am anderen Ende der Punk gemacht wird. Sie erklimmt neue Rekorde im “Tempo-Schrankeinräumen”, denn wenn man nicht flott genug ist, dann sitzt schon das Frollein davor und will alles wieder rausbefördern. Und die Muddi lernt auch, dass sie nicht einfach mit dem Staubsauger durch die Wohnung fahren kann, ohne vorher zu gucken, ob vielleicht ein Kind da draufhängt.

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hausfrau-20.jpgEs ist ja schon erstaunlich, dass ausgerechnet ein Staubsauger Frollein Nikas Interesse derart geweckt hat, dass sie erstmals beim Vorwärtskommen auch ihre Beine benutzt hat. Alles andere, was man als Erwachsener für vermeintlich interessanter hält (Rasseln, Stofftiere, Babybücher) spornen nach wie vor nicht zum Krabbeln an. Aber ein uralter Staubsauger???!! Ich hoffe, das Interesse für Haushaltsgeräte und deren Benutzung hält noch ein paar Jahre an…

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Ich bin begeistert! So ein Blog ist eine feine Sache, denn man erhält nach einem Trauer-Eintrag viele Anrufe besorgter Verwandter und Freunde, die einen mit Durchhalteparolen trösten, Babysitterdienste anbieten, “Ja, ich kenne das” sagen und vor allem auch sagen: “Das wird besser – versprochen!”

Was bei hohen Frustrationsgraden ebenfalls hilft, ist die Existenz einer Krabbelgruppe. So ein Ding ist für alle Beteiligten eine “Win-win-Situation”:pro-krabbelgruppe.jpg

Ich kann rumjammern und ernte dafür
a) Mitleid oder
b) eifrig nickende Köpfe und gleichlautende Berichte

Jene Teilnehmerinnen, die a) Mitleid spenden, fühlen sich nach der Veranstaltung hervorragend und sind sehr glücklich über ihr friedlich schlafendes Kind. Die b) eifrig Nickendenn sind ebenfalls sehr glücklich, weil sie das Gefühl haben, sie könnten nachts jemanden anrufen, wenn sie mit dem Kind kämpfen, ohne ihn zu wecken – weil er grad dasselbe tut.

Und ich bin gleich doppelt zufrieden, weil ich mich in dem Raum einfach auf die Gymnastikmatte schmeißen und mich entspannen kann, weil Frollein Nika von der Anwesenheit der anderen Kinder derart entzückt ist, dass sie von mir anderthalb Stunden rein gar nix wissen will – und von den lustigen Sing- und Bewegungsspielen auch nicht. Während also die anderen mit ihrem Kind den “Omnibus” oder “Hernn Pinz und Frau Panz” intonieren, ist der Platz vor mir leer, weil Nika sich aufgemacht hat, um mal das Liedbuch der Kursleiterin vollzusabbern.
In diesem Sinne: Eine Mutter braucht einen Blog und eine Krabbelgruppe!

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Ja, es gibt diese Tage – oder vielmehr Abende. Wo man seinen Spross einfach zurückgeben will. So wie man das mit Klamotten, die man in einem durchgeknallten Moment gekauft hat und die einem Wochen später die Schamesröte ins Gesicht treiben (“War ich betrunken, oder wie konnte DIES passieren??”), auch macht. Kann ja schließlich mal vorkommen, so ein Zustand geistiger Umnachtung.

Wenn Frollein Nika erst friedlich einschläft, aber nach einer halben Stunde aufwacht und dann wieder einmal unter Beweis stellt, dass sie die die Ausdauernde von uns beiden ist; wenn sie im Stubenwagen liegt und brüllt, brüllt, brüllt und sich ganz kurz beruhigen lässt und dann weiter brüllt, brüllt, brüllt, das ganze anderthalb lange Stunden, scheißegal, ob man bei ihr sitzt und sie streichelt oder ob man gar nicht im Raum ist – dann träume ich vom Umtauschrecht. Ja, dann werde ich erst verzweifelt und dann wütend und muss 10x tief durchatmen, bevor ich wieder zu ihr gehe, um dann mit beruhigender Stimme alle Schimpfwörter, die mir so einfallen, auf sie niedertröpfeln zu lassen. Nennt mich Rabenmutter, das ist mir in etwa so egal wie es unserer Tochter egal ist, dass Schlafen gesund ist.

Mann, bin ich frustriert. Was ist das für eine Fehlschaltung, die sie in schöner Regelmäßigkeit nach ner halben bis Dreiviertelstunde wieder wach werden lässt?

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Haben heute etwas wirklich Beknacktes gemacht: ein Passfoto.absurdistan.jpg

Da sich irgendjemand überlegt hat, dass Babys einen eigenen Reisepass brauchen und wir mit Frollein ja auch mal Urlaub machen wollen, muss ein Foto her. Über Fragen wie:

- Wie porträtiert man ein Baby, das noch gar nicht sitzen kann?
- Wie bringt man es dazu, den Kopf nicht schräg zu halten?
- Und wie um Himmels willen soll ein Grenzbeamter ein neunjähriges Kind – so lang ist der Reisepass nämlich gültig – anhand eines Babyfotos identifizieren???

… wurde im Vorfeld des Beschlusses vermutlich nicht so viel nachgedacht.

Nach 25 Versuchen haben wir dann endlich ein Bild hinbekommen, auf dem weder mein Hals noch meine Hände zu sehen sind, Nika grad keine Böckelbrücke macht oder die ganze Zeit in den Verkaufsraum luschert, weil es dort viel spannender ist, sie nicht die Augen zu hat oder ihre Füße anguckt. Aber schön ist ja wohl was anderes!