Archiv für Baby Blog

Verfasst von Philip am 07 Nov 2008

Augenfarbe bei Babys

Und meine Mama freut sich immer ganz besonders, wenn mal wieder jemand sagt: „Oh hat der aber schöne blaue Augen“. Ja, sie sagt dann immer: „Der wird es mal leicht haben bei den Mädels, mit dem Augenaufschlag“

Ph, wer will schon was mit Mädels… Ich jedenfalls nicht, von der Celina hab ich eine Ohrfeige bekommen und die Julia hat mir an den Haaren gezogen. Die können mir gestohlen bleiben.

Blaue Augen bei Babys in Europa normal?
Nun hab ich mich aber trotzdem gefragt, wie ist das nun mit den Augen? Mama hat jedenfalls grüne Augen, der Luca hat braune Augen und Papa hat graue Augen. Mama hat mir das so erklärt: Viele Babys, mit weißer Hautfarbe, kommen mit tiefblauen Augen auf die Welt. Die Augenfarbe, die sie später haben - ob braun, grün oder blau – ist erst einige Wochen oder Monate später zu erkennen. Die meisten afrikanischen oder asiatischen Babys haben braune Augen oder dunkelgraue bei der Geburt, und die ändern sich in tiefbraun oder schwarz.

Augenfarbe bei Neugeborenen
Eigentlich haben ja also die Augen von Neugeborenen überhaupt keine Farbe. Das kommt daher, dass bei der Geburt Babys im Auge so gut wie keine Pigmente, also Farbkörperchen haben. Die Regenbogenhaut nimmt keine Lichtstrahlen auf. Das Licht wird wieder zurückgeworfen und schimmert in hellem Blau. Die Farbe kommt also später. Ungefähr an seinem ersten Geburtstag hat das Baby dann die richtige Augenfarbe - braun, grün, grau oder “echt” blau, wie eben ich.

Ich habe also ganz wenig Farbe in den Augen. Hm.. Die Farbpigmente schützen übrigens vor der Sonne. Deshalb bin ich so lichtempfindlich und finde es gar nicht lustig, wenn mir die Sonne ins Gesicht scheint.

Verfasst von Philip am 21 Okt 2008

Windeldermatitis

Einer meiner „Zwergenland“-Kollegen hatte einen mächtig wunden Popo. Zum Glück ist mir das bisher erspart geblieben. Aber ich hab meine Mama trotzdem gleich mal losgeschickt, um sich zu erkundigen, was es da so alles gibt. Es könnte also eine Windeldermatitis gewesen sein.

Eine lokale Irritation der Haut in der Windelregion bei Säuglingen und Kleinkindern wird als Windeldermatitis bezeichnet. Anzeichen sind Rötung der Haut, Schuppungen und Nässen im Bereich vom Popo, bis hin zu den Beinen. Bei fast allen Kindern tritt die Windedermatitis, während der Zeit in der sie Windeln tragen, in schwächerer oder stärkerer Form auf.

Wie kommt es nun zu einer Windeldermatitis?
In der Region in und um die Windel ist die Haus wärmer und feuchter, als die übrigen Stellen des Körpers. Zusätzlich durch Scheuern der Windel und längerem engen Kontakt mit Urin, Kot, Seifenresten usw. kommt es zu einer Hautreizung. Diese wird Windeldermatitis genannt. Es ist keine typische Erkrankung, da Ursachen ganz verschieden und vielfältig sein können, die Windeldermatitis gibt lediglich den Ort der Hautreizung oder Entzündung an.

Verschiedene Ursachen für eine Windeldermatitis könnten sein:

• Stuhl und Urin haben länger mit der Haut Kontakt und reizen daher diese. Die Windeln sollten regelmäßig gewechselt werden, insbesondere wenn das Baby an Durchfall leidet. Der dünnflüssige Stuhl greift die Haut noch stärker an.

• Teilweise können bereits vorhandene Hautleiden (z. B. Milchschorf oder eine Atopische Dermatitis) die Windeldermatitis verschlimmern.

• Verschiedene Salben und Puder irritieren die Babyhaut, aber auch die Verträglichkeit der bestimmten Windelsorte sollte überprüft werden, da einige auch Parfumstoffe enthalten.

Wie erkennt man eine Windeldermatitis?
Im Windelbereich ist die Haut gerötet, empfindlich und häufig treten Nässen und Schuppen auf. Am Oberschenkel sind meistens die Hautfalten nicht betroffen. Im Gegensatz zu anderen möglichen Erkrankungen (z. B. eine Pilzerkrankung), bleibt die Windeldermatitis auf den Windelbereich beschränkt. In besonders schweren Fällen bilden sich kleine Bläschen auf der Haut. Es kann zu einer Ausdehnung außerhalb des Windelbereiches kommen. Das Kind schläft schlecht, ist unruhig, sowohl in der Nacht, als auch am Tag.

Das sollte man beachten, um eine Windeldermatitis zu vermeiden:

• Kinder regelmäßig wickeln und beim Windelwechsel gründlich waschen und ganz wichtig: gut trocknen, bevor die neue Windel angelegt wird. Bei Kindern, mit Durchfall und Kindern, mit trockener Haut oder Ausschlag besonders häufig eine frische Windel anlegen.

• Bei jedem Wechseln das Baby mit warmem Wasser und einer milden Seife von vorne nach hinten waschen und es mit einem weichen Handtuch trocken tupfen.

• Verwendung einer ölhaltigen Waschlotion, bei besonders trockener Haut und anschließend immer gut mit klarem Wasser abspülen.

• Lassen Sie das Baby nach dem Waschen möglichst ohne Windeln “lufttrocknen”. Das macht Spaß und hilft zugleich.

• Eincremen der Windelregion mit einer Zinksalbe, um sie vor weiteren Irritationen zu schützen und die Heilung zu unterstützen

• Sollten sich die Symptome nicht in wenigen Tagen verbessern, das Kind sehr unruhig ist oder sich Bläschen auf der Haut bilden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Eigentlich mag ich ja Windeln wechseln gar nicht. Aber wenn ich mir das so anschaue, na ich lass es lieber über mich ergehen. Inzwischen habe ich auch bereits einen eigenen Sitz für dieses spannende Ding, dass Mama und Papa als Toilette bezeichnen, und mit Hose trau ich mich schon drauf zu sitzen. Bloß ohne, ne das mag ich nicht, ist mir zu komisch.

Verfasst von Philip am 28 Sep 2008

Windpocken oder auch Feuchtblattern (Schafblattern) beim Baby

Windpocken werden also durch ein Virus (Varizella-Zoster-Virus) verursacht und sind hochgradig ansteckend. Da Mama ja aus Deutschland ist, hab ich ihr auch erst mal erklären müssen, dass die Schafblattern in Österreich das gleiche sind. Ich hab sie mir aus dem Zwergenland mitgenommen. Das Virus verursacht übrigens als Erstinfektion die Windpocken und bei einer erneuten Infektion die Gürtelrose (Herpes zoster).

Also, ich war gerade mit Mama einige Tage bei Oma im Urlaub, als es los ging. Mama dachte zuerst, es sei ein Mückenstich, aber stündlich wurden es mehr Punkte, oh oh…

Die Windpocken führen zu einem juckenden Hautausschlag mit Bläschen. Allem vorweg, ich hab die Windpocken gut überstanden. Da die Schafblattern sehr ansteckend sind, erkranken die meisten Menschen bereits in der Kindheit daran, die meisten von Mamas Freunden hatten sie aber noch nicht. Tja, tschüß ihr Urlaubspläne. Denn:

Wie werden Windpocken übertragen?
Kinder werden mit dem Virus durch Niesen, Husten oder Sprechen infiziert. Die Ansteckung erfolgt von Person zu Person, teils durch Berührung von geplatzten Bläschen, teils durch Tröpfchen in der Luft. Die hohe Gefahr der Ansteckung, durchaus auch ohne unmittelbaren körperlichen Kontakt, führte zu dem Namen Windpocken (kommt durch Übertragung durch den Wind). Da die Inkubationszeit 14 – 21 Tage ist, konnte ich die Windpocken gut mit zu Oma nehmen.

Was sind also die Anzeichen für Windpocken?
Der Ausschlag beginnt mit juckenden roten Flecken meistens am Rumpf und im Gesicht, ganz schön lästig. Eigentlich wusste ich gar nicht so genau wie mir geschieht. Sogar unter dem Fuß und am Popo hatte ich welche. Aber ich hatte eigentlich Glück, denn ich hatte kein Fieber. Die Windpocken verlaufen in Schüben, so dass täglich neue rote Flecken hinzukamen. Mama hat also eine so genannte Schütteltinktur in der Apotheke gekauft und die hat mich erst verunstaltet. Aber es hat einige Stunden gegen den Juckreiz geholfen. Nie durfte ich kratzen. Zum Glück gab es bei mir keine Komplikationen, wie in sehr seltenen Fällen Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), Lungenentzündung oder andere Krankheiten. Ich habe nun also die restlichen 10 Tages unseres Urlaubs zu Hause verbracht. Mama hat sich immer wieder davon geschlichen. Gemein, aber dafür waren ja Oma und Opa rund um die Uhr für mich da.

Vorsicht ist übrigens in der Schwangerschaft geboten, Windpocken können zu Missbildungen des ungeborenen Kindes führen.

Verfasst von Philip am 18 Sep 2008

Wie Babys die Geburt erleben…

Meine Mama hatte neulich irgendwie einen melancholischen Tag. Sie hat meine Schränke ausgeräumt und die alten Sachen aussortiert. Ständig hat sie mir klitzekleine Pullis angehalten und so komische Hosen bei denen die Füße eingesperrt sind, undenkbar, so was anzuziehen. Immer wieder schaut sie mich an und macht hmmmm, so klein warst Du mal. Ja und… ich bin doch schon groß, laufe herum und erzähle den ganzen Tag von meinem Traktor und meinem Freund, dem Kuschelmann.

Aber nun also Zeit, für das erste große Lebens-Resümee. Wenn die Mama schon so komisch tut. Naja und dann sagt Sie: Ach wäre das interessant, wenn Du mir erzählen könntest, wie die Geburt für Dich war. Also ich sag mal so, alles erzähl ich nun nicht, jeder hat sein Recht auf Geheimnisse.

Die Geburt aus Sicht eines Babys
Also zuerst mal wurde ich ja durch eine grobe Räumungsklage aus meiner, zugegeben nicht mehr ganz so gemütlichen, Einraumwohnung geworfen. Das Fruchtwasser hat nicht mehr gut geschmeckt. Durch den ganzen Stress, den ihr mir verursacht habt, ist eine Verunreinigung entstanden. Ja und dann hab ich gespürt, wie es der Mama gar nicht mehr so gut ging, kommt ja auch bei mir an, hat da mal einer drüber nachgedacht, he? Nun wurde ich also mit voller Wucht einfach rausgeschmissen. Au, sag ich da nur. Und die Krönung, nachdem ich durch so einen voll engen Tunnel musste, die Frau da hat mich fast vom Tisch fallen lassen. Ja und sofort war es schweinekalt. Und grell und lauter so komische Gesichter rund herum. Wenn’s nach mir gegangen wäre, also ich hätte sofort umdrehen und zurückgehen wollen. Danach haben die mir so einen eigenartigen Schlauch in den Hals gestopft, echt unangenehm. Das einzig positive war das Bad, das ich nehmen durfte, ja und mein Papa hat mich dann eine ganze Weile herumgetragen. Puh ich war ganz schön k.o. Daher hab ich erst mal geschlafen, so ca. 2 Tage durch. Aber Alpträume hatte ich total viele, hab immer wieder an die Strapazen denken müssen. Wach war ich immer nur ganz kurz, wenn mich die komischen Figuren rund herum geärgert haben, mehrfach wurde mir sogar Blut abgenommen. He, was sollte das denn? Und übel war mir auch immer wieder. Dieses furchtbare, grüne Wasser wollte nicht so richtig aus meinen Lungen heraus.

Am Ende, ja muss ich sagen, haben wir es alle gut überstanden und wenn es nicht so anstrengend gewesen wäre, könnte ich immer noch lachen, wie meine Mama sich am Anfang angestellt hat, mich anzuziehen. Das war eine Prozedur!

Verfasst von Philip am 16 Sep 2008

Was benötigt ein Baby im ersten Jahr?

Dinge, die die Welt nicht braucht!
Hätte meine Mama mich mal vorher gefragt, ganz klar, da wären locker einige hundert Euro für mehr Spielsachen drin gewesen. Also ich darf heute mal berichten, was meine Eltern alles so gekauft haben und genau einmal oder gar nicht benutzt haben, vielmehr ich hab es nutzen müssen. Zum Glück sind die nicht ganz auf den Kopf gefallen. So manches Teil hat meiner Gesundheit nicht sehr gut getan. So zum Beispiel ein Badewannen-Einsatz. Ganz toll, hat sich schon mal einer nackig auf ein Holzstück gesetzt? So ähnlich darf ich das erklären. Wie soll ich später mal Kinder zeugen, wenn die jetzt schon meine besten Stücke einklemmen? Zum Glück ist das meiner Mama auch zeitnah aufgefallen. Aber dieses Teil, welches nun neben einem weiteren Badewannensitz, einem Baby Björn, einem Betthimmel, zwei Babymobiles, einem Shampoo-Schutzschirm usw., im Keller sein Dasein fristet, hat sich sehr gut für diverse Fotoshootings geeignet, hier hatte ich immerhin einen Windelschutz angelegt. Außerdem, muss ein Neugeborenes unbedingt einen Bademantel anziehen? Ne, also wisst Ihr…

Pädagogische Spielsachen versus Dingen die Spaß machen
Aber auch „pädagogisch wertvolle“ Spielsachen wurden angeschafft. Manche Dinge haben nun bereits andere Neu-Mütter geschenkt bekommen, prima so haben die auch mal Sachen, die die Welt nicht braucht. Hat schon mal jemand davon gehört, dass es auch mal ein paar Schüsseln, ein altes Telefon oder ganz einfach ein paar Schuhe tun?

Was haben wir daraus gelernt? Mama sagt, hoffentlich kann er sich bald so artikulieren, dass wir das kaufen, was er möchte und was auch benutzt wird. Ha, wenn die wüsste, was da noch auf sie zukommt. Sie wird sich sicher mal denken: Waren das noch Zeiten als der noch nicht reden konnte….

Verfasst von Philip am 02 Sep 2008

Die Babyexpo in Wien und mein Bobbycar

Also, die Babyexpo 2008 in Wien und mein knallrotes Bobbycar - das sind zwei untrennbare Werte für mich. Nur kurz vorweg, meine Mama ist so eine, die selbst neben der Wickelauflage eines ihrer schlauen Bücher liegen hat, um sofort nachzulesen, was jetzt schon wieder los ist. Eine Vollblut-Mutter durch und durch. Es wurde nur immer ein bisschen kalt an meinem Popo, bis sie mal wieder fertig war nachzulesen, ob nun etwas eingecremt werden musste oder nicht. Die 7 Bücher aus der Schwangerschaft hat sie inzwischen für 5 Euro am Flohmarkt verkauft. Na, ich hätte das Geld sicher besser investiert. Einer ihrer inzwischen 5 dicken Wälzer mit großen Weisheiten zum Kind, von „300 Fragen zum Baby“, bis hin zum “Baby-Lexikon“, hat sie also zu der Feststellung gebracht, dass ein Kind bestimmte Dinge nicht braucht. So beschloss sie, ein Bobbycar gehört in diese Kategorie. Ich sag Euch, sicher braucht ein Kind so was.

Unzählige Aussteller sorgen auf der Babyexpo für gute Stimmung
Nun, wir waren also auf der Babyexpo in Wien, eine der größten Babymessen in Österreich. Über 120 Aussteller haben geboten, was wollende, werdende oder aktive Eltern sowie alle daran Interessierten an Information benötigen. Auf der Bühne gab es ein buntes Rahmenprogramm, besonders interessant war der Väter-Wickel-Wettbewerb. Arme Babys, eines der Kinder hat sogar einen Fuß einbüßen müssen. Mama hat gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen, es sind nur Puppen – Was sind denn Puppen? Aber viel wichtiger für mich waren natürlich meine neuen Schätze, ein Wasserball von Leiner, eine Figur von Fisher Price, ein neuer Schnuller von MAM, usw. Für Papa haben wir ein tolles Foto von mir machen lassen und natürlich mein neues Bobbycar.

Bobbycar – mein liebstes Spielzeug
Meine Strategie musste natürlich besonders ausgeklügelt sein, da ja meine Mama ja keines wollte. Also habe ich mich zuerst mal mit der Verkäuferin am Spielzeugstand angefreundet. Das ist eh ganz einfach, die muss man ja bloß anblinzeln. Als nächstes bin ich dann so circa 100-mal probe gefahren. Na Mama war vielleicht froh, dass ich eine sinnvolle Beschäftigung hatte, aber das gehörte ja zu meinem Plan. Als ich dann schon immer zielstrebig auf „mein“ Bobbycar zugelaufen bin und mit fordernder Bewegung, die meine Mama ja eh kennt, klar gemacht habe, dass ich wieder fahren möchte, wurde sie schon langsam weich. Natürlich war sie stolz, dass ich ja so intelligent bin und mir immer wieder das gleiche Spielzeug aussuche – klar bin ich schlau. Am Ende hat die Spielzeug-Verkäuferin einen Rabatt gegeben, es war Kindertag und ich habe mein Bobbycar bekommen. So geht’s, Kollegen, gute Fahrt.

Verfasst von Philip am 30 Jul 2008

Beliebte Vornamen für Kinder

Tja, ich heiße nun mal Philip. Ich hab mit den Namen zwar nicht selbst ausgesucht, aber ich find ihn eigentlich ganz nett. Irgendwie ist auch ganz gut, dass Mama und Papa für die Suche nach dem richtigen Vornamen zuständig waren. Jetzt bin ich zwar schon fast 1,5 Jahre alt, aber einen Babynamen richtig aussprechen ist nicht. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich wohl wahlweise „Mama“ oder „Papa“ oder aber „Auto“ geheißen. Meine ersten drei Worte hätten also als Vorname wohl keinen Preis gewonnen. Auch weitere mühevoll antrainierte Worte, die ich jetzt schon beherrsche wie „heiß“ oder „Oma“ würden sich als Vorname wohl nicht allzu gut machen. Danke Mama! Dank Papa! Ich freu mich, dass ich ein Philip bin.

Lukas seit 11 Jahren der beliebteste Vorname bei Buben
Übrigens in Österreich bin ich damit nicht allein. Den aktuellsten Berichten der Statistik Austria zu Folge nimmt der Name „Philip“ immerhin den guten 14. Rang in der Hitparade der heimischen Vornamen ein. Platz 1 gehört, und dies mit 11 Jahren schon sehr, sehr lange, Lukas. Ich kenn zwar keinen Lukas, aber irgendwo in Österreich gibt es jedes Jahr rund 1.131 neue Kinder namens Lukas. Der Hammer, oder! Mein Vorname bringt es dabei gerade mal auf 591 „Neu-Philips“ per anno. Wenn Sie also gerade an Familienplanung denken und ein Sohn angekündigt ist ruhig mal Philip nennen. Wir Philips haben noch Nachholbedarf.  

Spitzenreiter bei Mädchennamen: Lena!
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age und schreibe 2,9% aller Mädchen die im Jahr 2006 auf die Welt gekommen sind, haben von ihren Eltern den Namen Lena verpasst bekommen. In Summe 960 neue Lenas für Österreich. Das ist nicht schlecht. Und das glaub ich auch. Ich selbst kenne schon zwei solcher Lenas. Übrigens: Lena war vor 2006 noch nie ganz vorne in der Statistik der beliebtesten Vornamen. Mein Lieblingsvorname für Mädchen, Anna, folgt übrigens erst auf Rang vier und muss sich somit hinter Leonie (wer bitte nennt sein Kind Leonie?) und Sarah einreihen.

Ich, der Zappel-Philip
Aber keine Angst für den Fall, dass Sie nicht gerade Lena oder Lukas heißen. Der Vorname lässt wohl keine Rückschlüsse auf das weitere Leben zu. Arnold – wie ja bekannter weise der Gouverneur von Kalifornien im Vornamen heißt – ist nicht einmal in den Top 60 der beliebtesten Männervornamen und trotzdem ist er bekannt und ich nicht. Na ja. Sei´s drum! Einen Vorteil hat Philip auf jeden Fall: Immer wenn ich mal recht lästig und ein klein wenig hyperaktiv bin sagen allen: „Klar, ein Zappel-Philip“. Einen „Zappel-Arnold“ kenn ich nicht.        

Verfasst von Philip am 27 Jul 2008

Kochen für Kinder

Auch im Leben von Babys und Kindern gibt es gute und schlechte Tage. Die schlechten Tage sind einschlägiger Gesprächsstoff wenn leidgeprüfte Mütter sich zu Kaffee und Kuchen treffen. Über die guten verliert kaum wer ein Wort. Aber es gibt sie: Die richtig guten Tage! Das sind, aus der Sicht meiner Mama, dann meist die Tage wo ich am Vorabend schnell und ohne murren einschlafe, die ganze Nacht durchschlafe, brav esse und den ganzen Tag nur sonniges Gemüt unter Beweis stelle. So geschehen gestern. Daher heute: Terror! 

Schon früh bin ich drauf gekommen, dass man Eltern und im speziellen Mamas ganz leicht zur Verzweiflung bringen kann, wenn man einfach nichts isst. Gesagt – getan. Angefangen hab ich damit am frühen Morgen. Erstes Highlight: Brei verweigert. Natürlich nicht einfach nur verweigert, sondern das volle Programm: Schreien, Brei ausspucken, Mamas Pullover anpatzen, Löffel auf den Fußboden werfen – ein Mordsspaß! In erster Linie für mich.  

Keine Stunde später: Zweiter Anlauf von Mama. Dieses Mal soll ich einen Apfel verdrücken. Ich aber hab ihn nur zerdrückt, ein wenig am Fußboden der Küche verteilt und bin mit meinen Spielsocken fest drauf gestiegen. Ja, ja – an apple a day… 

Da ich ja nun schon den ganzen Vormittag nichts gegessen hatte, war meine Mami tunlichst bemüht, mir was ganz tolles als Mittagstisch zu servieren. Sie hat dann auch 20 Minuten am Herd herum hantiert, mir dutzende Male Dinge wie „heiß“ oder „nein“ zugerufen, bis das Essen fertig war. Kurzum: Mir hat es nicht geschmeckt. Fazit: Mama kurz vor der Krise. Damit der Tag auch für meine Mami ein versöhnliches Ende findet, hab ich dann am Nachmittag ein ganzes Gläschen von meinem Lieblingsbrei vertilgt, zwei Reiscracker verspeist und in rauen Mengen dazu getrunken.  

Aber ein Phänomen fällt, mir was das Essen betrifft, zusehends auf. Bei mir, aber auch bei Altersgenossen. Kochen für Kinder scheint für Mamas und Eltern eine never ending story zu sein. Scheinbar ist es Eltern nicht genug, wenn man seine fünf bis sechs Lieblingsgerichte als Baby hat. Nein, es muss ständig herum experimentiert werden. Und es darf offensichtlich kein Gericht zwei Mal hinter einander geben. Das erzürnt einen als Baby natürlich schon ganz ungeheuerlich. Dank fehlendem sprachlichen Talent führt dies dann unwiderruflich zu oben beschriebenen Attacken, wie Essen ausspucken, Löffel wegwerfen und Co.  

Also Mamis dieser Welt: Kochen für Babys ist einfach. Gebt uns doch die Dinge die wir gerne essen und wir sind Freunde. Ich darf daher an alle, so genannten, Erziehungsberechtigte appellieren: Weg mit den Babykochbüchern – hin zu mehr Mitsprache bei der Babykost durch die Betroffenen selbst. Den Kleinkindern! Andernfalls müssen wir wieder mühsam Eltern erziehen und dass ist auch für uns Babys nicht lustig. Versprochen!  

Übrigens: Morgen hätte ich gerne Pommes Frites. Mahlzeit!

Verfasst von Philip am 11 Jul 2008

Mehr Buben dank Warmwetter

Finnische Wissenschaftler haben entdeckt, dass das Klima auch das Geschlecht der Kinder beeinflusst. Demnach werden in warmen Jahren mehr Söhne geboren. Ein warmes Vorjahr hingegen begünstigt die Geburt von Töchtern. Die Wissenschaftler haben zur Erstellung der Studie die Temperaturen und die Geburtenregister der vergangenen 150 Jahre in Lappland untersucht. 

Bisher gab es zwar einige Studien über das Geschlechterverhältnis und Umwelteinflüsse, allerdings kaum welche bei Menschen. Keine der bisherigen Untersuchungen hatten klare Ergebnisse geliefert. Die Auswertung der Jahresmitteltemperaturen – zum Teil mussten die Wissenschaftler auf Temperaturrekonstruktionen zurückgreifen – und jene der demographischen Entwicklung der Samen kam zum Ergebnis, dass pro Grad Temperaturanstieg zwischen zwei Jahren rund ein Prozent mehr Buben geboren werden. Auch die Erhebung der Geburtenrate war nicht ganz einfach: Hier nahmen die Forscher Kirchenregistereinträge der Lutherschen Kirche aus den Jahren 1745 bis 1890 zur Hand. Um genau zu arbeiten, wurde auch Bedacht darauf genommen, dass die Zeugung und die Geburt nicht im gleichen Kalenderjahr liegen müssen. Daher wurde sowohl das Geburtsjahr als auch das Vorjahr mitberechnet.  

„Obwohl physiologische und ökologische Mechanismen den Trend stark mitbestimmten, ist doch ein Effekt der Temperatur auf das Geschlecht von Neugeborenen auszumachen“, erklären die Forscher. Unklar sei allerdings weiterhin, welche Mechanismen im Detail dafür verantwortlich sind, dass in wärmeren Jahren mehr männliche Nachkommen geboren werden. Um das zu klären, wären monatsgenaue Informationen nötig.  

Quelle: BabyExpress, Österreichs größte Familienzeitschrift (Ausgabe: 5/2008)

Verfasst von Philip am 10 Jul 2008

Indoorspielplatz Tagaluba (Indoorspielplatz in Linz-Hörsching)

Freunde aufgepasst! Erst jüngst habe ich mit Begeisterung von meinem Ausflug ins Hoppolino, dem Indoorspielplatz für Kinder in Grödig bei Salzburg berichtet. Dort auf den Geschmack gekommen, kann ich heute meine Erlebnisse im Tagaluba Kinderland in Hörsching bei Linz zu Papier bringen. (siehe Foto) Alles begann damit, dass Mama und ich einen Ausflug machten. Nach rund einer Stunde Fahrtzeit im Auto war es dann so weit. Wir standen vor dem Tagaluba. 

Von außen macht das Tagaluba Kinderland keinen besonders guten Eindruck. Das mag vielleicht daran liegen, dass der Indoor Kinderspielplatz in der ehemaligen Eybl-Tennishalle untergebracht ist. Aber sei´s drum. Sobald man drinnen ist, ist dort die Hölle los. Und ich mitten drin versteht sich! Hier kann man sich so richtig austoben. Und das von Januar bis Dezember und bei jedem Wetter! Unter anderem gibt es dort diverse Trampoline, eine Softballanlage, Go-Karts, Wuzzler und eine großzügige Kartbahn. Ich für meinen Teil war aber im Kleinkinderbereich zu finden. Hier ist beste Unterhaltung für uns Kleinste garantiert. 

Während ich viel Zeit im Spielhäuschen verbracht habe und diverse bunte Schaukeltiere bestiegen und geritten habe, hat gleich nebenan ein gewisser Sebastian seinen Kindergeburtstag im Tagaluba gefeiert. Die Kinder dort haben ganz tolle und große Seifenblasen gemacht, welche ich fachmännisch wieder „zerstört“ habe. Das war vielleicht ein Spaß!

Ach ja: Mama war ja auch dabei. Die hat viele andere Mamas dort getroffen und war stets bemüht mich zu bespaßen. Danke Mami! Frei nach dem Motto „In Linz beginnt´s“ werd ich – zumindest wenn´s nach mir geht – bald wieder Indoor spielen. Lets´s rock!

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