Archiv für Hebammen Blog

Verfasst von Karin am 01 Dez 2008

Musik in der Schwangerschaft

Bei Ihrem ungeborenen Kind ist das Gehör ab Mitte des vierten Monats voll ausgebildet. Nun kann es im Mutterleib die umgebenden Geräusche wie den Herzschlag hören. Es hört zum ersten Mal die Stimme seiner Mutter und kann nun so eine noch engere Bindung zu ihr aufbauen. Durch das Hören wird dem Säugling auch die Außenwelt mit all ihren Geräuschen und Stimmen bekannt, und kann so indirekt mehr am Leben der Mutter teilhaben. Es wird auch während der Schwangerschaft durch die Stimmen, den Vater und andere engere Vertraute kennen lernen.

Spezielle CD´s und Musik für Schwangere
Für die Entwicklung Ihres Babys ist das Sinnesorgan Hören sehr wichtig. Es ist wissenschaftlich bewiesen das Hören stimulierend auf das Gehirn wirkt und so für eine gute Entwicklung und Entfaltung des Gehirnes sorgt. Es werden Bereiche wie Kreativität, Denkfähigkeit, Gedächtnis oder Vitalität positiv beeinflusst. Genau für diesen Zweck hat die Musikindustrie eigene CD´s für die Schwangerschaft entwickelt. Die meisten CD´s sind Klassische wie z.B. Mozarts „Kleine Nachtmusik“, Brahms „Wiegenlied“, Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und viele mehr. Am besten probieren Sie einfach verschiedene Musikstücke aus. Ihr Baby wird es sie wissen lassen was ihm gefällt und was nicht. Wenn Ihnen aber keine klassische Musik gefällt hören Sie einfach was Sie glücklich und entspannt macht. Es ist bewiesen, dass sich Babys mit Liedern die sie bereits im Mutterleib gehört haben leichter beruhigen lassen, da ihnen die Lieder bereits vertraut sind.

US Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass Frühgeburten die z.B. Brahms Wiegenlied vorgespielt bekamen schneller an Gewicht zunahmen und sich darüber hinaus besser entwickelten als Babys die keine Musik vorgespielt bekommen haben.

Da Ihr Baby die gesamte Außenwelt also jeden Lärm, jeden Streit, laute Musik einfach alles durch das Gehör wahrnimmt, kann es ihm oft zu stressig werden und es fühlt sich unbehaglich. Es kann ja nicht einfach die Ohren schließen um einmal Ruhe zu haben, deshalb ist es wichtig sich und dem Baby öfter mal eine Auszeit zu gönnen und einfach in vollkommener Ruhe die Beine hochlegen und zu entspannen. Babys fühlen sich bei einem ruhigen Puls von 60 Schlägen pro Minute am wohlsten im Mutterleib. Da das Baby jede Gefühlslage der Mutter mitbekommt und sogar mitfühlt, kann Musik sehr unterstützend wirken, dass Mutter und Baby sich wohl fühlen.

Verfasst von Karin am 30 Nov 2008

Die Spontangeburt

Fast jede schwangere Frau strebt sie an, bzw. wünscht sich eine Spontangeburt. Gemeint ist eine Geburt die wie im Lehrbuch, ohne wehenfördernde Mittel, ohne schmerzmindernde Medikamente (z. PDA) ohne geburtshilfliche Instrumente (z.B. Zange oder Saugglocke) und natürlich ohne Kaiserschnitt über die Bühne geht.

4 Stadien unterteilen die Geburt eines Babys:

1. Eröffnungsphase
Es geht los, die Eröffnungswehen haben die Aufgabe den Muttermund auf 10 Zentimeter zu öffnen was bei Erstgebärenden bis zu 12 Stunden dauern kann. Mit jeder Wehe verengt sich die Gebärmutter und das Baby wird in Richtung „Ausgang“ geschoben. Also jede Wehe öffnet den Muttermund ein wenig und bringt Sie Ihrem Baby näher. Eine regelmäßige Bauchatmung erleichtert diese Phase der Geburt für Mutter und Baby.

2. Übergangsphase
Sie ist die anstrengendste aller 4 Phasen und dauert etwa zwischen 30 und 90 Minuten, manchmal kann sie sich aber auch über Stunden hinziehen. Der Wehenschmerz ist nun umheimlich stark und viele Frauen haben das Gefühl, dass sie nun am Ende ihrer Kräfte sind.

3. Die Endphase
Der Muttermund ist nun vollständig eröffnet und das Kind liegt tief im Becken und wird nun Richtung Ausgang geschoben. Durchschnittlich sind jetzt nur mehr 10 Wehen nötig, doch abnhängig von Grösse und Lage des Kopfes und der Grösse des mütterlichen Beckens kann es sich auch länger hinziehen. Es sind jetzt kraftraubende Presswehen, da aber die Frauen jetzt aktiv mithelfen können und das Baby hinauspressen werden Sie meist als weniger schmerzhaft empfunden als die Eröffnungswehen,.

4. Nachgeburtsphase
Ungefähr eine Stunde nach der Geburt löst sich die Plazenta und wird von der Gebärmutter durch heftige Kontraktionen ausgestossen. Dann haben Sie es geschafft. Die Geburt ist beendet.

Auch wenn viele Babys auf natürlichem Wege zur Welt kommen, so wird sehr oft auf schmerzstillende Mittel zurückgegriffen um der Mutter die Geburt zu erleichtern.

Verfasst von Karin am 28 Nov 2008

Wann wieder schwanger nach einer Fehlgeburt?

Eine Fehlgeburt trifft Paare und vor allem die Frauen völlig überraschend und mit voller Wucht. Dabei ist es gar nicht so selten, dass das passiert. Die Ursachen sind weitgehend ungeklärt, im Einzelfall auch selten zu ermitteln. Aber auf jeden Fall muss auch hier Trauerarbeit geleistet werden und bei der Frage wann man wieder schwanger werden sollte, sollte man sich zuerst fragen, wann man seelisch wieder dafür bereit ist und sich über eine neuerliche Schwangerschaft auch wirklich freuen kann. Beim medizinischen Standpunkt gehen die Meinungen stark auseinander.

Viele raten als Faustregel: Werden Sie so lange nicht schwanger, wie Sie schwanger waren. Dann hat sich die Gebärmutter und insbesondere die Schleimhaut der Gebärmutter erholt und ist bereit für eine neue Schwangerschaft. Andere raten mind. 6 Monate mit einer erneuten Schwangerschaft zu warten und wieder andere sind der Auffassung, dass eine Frau auch in der Lage ist, ein Kind auszutragen, wenn sie wieder schwanger wird.

Wenn sie wieder schwanger sind, so versuchen Sie sich nicht allzu große Sorgen zu machen, meistens verläuft eine Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt völlig normal. Versuchen Sie, sich klar zu machen, dass diese Schwangerschaft und auch diese Erfahrung eine andere ist. Es ist wichtig, daran zu denken, was alles hätte sein können, jedoch ebenso wichtig ist es, an das kommende Baby zu denken. Sie werden sehen, spätestens wenn die Schwangerschaftswoche des vergangenen Verlustes verstrichen ist, beginnen Sie glückliche Gefühle zu entwickeln

Vertrauen Sie nach einer Fehlgeburt auf kompetente Hilfe
Um sich zusätzlich zu beruhigen, bitten Sie Ihren Arzt darum, öfter nach dem Herzschlag zu sehen oder lassen Sie sich von Anfang an von einer Hebamme begleiten. Sie wird Ihnen auch zeigen, wie Sie der Natur vertrauen können. Mit Akupunktur, Bachblüten und Tees können Sie Ihre Angst lindern und Ihr Vertrauen stärken. Blicken Sie positiv in die Zukunft – Sie haben allen Grund dazu!

Verfasst von Karin am 26 Nov 2008

Drogen in der Schwangerschaft

Drogenkonsum ist eines der Dinge, von denen man unbedingt und generell die Finger lassen sollte. Darüber sind sich alle einig. Trotzdem geraten immer wieder viele Menschen in den Teufelskreis der Abhängigkeit und lenken ihr Leben damit in eine Richtung der Selbstzerstörung.

Wenn eine Schwangerschaft eintritt, so ist das bei drogenabhängigen Frauen nicht selten überraschend und ungewollt, denn wenn man drogenabhängig ist, setzt der Monatszyklus oft aus und es kann zu Einschränkungen der Empfängnisfähigkeit kommen, weshalb manche abhängige Frauen dann glauben nicht so leicht schwanger werden zu können und das Thema Verhütung weniger beachten. Oftmals erkennen diese Frauen die Schwangerschaft zusätzlich erst sehr spät.

Drogenkonsum in der Schwangerschaft tunlichst vermeiden
Nun hat sich ein kleines Wesen doch mühsam den Weg ins Leben erkämpft und nun ist es so, dass diese Frauen nicht mehr nur sich selbst zerstören sondern auch ihr Baby. Drogenkonsum während der Schwangerschaft kann definitiv die gesunde kindliche Entwicklung stören und im schlimmsten Fall sogar zu Fehl- oder Totgeburten führen. Es gibt nur wenige Studien zu diesem Thema und somit auch wenige Erkenntnisse welche genauen Auswirkungen der Konsum auf das Kind haben kann. Einer der Gründe dafür ist natürlich, dass abhängige Mütter ihren Konsum verschweigen. Daher sind die Ergebnisse solcher Erhebungen nicht 100%ig sicher, jedenfalls aber ein Indikator dafür, was schlimmstenfalls geschehen kann.

Drogen in der Schwangerschaft erhöhen Risiko einer Fehlgeburt
Viele dieser Untersuchungen zeigen, dass beispielsweise bei der Einnahme von Cannabis während der Schwangerschaft das Risiko für eine Frühgeburt und vorzeitig einsetzenden Wehen stark ansteigt und das Geburtsgewicht des Babys unter der Norm ist. Nachgewiesen ist auch, dass die Wirkstoffe in den Blutkreislauf des Fötus gelangen. Und das schon bei einer relativ leichten Droge. Nicht auszudenken wie sehr das Baby bei stärkeren Drogen leiden muss – es hat verheerende Folgen! Eine wesentlich höhere Missbildungsrate, Hirnfehlbildungen und starke Entzugserscheinungen des Neugeborenen. Wie Zittern, Schreien, erbrechen, etc.

Alle Drogen gehen in fast gleicher Konzentration, in der sie im mütterlichen Blut vorliegen, auch in die Muttermilch und damit auf das Kind über. Abgesehen davon, dass sich dadurch ein Suchtpotenzial beim Kind entwickelt, verzögern die enthaltenen Zellgifte die gesunde Entwicklung des Babys. Fazit: Bitte Finger weg von Drogen – dem Baby zuliebe und Ihrem Leben zuliebe. Machen Sie eine Therapie und fangen Sie ein neues Leben an. Alles Gute dabei!

Verfasst von Karin am 24 Nov 2008

Entbindung per Saugglocke

Bei der Saugglocke handelt es sich um ein geburtshilfliches Instrument zur Unterstützung der vaginalen Entbindung (Vakuumextraktion).

Die Gründe dafür könnten sein, dass der Herzschlag des Babys sich verschlechtert oder dass die Mutter schon zu erschöpft ist und auch wenn die Geburt zum Stillstand kommt. Eine PDA könnte auch der Grund dafür sein. Die Mutter spürt die Wehen nicht mehr und kann nicht mehr aktiv mitschieben. Es gibt auch Frauen die aus gesundheitlichen Gründen nicht mitschieben dürfen, auch hier kommt die Saugglocke zur Anwendung.

Wie schaut so eine Saugglocke eigentlich aus?
Die Saugglocke ist ein Apparat bestehend aus einer Pumpe, einer Vakuumflasche, dem Schlauchsystem, der Saugglocke in verschiedenen Größen und Materialien wie beispielsweise Silikon, Kunststoff oder Gummi. Saugglocken aus Metall werden nur mehr selten verwendet. Auch gibt es ein Handmodell, das sogenannte KIWI-Vakuum, welches seit einiger Zeit häufiger zum Einsatz kommt, nach meiner Erfahrung. Es besteht aus einer Saugglocke (Kunststoff), die durch einen stabilen festen Schlauch mit einer Handpumpe verbunden ist. Hier wird der Druck durch das Pumpen mit der Hand aufgebaut. Ich finde es für das Kind etwas atraumatischer durch die Kunststoff-Saugglocke und auch frauenfreundlicher, da es kleiner, leiser und handlicher ist, als der mechanische Apparat. Der Einsatz der Modelle variiert von Krankenhaus zu Krankenhaus, je nach Erfahrungen des dort arbeitenden Kreißsaal-Teams.

Wie funktioniert eine Saugglocken-Geburt?
Voraussetzungen für das Verwenden der Saugglocke sind, dass der Muttermund vollständig geöffnet ist, die Fruchtblase gesprungen ist oder künstlich gesprengt wurde und dass der Kopf schon tief genug im Becken ist. Die Saugglocke wird in den Scheideneingang eingeführt und am kindlichen Kopf angesetzt, wo ein Vakuum langsam aufgebaut wird. Danach wird mit einem wehensynchronen Probezug die Effektivität überprüft, d.h. ob das Köpfchen dem Zug nach „unten draussen“ folgt. Bei Bestätigung wird anschließend mit aktivem Schieben der werdenden Mutter und mit Hilfe weiterer wehensynchroner Züge das Köpfchen des Babys über den Damm geboren. Die Hebamme ist währenddessen für den Dammschutz zuständig und übernimmt die Anleitung meist während der Geburt des Kopfes bis das Baby ganz geboren ist.

Zusatzfaktoren einer Geburt mit Saugglocke
Natürlich bringt diese Art zu Entbinden einige zusätzliche Faktoren mit sich z.B. entsteht eine ödematöse Schwellung am Köpfchen des Babys, dort wo der Ansatzpunkt der Saugglocke war, die nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Auch Hämatome und Hautabschürfungen können sich zeigen. Bei der Mutter kann es zu Damm- und Scheidenrissen und/oder einem Dammschnitt kommen. Hier kann aber nicht sicher gesagt werden, ob es ohne Unterstützung durch die Saugglocke zu keinen Verletzungen an den Geburtswegen gekommen wäre.

Verfasst von Karin am 20 Nov 2008

Mütter mit „schwierigen Geburten“ für Interview gesucht

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit für mein berufsbegleitendes Studium, Management im Gesundheitswesen mit Vertiefung „midwifery“ (= Hebamme), beschäftige ich mich mit den Bedürfnissen von Gebärenden, vorerst bei Geburten im Krankenhaus.

Besonders von Frauen mit schwierigen vaginalen Geburten (keine Kaiserschnittgeburten, Frühgeburten und Mehrlingsgeburten), erhoffe ich mir Informationen zu ihrer Geburtserfahrung, z.B. zu ihren Vorstellungen über die Geburt und die praktische Umsetzung, zu unbekannten Gefühlen oder auch zu gezielter Kritik über die erlebte Betreuung.

Ich möchte herausfinden, was den einzelnen Frauen wichtig ist/war? Was hätten sie gebraucht? Was wurde wie gemacht? Welche Gefühle waren während der Geburt da? Was hat ihnen geholfen und was nicht? Warum war die Geburt für sie schwierig? Was macht eine Geburt zu einer schwierigen Geburt? Was waren die Störfaktoren?

Alles, was die Frau in Bezug auf die Geburt beschäftigt, ist für mich wichtig.

Vor dem Hintergrund, dass eine als schwierig erlebte Geburt eine belastende Lebenserfahrung sein kann, ist es mein Ziel, die Wahrnehmung der Geburt durch die Frauen und die Erfüllung ihrer Bedürfnisse genauer kennen zu lernen und mit den Ergebnissen zur Stärkung einer familien- und frauenorientierten Geburtshilfe beizutragen.

Dafür möchte ich eine Untersuchung in Form von Interviews durchführen. Diese Interviews werden ca. 1 Stunde dauern und in Form eines Gespräches durchgeführt. Außerdem sollen sie auf Tonband aufgenommen werden, damit eine gezielte Auswertung stattfinden kann. Die Daten werden in jedem Fall anonym verwendet. Da ich im Raum Salzburg beheimatet bin, ist es wünschenswert, wenn sich interessierte Frauen aus der Nähe von Salzburg/angrenzendes Oberösterreich/Bayern melden würden.

Die Geburt ist ein intimes und sensibles Thema im Leben einer Frau. Um die Individualität jeder Einzelnen mit ihren speziellen Bedürfnissen erarbeiten zu können, werden auch sehr persönliche Fragen gestellt. Genau das sind die Informationen, die jede Geburt einzigartig machen und leider oft im Routinegeschehen nicht berücksichtigt werden.

Wer kann teilnehmen?

Alle Frauen, die

- vor 12 - 20 Monaten vaginal in einem Krankenhaus entbunden haben
- die Geburt als schwierig empfanden und damit unzufrieden sind
- es sich vorstellen können, mit mir über die Geburt zu sprechen –

bitte melden Sie sich bei mir, vorerst per E-Mail: hebammenforschung@hotmail.de  

Bei Interesse oder Fragen und Unklarheiten können Sie sich jederzeit an mich wenden. Ich freue mich auf viele Rückmeldungen und interessante, hilfreiche Gespräche!

Verfasst von Karin am 13 Nov 2008

Schwimmen in der Schwangerschaft

Schwimmen ist der Schwangerschaftssport schlechthin. Es gibt dabei praktisch keine Verletzungsgefahr und die Schwangere spürt aufgrund des Auftriebs ihr Gewicht nicht mehr. Rücken und Gelenke werden so entlastet, Kreuzschmerzen wird vorgebeugt und nicht nur das: Durch kaltes Wasser wirken Kältereize auf den Körper, die zur Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten führen.

Warum Schwimmen für Schwangere nahezu ideal ist…
Schwimmen für Schwangere ist durch den Wasserdruck außerdem eine hervorragende Krampfadernprophylaxe. Er ist vergleichbar mit einem Stützstrumpf. Auch das Bindegewebe wird gestrafft, toll gegen Cellulite. Die Gebärmutter wird sehr gut durchblutet und nicht zuletzt beeinflusst Bewegung die Darmtätigkeit günstig, was Verstopfungen entgegenwirkt.

Ist Schwimmen in der Schwangerschaft gefährlich?
Ein großes Gegenargument ist das befürchtete Infektionsrisiko bei der Benützung öffentlicher Schwimmbäder. Sofern es sich aber um ein öffentliches Bad handelt, dass die allgemeinen Hygienevorschriften berücksichtigt, besteht keine Gefahr, da die Kontrollen sehr streng sind. Natürlich sollten Sie sich aber im Klaren darüber sein, dass Ihre Immunabwehr wegen des veränderten Säureniveaus in Ihrer Scheide herabgesetzt. Das ist der Grund warum Sie Whirlpools besser meiden sollten – warmes Wasser und kleine Becken – diese Kombination birgt ein höheres Risiko für das Vorkommen von Bakterien und Pilzen. Das Sitzen auf Sesseln im Hallenbad oder nasse Badeanzüge können eine Infektion begünstigen. Daher sollten Sie nach dem Schwimmen sofort zu duschen bzw. den Badeanzug sofort wechseln und gründlich abtrocknen.

Wassergymnastik ist natürlich das Non Plus Ultra für werdende Mütter, informieren Sie aber Ihren Trainer über Ihre Schwangerschaft, denn manche Übungen könnten nicht so gut für Sie geeignet sein.

Auch wenn Schwimmen eine geeignete Sportart für Schwangere ist: Frauen, die am Schwimmen keinen Spaß finden und auch sonst das Wasser nicht besonders mögen, sollten sich nicht dazu zwingen, es soll ja auch Spaß machen. Wer sich allerdings für das Wasser entscheidet, profitiert von seinen Eigenschaften.

Verfasst von Karin am 12 Nov 2008

Radfahren in der Schwangerschaft

Für die meisten Frauen gibt es keinen Grund, in der Schwangerschaft plötzlich auf Sport zu verzichten. Denn körperliche Bewegung verbessert die Sauerstoffversorgung des Kindes, verhindert oder lindert viele der typischen Beschwerden und bereitet optimal auf die Anstrengungen der Geburt vor. Natürlich sollte man sich überlegen welchen Sport man betreibt. Eine gute Sportart in der Schwangerschaft ist das Radfahren, sogar bis zum Ende der Schwangerschaft möglich – allerdings Vorsicht mit dem Gleichgewicht, Ihr Körpermittelpunkt hat sich ja etwas „verlagert“.

Warum Radfahren Schwangeren gut tut
Radfahren ist besonders gut wenn Sie zu Krampfadern neigen. Beim Tritt auf die Pedale ziehen sich die Beinmuskeln zusammen. Dabei werden die Venen zusammengedrückt und das Blut zum Herzen hin gepumpt. Die aktive Unterstützung der Venen beugt einem Blutstau in den Beinen vor. Insbesondere in der Schwangerschaft ist die Ansammlung von Wasser in den Beinen und Venenprobleme eine Begleiterscheinung. Durch das Radfahren sinkt das Risiko von Venenerkrankungen. Allerdings ist eine aufrechte Sitzposition wichtig, damit die Blutzirkulation richtig funktioniert!

Empfehlenswert ist natürlich das Radfahren in der Ebene, holprige Feldwege sind zu meiden denn zu dem bestehenden Verletzungsrisiko kommt beim Überwinden großer Höhenunterschiede, wie beispielsweise beim Mountainbiking, auch noch die extreme Belastung des Herz-Kreislauf-Systems der Mutter dazu. Überhaupt wäre ein altmodisches Damenrad mit dickem, gepolstertem Sattel besser als ein modernes Rennrad. Auf und Absteigen ist mit einem dickem Bauch nicht gerade einfach, also seinen Sie dabei besonders vorsichtig.

Kann Radfahren Wehen fördern?
Das Gerücht, dass Radfahren durch das Reiben am Sattel zu vorzeitigen Wehen führen kann, kann man getrost vergessen. Es hält sich aber hartnäckig, auch meine beste Freundin hatte ein wachsames Auge auf ihre Fortbewegungsmittel während der Schwangerschaft und fuhr erst wieder mit Ihrem Rad, als ich ihr versicherte, dass die Stöße dem Baby nicht schaden. Ein Radausflug bietet sich doch als geeignete Alternative zu Powerwalken und Schwimmen sehr gut an.

Verfasst von Karin am 11 Nov 2008

Verstopfung bei Kleinkindern

Ein häufiges Problem im Säuglings- und Kleinkindalter ist die Verstopfung. Etwa fünf bis zehn Prozent aller Kinder leiden zumindest vorübergehend daran. Viele Verstopfungen sind “hausgemacht” durch Zubereitungsfehler, Wahl unpassender Nahrungsmittel oder durch Flüssigkeitsmangel. Leider haben manche Kinder aber auch einfach nur viel zu wenig Bewegung. Dabei wäre der natürliche Bewegungsdrang unserer Kinder dem Darm sehr nützlich.

Was können Ursachen chronischer Verstopfung beim Kind sein?
Organische Ursachen, wie z. B. Veränderungen am Darm, sind eher selten. Bisweilen aber wird anhaltende Verstopfung durch kleine Risse in der Schleimhaut am Anus ausgelöst, wodurch der Toilettengang schmerzhaft wird. Das Kind hält den Stuhl zurück. Durch die längere Verweildauer im Dickdarm wird dem Stuhl viel Wasser entzogen, er dickt weiter ein und kann bei der Ausscheidung wiederum kleine Risse verursachen. Bereits jedes zehnte Kind, das in einer kinderärztlichen Praxis vorgestellt wird, leidet unter einer chronischen Verstopfung! Obstipation, so der medizinische Fachbegriff, im Kindesalter ist also keine Seltenheit und sollte von Eltern und Erziehungsberechtigten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Beschwerden können mitunter so gravierend werden, dass ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik notwendig wird. Eine erfolgreiche Behandlung der kindlichen Obstipation erfordert Geduld von den betroffenen Kindern, deren Eltern und dem behandelnden Arzt.

Wie kann ich meinem Kind bei Verstopfung helfen?
Bei Ernährungsumstellungen oder auch auf Reisen sind Kinder schnell mal verstopft. In diesen Fällen sollte man den Sprösslingen viel zu trinken geben. Besonders ungesüßter Fruchtsaft kann dazu beitragen, die Verstopfung zu beheben. Natürlich brauchen Kinder ausreichend Zeit für ihren Stuhlgang. Erwachsene sind da oft ein wenig zu ungeduldig. Denn Kinder benötigen ausreichend Zeit und Ruhe für ihr “großes Geschäft”! Positive Verstärkung durch Lob bei “Erfolg”, Geduld und intensive Zuwendung sind sehr wichtig und hilfreich. Wenn ein Baby unter Verstopfung leidet, sollte man ihm vorsichtig ein Fieberthermometer in den After schieben. Das Baby spürt den Fremdkörper und beginnt zu drücken. Dauert die Verstopfung länger als drei Tage, sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden! Wie oft ein Kind Stuhlgang hat, ist abhängig von seinem Alter, seiner Ernährung und seiner individuellen Veranlagung.

Wie Sie Verstopfung bei Baby und Kleinkind einfach vorbeugen können
Der menschliche Darm ist ein “Gewohnheitstier” - durch einen regelmäßigen Tagesablauf lässt er sich sehr gut erziehen! Wichtig sind dazu festgelegte Essenszeiten, damit sich die Verdauung des Kindes darauf einstellen kann. Auch der Gang zur Toilette oder die “Sitzung” auf dem Töpfchen sollten immer zur selben Tageszeit erfolgen! Der beste Zeitpunkt hierfür ist meist nach dem Frühstück oder generell etwa 15 - 30 Minuten nach den Mahlzeiten! Wenn der Magen durch das Essen gedehnt wird, führt dies zu einer Reflexbewegung des Dickdarmes, die den Stuhlgang weiter schiebt und so für Stuhldrang sorgt.

Wichtig ist, dass man dem Kind genügend Zeit lässt! Auch ein passender Aufsatz für die Toilette erleichtert das “Unterfangen”. Auf diese Weise können Eltern die normale, regelmäßige Stuhlausscheidung ihrer Kinder positiv beeinflussen.

Verfasst von Karin am 08 Nov 2008

Aufbewahrung von abgepumpter Muttermilch

Beim Abpumpen der Muttermilch ist sehr auf Hygiene zu achten. Bevor man mit dem Abpumpen beginnt sollte man gründlich die Hände waschen. Weiters ist darauf zu achten, dass das Gefäß in der die Muttermilch gesammelt und aufbewahrt werden soll, gut gereinigt und sterilisiert ist. Abgepumpte Muttermilch kann problemlos bei einer Zimmertemperatur von bis zu 25°C vier bis sechs Stunden aufbewahrt werden. Im Kühlschrank bei einer Temperatur von 4 – 6 °C kann man sie bis zu drei Tage lagern. Hier ist aber darauf zu achten, dass sie nie in die Kühlschranktür, sondern eher im hinteren Teil des Kühlschrankes gestellt wird. Denn dort ist es kühler und die Temperatur konstanter. Sie können Muttermilch ohne Probleme sogar bis zu sechs Monate in der Tiefkühltruhe einfrieren. Es muss dabei aber für eine Temperatur von -18 °C gesorgt sein.  

Was gilt es beim Einfrieren von Muttermilch zu beachten?
Zum Kühlen und Einfrieren sollte man die extra dafür entwickelten Behälter oder Beutel verwenden. Diese sind nämlich frei von Chemikalien und Weichmachern. Gut eignen sich auch Glas- oder Kunststoffflaschen, da diese leicht gereinigt werden können und mehrfach verwendbar sind. Zum Einfrieren sollten Sie Kunststoffflaschen am besten da diese  bruchsicher sind. Es gibt spezielle Muttermilchflaschen wie z.B. Lansinoh Muttermilchflaschen, die aus Polypropylen hergestellt werden und garantiert frei von Chemikalien sind. 

Für die Aufbewahrung im Kühlschrank eignen sich Glasflaschen besonders gut. Zum Einfrieren sind diese eher weniger geeignet, da das Glas durch starke Kälte platzen kann. Hervorragend zum Einkühlen und Einfrieren geeignet sind die so genannten Muttermilchbeutel. Einziger Nachteil: Sie können nur einmal verwendet werden. Auf gar keinen Fall sollten Sie irgendwelche „normale“ Gefrierbeutel verwenden. Bitte tragen Sie immer sorge das die verwendeten Gefrierbeutel auch zum Einfrieren von Muttermilch gedacht sind. Sie können sich von ihrer Stillberaterin oder im Sanitätshaus über die verschiedenen Produkte informieren und beraten lassen. 

Was gilt es beim Abfüllen von Muttermilch zu beachten?
Am besten füllt man die Milch gleich portionsweise (60-180 Milliliter) ab. Auf jeden Beutel oder jede Flasche sollte ein Etikett mit Datum der Abfüllung und Menge angebracht sein. Bitte beachten Sie: Muttermilch darf niemals in der Mikrowelle aufgetaut werden! Hierbei würden die antiinfektiösen Eigenschaften der Muttermilch weitgehend zerstört werden. Zum Auftauen stellt man sie besser ganz einfach in den Kuhlschrank. Zum schonenden Erwärmen von Muttermilch kann man auch einen Fläschchenwärmer oder ein Wasserbad verwenden. Die Milch darf dabei nur auf Körpertemperatur (ca. 37°C) erwärmt werden und sollte dann gleich verfüttert werden. Das Nichtgetrunkene darf nicht weiter aufbehalten werden. Am besten Sie entsorgen es sofort. Eingefrorene Muttermilch darf darüber hinaus auch niemals zweimal erwärmt werden. Dafür kann aber abgekühlte frische Muttermilch gerne mit eingefrorener Milch, zu ungefähr gleichen Teilen, gemischt werden. Durch das Einfrieren kann sich die Farbe oder das Aussehen der Muttermilch leicht ändern. Die Milch kann Ihnen dann bläulich oder grau erscheinen. Sie kann sich auch in Milch und eine Fettschicht trennen. Durch sanftes erwärmen verbinden sich die Schichten wieder und die Milch kann dann so gefüttert werden. 

Wenn die Milch nach dem Auftauen riecht oder leicht seifig schmeckt, ist die Milch deshalb nicht schlecht. Das liegt daran, dass der Enzymgehalt, Lipase genannt, erhöht ist. Sie können die Milch Ihrem Baby trotzdem ohne Bedenken geben. Es könnte allerdings sein, dass Ihr Baby wegen dem Geruch oder des Geschmackes die Milch nicht trinken will. Um das zu vermeiden empfiehlt es sich, die Milch nach dem Abpumpen auf 63°C zu erwärmen und diese Temperatur für 30 Minuten zu halten. Die wichtigen Nährstoffe werden hierbei nicht zerstört.

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