Archiv für Ernährungs Blog

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 27 Nov 2008

Doppeltes Brustkrebsrisiko durch falsche Ernährung

Frauen, die eine unausgewogene Ernährungsweise mit einem erhöhten Verzehr von Butter, Margarine, verarbeitetem Fleisch und Fisch bevorzugen und wenig Brot und Fruchtsäfte zu sich nehmen, haben ein doppelt so hohes Brustkrebsrisiko als Frauen mit einer gesünderen Ernährung. Zu diesem Ergebnis kam ein Wissenschaftlerteam um Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), das Daten von mehr als 15.000 Frauen der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Potsdam-Studie ausgewertet hatte. Dabei gingen die Wissenschaftler der Frage nach, ob bestimmte Fettsäuren in Ernährung in direktem Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko stehen.

Qualität und nicht Quantität entscheidet
Ergebnis: In der Gruppe von Frauen, die gleichzeitig viel verarbeitetes Fleisch, Fisch, Butter oder andere tierische Fette sowie Margarine verzehrten, dafür aber wenig Brot und Fruchtsäfte konsumierten, traten im Verlauf von sechs Jahren etwa doppelt so viele Brustkrebserkrankungen auf wie in der Vergleichsgruppe, die sich gegenteilig ernährte. Das Körpergewicht spielte keine Rolle.

Wieder ein Grund mehr für eine Extra- Portion Obst und Gemüse und weniger tierische Fette.

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 05 Nov 2008

Doppelt so oft hohes Geburtsgewicht

Frauen, die während der Schwangerschaft stark zunehmen, bringen auch häufig schwergewichtige Kinder zur Welt. Die Gewichtszunahme ist dabei sogar ein stärkerer Risikofaktor als ein Gestationsdiabetes.

Schwangere: Zuviel Pfunde schlecht auch fürs Baby
Eine Gewichtszunahme um mehr als die maximal empfohlenen 40 lb (entspricht rund 18 kg) verdoppelt das Risiko, ein Baby von mehr als 4 kg auf die Welt zu bringen. Das hohe Geburtsgewicht kann nicht nur zu Komplikationen während der Geburt führen, sonder erhöht auch das Risiko von Übergewicht beim Nachwuchs.

Dabei ist eine zu starke Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sogar ein noch einflussreicherer Faktor als ein Gestationsdiabetes. Besonders heikel wird es, wenn beide Risikofaktoren gemeinsam auftreten. Das stellten Forscher um Teresa Hillier von Kaiser Permanente Center for Health Research in Oregon (USA) fest, als sie die Daten von 41.540 Frauen ausgewertet hatten. Die Studie erscheint in der November-Ausgabe von “Obstetrics & Gynecology”.

Das Risiko, ein Kind von mehr als 4 kg zur Welt zu bringen, betrug rund

- 20 Prozent, wenn die Schwangere mehr als 18 kg zugenommen hatte
- 12 Prozent bei normaler Gewichtszunahme
- 30 Prozent bei starker Gewichtszunahme und Gestationsdiabetes
- 13 Prozent bei normaler Gewichtszunahme und Gestationsdiabetes.

“Es ist für Schwangere wichtig aufzupassen, dass sie nicht zu viel zuzunehmen”, betont Hillier. “Vor allem, wenn noch andere Risikofaktoren wie Gestationsdiabetes vorliegen.” Mitautorin Kim Vesco ergänzt: “Auch vom praktischen Standpunkt aus gesehen: Frauen, die während der Schwangerschaft viel an Gewicht zulegen, haben Schwierigkeiten, es nach der Geburt wieder loszuwerden.” (Quelle: Kaiser Permanente Center for Health Research. Ärztliche Praxis online)

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 02 Nov 2008

Stillen schützt vor Verhaltensproblemen

Der Einfluss des Stillens auf die emotionale Entwicklung des Kindes ist offenbar nicht zu unterschätzen. Werden Säuglinge gestillt, zeigen sie später seltener Verhaltensauffälligkeiten und Lernschwierigkeiten.

Weniger Lernschwierigkeiten bei gestillten Kindern
Forscher um Katherine Hobbs Knutson hatten Daten aus dem National Survey of Children’s Health 2003 ausgewertet. Dabei waren 102.353 Interviews mit Eltern und Erziehungsberechtigten geführt worden. Es stellte sich heraus, dass bei gestillten Kindern später seltener Verhaltensauffälligkeiten diagnostiziert wurden und sie seltener psychologische Betreuung benötigten. Zudem stellten Eltern von gestillten Kindern weniger häufig Lernschwierigkeiten bei ihrem Nachwuchs fest.

“Die Studie bestätigt, dass Stillen positiv zu Entwicklung beitragen kann - und das nicht nur im intellektuellen, sondern auch im emotionalen Sinn”, betont die Studienleiterin. Die Forscher präsentierten ihre Ergebnisse während des 136. Jahrestreffens der American Public Health Association in San Diego. (fs / Quelle: American Public Health Association / Ärztlichepraxis.de)

Verfasst von Thomas Pompernigg am 24 Okt 2008

Schokolade für Schwangere

Hinlänglich bekannt ist die Tatsache, dass eine Schwangerschaft nicht nur positive Begleiterscheinungen hat. Viele kleinere und größere Probleme begleiten die werdende Mutter durch die 40 Wochen der Schwangerschaft. Mit Hilfe von Schul- und Alternativmedizin, und dank der mit einer Schwangerschaft einhergehenden Hormonumstellung bei der Frau lassen, sich viele dieser Beschwerden kurieren oder mildern.

Welche Lebensmittel soll ich in der Schwangerschaft meiden?
Die Schwangerschaft ist in vielerlei Hinsicht aber auch eine Zeit des Verzichts. Alkohol, Nikotin aber auch rohes Fleisch, roher Fisch, Tiramisu, Salami und Rohmilchkäse sollten in den vierzig Wochen vor der Geburt vermieden werden. Und wenn Sie auch die letzten 12 Monate vor der Schwangerschaft nie den Wunsch nach Salami hatten…. – jetzt wo Ihnen diese verboten ist verzehren Sie sich förmlich danach.

Ernährung in der Schwangerschaft
Viele werdende Mütter versuchen sich in der Schwangerschaft richtig zu ernähren. Und das ist auch gut so. Empfehlungen und einschlägige Literatur gibt es dazu zur Genüge. Wenn Sie aber trotzdem mal für eine Minute schwach werden (wollen) dann sollte Sie „mamo“ kennen. Hinter „mamo“ verbergen sich die Feinkostkennerin Maiwenn Paget („ma“) und die niederösterreichische Hebamme Monika Forstner („mo“). Beide bezeichnen sich selbst als ausgewiesene „Schokoholics“ und so scheint es auch nicht verwunderlich, dass die beiden seit wenigen Wochen eine eigene Schokoladenserie „made with love“ rund um das Thema Schwangerschaft auf den Markt gebracht haben.

Schokolade für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
Die so entstandene, handgeschöpfte Schokoladenserie besticht durch eine sorgfältige Auswahl an Zutaten und Inhaltsstoffen. So fördern und unterstützen die enthaltenen Gewürze die jeweilige Phase der Schwangerschaft und können von Schwangeren und Stillenden konsumiert werden. Derzeit gibt es folgende drei Sorten:

- Glückshormone für die Schwangerschaft (Erdbeer Rose)
- Glückshormone für die Geburt (Orange Zimt)
- Glückshormone für das Wochenbett (Nougat Waffel)

Die Schokoladen enthalten auf der Innenseite kleine, passende Tipps und Zitate, um neben dem Gaumen auch die anderen Sinne zu erfreuen. So z.B. Tipps zum Thema Urlaub in der Schwangerschaft oder spezielle Rezepte.

Das ideale Geschenk für werdende Mütter
Die Schokoladen sind ideale Geschenke für werdende Mütter während der Schwangerschaft, als kleines Mitbringsel nach der Geburt und für alle Schwangeren die sich selbst mit einer „Genusszeit“ ein wenig verwöhnen wollen. Wenn auch Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind dann sollten Sie sich gleich einen ersten kleinen Vorrat an Schokolade bestellen. Die einzelne Tafel (65 g) kostet € 2,90 und schmeckt einfach nur gut…. – aber jetzt genug geredet. Bestellen, genießen, glücklich sein.

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 18 Okt 2008

Bifidobakterien helfen Frühgeborenen besser zu gedeihen

Wie eine gemeinsame Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und des Ernst von Bergmann Klinikums in Potsdam zeigt, gedeihen zu früh geborene Kinder besser, wenn sie zusätzlich zu ihrer Nahrung probiotische Bakterien (Bifidobacterium lactis) aufnehmen. Frühgeborene, die aufgrund eines Infektes mit Antibiotika behandelt werden mussten, ließen sich mit Hilfe der probiotischen Bakterien früher auf natürlichem Wege ernähren und nahmen schneller an Gewicht zu als Kinder, die das Probiotikum nicht erhielten. Zudem verbesserte das Probiotikum die Infektionsabwehr der Frühgeborenen. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse kürzlich in der angesehenen Fachzeitschrift Pediatric Research (Mohan, R. et al., 2008).

Frühgeborene sind leicht zu erkennen
Zu früh geborene Kinder haben ein zu niedriges Geburtsgewicht. Zudem sind ihre Organe unreif und daher nicht voll funktionsfähig. Aus diesem Grund müssen sie in den ersten Lebenstagen im Inkubator („Brutkasten“) versorgt werden. Alle Frühgeborenen, die durch Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben eine abnormale Darmflora (Mikrobiota) und sind deshalb anfälliger für Infektionen.

DIfE-Wissenschaftler untersuchten daher erstmals in Zusammenarbeit mit Kinderärzten des Ernst von Bergmann Klinikums, ob probiotische Bakterien der Art Bifidobacterium lactis dazu beitragen können, die Darmflora von Frühgeborenen zu normalisieren und ihren Gewichts- sowie Gesundheitsstatus zu verbessern.

Aktuelle Studie mit 69 Frühgeborenen
An der Studie nahmen 69 Kinder teil, die mindestens drei Wochen zu früh, das heißt vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden. 37 per Zufallsprinzip ausgewählte Frühgeborene erhielten etwa 24 Stunden nach der Geburt in regelmäßigen Abständen probiotische Bakterien. Die restlichen 32 Frühgeborenen erhielten ein Placebo. Während der dreiwöchigen Interventionsperiode wurden insgesamt 46 der 69 Kinder aufgrund von Infekten für eine oder mehrere Wochen mit Antibiotika behandelt (26 Kinder der „Probiotika-Gruppe“ und 20 Kinder der „Placebo-Gruppe“).

Die mit Antibiotika behandelten Frühgeborenen der „Probiotika-Gruppe“ wogen nach 21 Tagen im Schnitt 1574 Gramm, die der „Placebo-Gruppe“ waren dagegen durchschnittlich 200 Gramm leichter. Bei den nicht mit Antibiotika therapierten Kindern waren keine Unterschiede in der Gewichtszunahme zwischen der „Probiotika-„ und „Placebo-Gruppe“ festzustellen. Diese Frühgeborenen brachten im Schnitt um die 1900 Gramm auf die Waage.

Generell konnten die Wissenschaftler bei den Frühgeborenen der „Probiotika-Gruppe“ einen Anstieg der IgA-Werte* sowie der Essigsäure- und Milchsäurekonzentrationen im Stuhl feststellen. „Dies spricht für eine verbesserte Immunabwehr sowie für eine Normalisierung der Darmflora“, erklärt Studienleiter Michael Blaut. Ebenso beobachteten die Forscher eine Abnahme des Entzündungsmarkers Calprotektin im Stuhl der „Probiotika-Gruppe“. Hohe Calprotektin-Konzentrationen im Stuhl deuten auf Darmerkrankungen hin. Sinkt der Calprotektinwert, zeigt dies eine verbesserte Darmgesundheit an.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine Therapie mit Bifidobacterium lactis Frühgeborenen helfen kann, sich besser zu entwickeln. Das Probiotikum fördert den Aufbau einer gesunden Darmflora. Diese wirkt beispielsweise entzündlichen Darmerkrankungen entgegen, die durch Nahrungsbestandteile oder Keime ausgelöst werden können“, sagt Michael Radke, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche des Ernst von Bergmann Klinikums. (Quelle: Pressemitteilung Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke (DIfE), Abteilung Gastrointestinale Mikrobiologie)

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 16 Okt 2008

Immer mehr XXL- Babys in aller Welt

Winzig, zart und feingliedrig sind die meisten Säuglinge - doch immer häufiger werden Müttern im Kreißsaal regelrechte Brocken in die Arme gelegt. Nicht nur viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind zu dick, auch bei Fötus und Neugeborenem zeigt sich ein Trend zum Übergewicht. In Deutschland bringen inzwischen acht bis zehn Prozent aller Neugeborenen 4000 Gramm und mehr auf die Waage, sagt Prof. Klaus Vetter, Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Aktueller Trend: Übergewichtige Babys
In der Kölner Klinik für Frauenheilkunde habe jüngst ein 5,7 Kilo schwerer Säugling das Licht der Welt erblickt, erinnert sich Direktor Prof. Peter Mallmann. Auch in anderen Ländern ist diese Tendenz zu beobachten. Ein fast acht Kilo schweres Riesenbaby sorgte 2007 in Mexiko für Aufregung. Anfang 2008 brachte in Russland ein neugeborener Junge 6,1 Kilo auf die Waage, bei einer ungewöhnlichen XXL-Länge von 63 Zentimetern. In Polen kam ein Sieben-Kilo-Baby zur Welt. Hauptgründe für die Riesen-Babys sind nach Mediziner-Angaben das zunehmende Alter und wachsende Übergewicht der Mütter.

Mehr übergewichtige Mütter – mehr übergewichtige Babys
Jede vierte Schwangere in Deutschland über 35 Jahre alt und ebenfalls etwa jede vierte Schwangere ist zu dick. Für ältere und übergewichtige Mütter steigt das Risiko in der Schwangerschaft an Diabetes zu erkranken, was wiederum die Wahrscheinlichkeit eines Riesenbabys erhöht, wie Professor Vetter erklärt.

Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten Komplikationen bei werdenden Müttern. Viele überdimensionierte Neugeborene sind zwar kerngesund. Für die „Sumo-Säuglinge” könnten sich aber durch die so genannte fetale Makrosomie auch gesundheitliche Schäden ergeben. „Makrosome Kinder bekommen zu viel Insulin, das ist ein Wachstumshormon. Es führt zu Gewichtszunahme und kann auch die Körperkomposition verändern”, erklärt Vetter.

Riesenbaby ab 4.000 Gramm
Ein Übermaß an Blutzucker der Mutter gelangt zum Fötus, der mit einer erhöhten Insulin-Produktion reagiert. Da die Plazenta aber nicht für Insulin durchlässig ist, kann das Hormon den kindlichen Körper nicht verlassen. Bei den Riesenbabys werden auch die Knochen dicker, mitunter ist der Kopfumfang übergroß, der Hals kurz und wuchtig sowie die Breite der Schultern ungewöhnlich. „Ein voraussichtliches Geburtsgewicht ab 4.000 Gramm ist anzeigepflichtig, weil die Komplikationsgefahr steigt”, erklärt der Kölner Mediziner Mallmann. Die meisten Eltern entscheiden sich für Kaiserschnitt, denn für die Mutter wächst das Risiko von Geburtsverletzungen wie Darm- und Blasenschädigungen.

Oft sind die XXL- Ausmaße aber während Schwangerschaft nicht erkennbar. Eine Messung im Mutterleib über Ultraschall ist Gynäkologen zufolge extrem schwierig. Dicke Neugeborene werden häufig übergewichtige Kinder und Erwachsene, makrosome Babys neigen später eher zu Diabetes und den mit der Stoffwechselkrankheit verbundenen Spätschäden. Prof. Mallmann rät Frauen vor einer Schwangerschaft dringend, den „erheblichen Risikofaktor Übergewicht zu minimieren”. Das Abspecken und eine gesunde Ernährung seien die beste Vorbeugung. Einig sind sich alle Experten: Das früher gern propagierte neunmonatige „Essen für zwei” ist tabu. (Quelle: www.frauenaerzte-im-netz.de)  

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 25 Sep 2008

Fruchtbarkeit beim Mann leidet durch Übergewicht

Übergewicht kann die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Dies geht aus einer Untersuchung der Universität von Aberdeen (Schottland) hervor, die im Juli 2008 auf der europäischen Konferenz der Fortpflanzungsmediziner in Barcelona vorgestellt wurde.

Dicke Männer im Hintertreffen
Fettleibige Männer sollten deshalb ans Abnehmen denken, wenn sie Kinder zeugen wollten, sagte der Mediziner Ghiyath Shayeb. Die Studie habe ergeben, dass korpulente Männer weniger Samenflüssigkeit und einen größeren Anteil anormaler Spermien aufweisen. An der Untersuchung hatten sich mehr als 5.000 Männer beteiligt, die in vier Gewichtsgruppen von untergewichtig bis stark übergewichtig eingeteilt worden waren. Dabei wurden auch Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und das Alter berücksichtigt.

Fettleibigkeit senkt die Fruchtbarkeit bei Mann und Frau
Die Analyse ergab, dass bei den Männern mit Optimalgewicht ein besonders hoher Anteil an normalem Sperma sowie die größte Anzahl Samenzellen festzustellen war. Auch bei Frauen senke Fettleibigkeit die Fruchtbarkeit, wie aus älteren Studien hervorgehe, sagte Shayeb. Eine andere in Barcelona vorgestellte Studie ergab, dass Diabetes die männliche Fruchtbarkeit weitaus stärker als bislang angenommen beeinträchtigt. Die Krankheit könne das Erbmaterial der Spermien schädigen, stellte ein Forscherteam um den Mediziner Con Mallidis von der Universität Queens in Belfast (Nordirland) fest. (Quelle: dpa)

Informationen zum Thema Mikronährstoffe und männliche Fertilität: www.androfertil.at

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 14 Sep 2008

Landluft schützt vor Allergien

Das Leben auf dem Lande scheint Ungeborene vor späteren Krankheiten, vor allem aber vor Allergien, zu schützen. Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im späteren Leben seltener allergische Atemwegs- und Hauterkrankungen, berichtet eine neue Studie. Für einen optimalen Schutz ist aber ein anhaltender Kontakt während der Schwangerschaft nötig.

Landkinder haben seltener Allergien als Stadtkinder
Bereits früher war den Wissenschaftler aufgefallen, dass Kinder von Bauernfamilien seltener unter Allergien leiden als Stadtkinder. Vor allem der Verzehr frischer Milch und der Aufenthalt in Kuhställen wurden dafür verantwortlich gemacht. Die neue Untersuchung, bei der über 3500 Familien aus Stadt und Land befragt wurden, konnte nun eindeutig belegen, dass dieser Schutz bereits während der Schwangerschaft auf das Kind übertragen wird. Nur wie das geschieht bleibt noch unklar. Am stärksten reduziert sich das Erkrankungsrisiko, wenn die Kinder sowohl im Mutterleib als auch im späteren Leben eng mit dem Landleben in Berührung kamen. (Quelle: European Respiratory Journal, 2008 (32),603)

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 08 Sep 2008

Muttermilch beugt hohen Cholesterin-Spiegel vor

Muttermilch kann nach einer Studie der Londoner St. George’s Universität im späteren Leben vor hohen Cholesterin-Werten schützen. Demnach haben Erwachsene, die als Baby gestillt wurden, niedrigere Cholesterin-Spiegel als Menschen, die in den ersten Monaten andere Säuglingsnahrung erhalten hatten. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie hervor, für die Daten von 17.000 Menschen ausgewertet worden waren. „Die Untersuchung ist ein neuerlicher Beleg dafür, dass Stillen langfristig positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat“, sagte Studienleiter Chris Owen.

Außerdem lege die Studie nahe, dass alternative Säuglingsnahrung der Muttermilch so stark wie möglich angepasst werden sollte. Jegliche Versuche, den Fettanteil zu reduzieren, könnten kontraproduktiv sein. Hohe Cholesterin-Werte gelten als eine wichtige Ursache für Arteriosklerose, Herzinfarkte und Schlaganfall. (Quelle: dpa)

Verfasst von Biogena Wissenschaftsteam am 07 Sep 2008

Natürliche Geburt verstärkt Beziehung zum Kind

Mütter reagieren kurz nach der Geburt intensiver auf die Schreie ihrer Säuglinge, wenn sie die Kinder natürlich gebären. Im Vergleich mit Müttern, deren Kinder durch Kaiserschnitt zur Welt kamen, werden bei der ersten Gruppe durch Babyschreie jene Hirnregionen stärker aktiviert, die Emotionen, Motivation und Verhalten steuern. Dies sind die Ergebnisse eines internationalen Forscherteams, das die Reaktion von erstgebärenden Müttern auf die Schreie ihres Babys mit Hilfe von Magnet-Resonanz-Tomographie untersuchte. Einige der aktivierten Hirnregionen steuern auch die Stimmung der Mutter nach der Geburt.

Die Ergebnisse könnten helfen, die Psychologie und Neuropsychologie der Mutter-Kind-Beziehung besser zu verstehen und könnten zudem die Grundlage für Therapien bei Bindungsproblemen bilden, so die Autoren der Studie. (Quelle: Journal of Child Psychology and Psychiatry)

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